Qurghonteppa

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Qurghonteppa (Tadschikistan)
Qurghonteppa

Qurghonteppa

Qurghonteppa, tadschikischҚурғонтеппа, russischКурган-Тюбе, Kurgan-Tjube, von persisch گرگان تپه (Kurgan-Tappa, „Hügel-Siedlung“), ist die Hauptstadt der Provinz Chatlon im Südwesten Tadschikistans. Die drittgrößte Stadt des Landes liegt im Zentrum einer weiten Ebene im Tal des Wachsch, die ab den 1930er Jahren unter der sowjetischen Planwirtschaft durch die Anlage von Bewässerungskanälen und durch Zwangsumsiedlungsprogramme zum größten Baumwollanbaugebiet des Landes und zu einem Industriestandort entwickelt wurde. Qurghonteppa ist nach wie vor ein Zentrum der Baumwollverarbeitung und das größte Handelszentrum im Südwesten. Am heutigen Ort oder in dessen Nähe wird die mittelalterliche Festungsstadt Lewkand vermutet.



Geschichte




Im südwestlichen Tadschikistan gab es in der Bronzezeit Ende des 2. Jahrtausends v. Chr. und nach dem Übergang zur Eisenzeit einige Siedlungen an den Talrändern bis in mittlere Höhenlagen. Die Siedlungen der frühen Eisenzeit, als die Bevölkerungsdichte zunahm, werden im heutigen Turkmenistan der Yaz-I-Kultur zugerechnet. Archäologische Erforschungen in der Region begannen 1955. Der nächste bronzezeitliche Fundplatz wurde auf dem Gebiet der Sowchose Kirow östlich von Qurghonteppa entdeckt. Die Grabfunde werden der Andronowo-Kultur zugerechnet. Ein Kilometer von Kirow entfernt und 12 Kilometer östlich von Qurghonteppa blieben die Lehmziegelreste des buddhistischen Klosters Adschina-Teppa aus dem 7./8. Jahrhundert n. Chr. erhalten. Der Stadtname Qurghonteppa (Kurgan-Tappa) verweist auf eine alte Festungsstadt, möglicherweise auf die Stadt Lewkand. Die geographische Zuordnung der in den Quellen erwähnten Ortsnamen ist spekulativ. Lewkand wird auch mit dem Namen der Siedlung Wachsch und mit der größten Stadt im Mittelalter Chelawerd in Verbindung gebracht, deren Name von der ebenso genannten frühmittelalterlichen Siedlung, die später Kafirkala hieß, übernommen wurde. Die Gleichsetzung des Ortsnamens Wachsch mit Lewkand (auch Lavakand) und wiederum mit Sangtude, das 35 Kilometer nordöstlich von Qurghonteppa liegt (Sangtuda heißen heute zwei Staudämme dort am Wachsch) wird im Zusammenhang mit Dschalal ad-Din ar-Rumi diskutiert, der 1207 in einem Ort namens Wachsch geboren und hier die ersten Lebensjahre verbracht haben könnte.Im Mittelalter gehörte das untere Wachsch-Tal zeitweilig zur Provinz Chuttal, deren Zentrum östlich an der Mündung des Kysylsu in den Pandsch lag. Der Provinzname Chuttal wurde im 16. Jahrhundert durch Kulob ersetzt. Westlich des Wachsch lag die Provinz Tschaganian (nördlich von Termiz in der heutigen usbekischen Provinz Surxondaryo). Die gesamte Region nördlich des Amudarja wurde in der Antike Transoxanien und von den Arabern ab Mitte des 7. Jahrhunderts mā warāʾan-nahr genannt. Beschreibungen von Adschina-Teppa und anderen buddhistischen Klöstern in Chuttal sind von chinesischen Pilgern dieser Zeit überliefert....

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Sergei Wladimirowitsch Mandreko wird in Kurgan-Tjube, Tadschikische SSR geboren. Sergei Wladimirowitsch Mandreko ist ein tadschikisch-russisch-österreichischer Fußballtrainer und ehemaliger -spieler.
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Geboren: Imomudin Sattorow wird in Qurghonteppa, Tadschikische SSR, Sowjetunion geboren. Imomudin Mirsojewitsch Sattorow ist ein tadschikischer Diplomat.
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Geboren: Dschalal ad-Din ar-Rumi wird in Balch, heute Afghanistan, oder Wachsch bei Qurghonteppa, heute Tadschikistan geboren. Dschal?l ad-D?n Muhammad ar-R?m? war ein persischer Sufi-Mystiker, Gelehrter und einer der bedeutendsten persischsprachigen Dichter des Mittelalters. Von seinen Anhängern, insbesondere den Derwischen, erhielt er den Beinamen arabisch???????, DMG Maul?n? (persisch auch Moulawi; türkische Schreibweise: Mevlânâ), „unser Herr/Meister“. Nach ihm ist der Mevlevi-Derwisch-Orden benannt.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1885

Leben und Wirken > Erste Reisen:
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von Samarkand in die Gebirgsregionen des Emirats Buchara - das Hissargebirge und Städte wie Karschi, Kurgan-Tjube, Kuljab und Garm (Grigori Jefimowitsch Grum-Grschimailo)

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