Römischer Senat

Der römische Senat (lateinischsenatus, abgeleitet von senex „alter Mann, Ältester“) war bis zum Ende der Republik die wichtigste Institution des römischen Staates. Nicht nur der Senat als Gremium war verantwortlich für diese Bedeutung, auch seine Mitglieder, die Senatoren, waren stets bedeutende und im Reich allgemein anerkannte Personen. Obwohl die Rechte des Senats, der vornehmlich eine Versammlung ehemaliger Amtsträger war, und die Rechtskraft seiner Beschlüsse nie niedergeschrieben wurden, bestimmte er bis in die Zeit des Augustus und in Ausnahmesituationen auch noch danach die römische Politik. Der Senat bestand bis in die ausgehende Spätantike.

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Örjan Wikander wird in Helsingborg geboren. Örjan Wikander ist Professor in der Abteilung für Archäologie und Alte Geschichte der Universität Lund. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Wasserwirtschaft in der Antike mit Schwerpunkt auf römischen Wassermühlen, Kunst und Inschriften der Etrusker sowie die Beziehungen zwischen den Ständen der Senatoren und Eques in der römischen Republik. Er ist Herausgeber des Handbook of Ancient Water Technology (2000). 1989 unternahm er archäologische Forschungen an der Karlsmühle in Mertesdorf.

138 n. Chr.

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Geboren: Marcus Ummidius Quadratus wird /139 geboren. Marcus Ummidius Quadratus war ein römischer Politiker und Senator des 2. Jahrhunderts n. Chr.

136 n. Chr.

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Gestorben: Lucius Iulius Ursus Servianus stirbt. Lucius Iulius Ursus Servianus war ein Politiker und Senator der römischen Kaiserzeit. Während seiner langen politischen Karriere war er dreimal Konsul.

110 n. Chr.

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Gestorben: Lucius Licinius Sura stirbt /113. Lucius Licinius Sura war ein römischer Politiker und Senator.

103 n. Chr.


Europa

102 v. Chr.

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Marcus Antonius Orator wird zum Praetor mit prokonsularischen Vollmachten für die Provinz Kilikien gewählt. Während seiner Amtszeit im Osten bekämpft Antonius die Piraten mit so großem Erfolg, dass der Senat ihm einen Triumphzug gewährt.

218 v. Chr.

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Westliches Mittelmeer: Die Lex Claudia de modo navium verbietet römischen Senatoren den Besitz großer Handelsschiffe.

287 v. Chr.

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Mittelmeergebiet: Die Plebejer erhalten durch die vom Diktator Quintus Hortensius erlassene Lex Hortensia die volle politische Gleichberechtigung innerhalb der römischen Republik: Beschlüsse der Plebejer ("Plebiszite") bedürfen fortan nicht mehr der Zustimmung des Senats.

Römische Republik

125 v. Chr.

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Marcus Fulvius Flaccus wird Konsul der Römischen Republik. Er wird vom Senat beauftragt, Massilia gegen die Plünderungen der Salluvier zu unterstützen. Er erobert in der Folge große Teile von Gallia Narbonensis.

Die Ermordung Caesars

44 v. Chr.

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17. März: Der Senat tritt im Tempel der Erdgöttin Tellus zusammen und gewährt den Mördern Caesars Amnestie. Publius Cornelius Dolabella, Schwiegersohn Ciceros, wird als Suffektkonsul nach Caesar bestätigt.

Kunst & Kultur

13 v. Chr.

Religion & Kultur:
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Der Römische Senat gibt zu Ehren des Augustus und der Pax Romana die Ara Pacis in Auftrag.

Politik & Weltgeschehen

48 n. Chr.

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Gallische Vertreter werden im römischen Senat zugelassen.

37 n. Chr.

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18. März: Das Testament des verstorbenen Tiberius wird vom römischen Senat für ungültig erklärt und Caligula zum alleinigen römischen Kaiser bestimmt.

21 n. Chr.

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Dezember: Vespasian zieht als Sieger des Bürgerkrieges in Rom ein und wird vom Senat als neuer römischer Kaiser anerkannt. (69)

17 n. Chr.

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen > Die Ermordung Caesars: März: Der Senat tritt im Tempel der Erdgöttin Tellus zusammen und gewährt den Mördern Caesars Amnestie. Publius Cornelius Dolabella, Schwiegersohn Ciceros, wird als Suffektkonsul nach Caesar bestätigt. (44 v. Chr.)

13 n. Chr.

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Januar: Octavian gibt alle ihm während des Bürgerkriegs übertragenen Sonderrechte an den römische Senat und das Volk zurück und stellt so formal die republikanische Ordnung wieder her. Der Senat, das Repräsentationsorgan der (durch die Kämpfe seit Caesars Tod allerdings geschwächten) Elite Roms, erteilt ihm im Gegenzug die Befehlsgewalt über alle noch unbefriedeten Provinzen. (27 v. Chr.)

Antike

270 n. Chr.

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Römisches Reich: Reichskrise des 3. Jahrhunderts: Januar: Nur wenige Monate nach seinem bedeutenden Sieg über die Goten, bei dem er das Römische Reich vor einer Invasion durch die 300.000 Mann starke Horde bewahrt hatte, erkrankt Kaiser Claudius Gothicus während eines Feldzugs gegen die Vandalen an der Pest. Er stirbt noch im selben Monat. Auf seinem Totenbett benennt er angeblich den Kommandanten der Kavallerie Aurelian zu seinem Nachfolger. Der römische Senat benennt jedoch Claudius’ Bruder Quintillus. Aurelian ernennt sich daraufhin zum Gegenkaiser.

249 n. Chr.

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Römisches Reich: Der römische Senat beschließt, Philippus Arabs und Philippus Caesar in den Götterhimmel aufzunehmen. Im Rahmen des Kaiserkults werden sie fortan von den Römern als Divi verehrt.
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Römisches Reich: Eine Gruppe von Verschwörern ermordet Kaiser Domitian, der sich durch seine autokratische Herrschaftsweise die Feindschaft des Senats zugezogen hat. Damit erlischt die Dynastie der Flavier. Zum neuen Princeps erwählt der Ältestenrat den Senator Marcus Cocceius Nerva.
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Römisches Reich: Vespasian zieht als Sieger des Bürgerkrieges in Rom ein und wird vom Senat als neuer römischer Kaiser anerkannt.
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Römisches Reich: Der 30-jährige Kaiser Nero erdolcht sich außerhalb Roms unter Mithilfe eines Sklaven. Der römische Senat hatte den Kaiser zum Staatsfeind erklärt. Auf seiner Flucht mit dem Ziel Ägypten, waren die Verfolger seinem Aufenthalt sehr nahe gekommen. Mit dem Suizid Neros endet die Julisch-Claudische Dynastie. Ein Bürgerkrieg um die Nachfolge bricht aus.

Ereignisse

580 n. Chr.

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Letzte Erwähnung des Römischen Senats. (580er)

384 n. Chr.

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Streit um den Victoriaaltar zwischen der christlichen und der heidnischen Fraktion im römischen Senat: Ambrosius von Mailand setzt schließlich die Entfernung des Altars aus dem Senat durch.

284 n. Chr.

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Da sich die Prätorianer, die Leibgarde des Kaisers, dem Römischen Senat unterstellen, gründet Diokletian die Jovianer und die Herkulianer, die von nun an 700 Jahre lang den Schutz der (ost-)römischen Kaiser übernehmen.

21 n. Chr.

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Oktober: Consul Marcus Tullius Cicero erfährt von der Catilinarischen Verschwörung des Lucius Sergius Catilina. Der römische Senat erklärt den Staatsnotstand mit erweiterten Vollmachten für die Konsuln. (63 v. Chr.)

1 n. Chr.

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Januar: Oktavian lässt sich vom Senat zum "Führer Italiens" (dux Italiae) ausrufen. Marcus Antonius wird von Rom zum Staatsfeind erklärt. Die beiden amtierenden Konsuln Gnaeus Domitius Ahenobarbus und Gaius Sosius verlassen mit zahlreichen Senatoren Rom und gehen zu Antonius und Kleopatra nach Ephesos. (32 v. Chr.)

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