Römisches Recht

Als römisches Recht bezeichnet man das Recht, das ausgehend von der Antike, zunächst in Rom und später im ganzen römischen Weltreich galt. Die im Corpus Iuris Civilis gesammelten Quellen des antiken römischen Rechts wurden im Mittelalter vornehmlich in Bologna wiederentdeckt und bis ins 19. Jahrhundert in den meisten Staaten Europas als maßgebliche Rechtsquellen betrachtet. Die Rechtsordnungen, die ab dem Mittelalter und der frühen Neuzeit auf dem europäischen Kontinent galten, können bis heute als römisches Recht bezeichnet werden.

Während viele andere Errungenschaften der Antike ursprünglich von den Griechen stammen und von den Römern nur übernommen wurden, ist das römische Recht eine originäre Schöpfung der Römer ohne griechische Vorbilder. Allerdings hat die Übernahme von Begriffen und Argumentationsmustern aus der griechischen Philosophie bei der Herausbildung der römischen Rechtswissenschaft eine Rolle gespielt. Die Wissenschaft vom römischen Recht wird – ebenso wie die romanische PhilologieRomanistik genannt.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Franz Horak stirbt in Innsbruck. Franz Horak war ein österreichischer Rechtshistoriker und Spezialist für Römisches Recht.
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Gestorben: Marie Theres Fögen stirbt in Zürich. Marie Theres Fögen war eine deutsche Juristin und Rechtshistorikerin. Sie lehrte Römisches Recht an der Universität Zürich und war Direktorin des Frankfurter Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte.
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Gestorben: Álvaro d’Ors stirbt in Pamplona. Álvaro d’Ors war ein spanischer Rechtswissenschaftler und Klassischer Philologe. Er war Spezialist für Römisches Recht und einer der führenden Rechtshistoriker in Spanien.
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Gestorben: Arnold Herdlitczka stirbt in Salzburg. Arnold Rudolf Herdlitczka, war ein österreichischer Rechtswissenschaftler. Er wirkte von 1935 bis 1967 als Professor für Römisches Recht und bürgerliches Recht an der Universität Innsbruck mit politisch bedingter Unterbrechung von 1939 bis 1945.
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Gestorben: Wolfgang Kunkel stirbt in München. Wolfgang Kunkel war ein deutscher Jurist und Rechtshistoriker. Er gehört zu den weltweit herausragenden Vertretern der Wissenschaft vom römischen Recht und der römischen Rechtsgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg. Sein ehrenhaftes und unangepasstes Verhalten während der Zeit des Nationalsozialismus verdient besondere Erwähnung.

Antike

1532

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen > Heiliges Römisches Reich: Hans Pfeil gibt die Constitutio Criminalis Bambergensis (Bambergische Peinliche Halsgerichtsordnung) heraus, die von Johann Freiherr zu Schwarzenberg im Auftrag seines Bischofs Georg III. Schenk von Limpurg verfasste Halsgerichtsordnung für Bamberg. Sie regelt neben dem materiellen Strafrecht auch das Prozessrecht, wobei die peinliche Befragung zur Erlangung von Geständnissen konstitutiv enthalten ist. Sie ist geprägt vom Gedankengut italienischer Rechtsschulen und ist Basis für die spätere Constitutio Criminalis Carolina Kaiser Karls V. von (1507)

40 v. Chr.

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Römisches Reich: Auf Antrag des Volkstribuns Falcidius wird das Falcidische Gesetz erlassen. Es regelt die Höhe eines Pflichtteils im römischen Erbrecht.

Politik & Weltgeschehen

1670

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen > Frankreich / Spanien:
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Jean-Baptiste Colbert beginnt im Auftrag von Ludwig XIV. mit der Ausarbeitung des Gesetzeswerks Code Louis. Aufgabe dieses Gesetzescodex ist es, unter Berücksichtigung des südfranzösischen Römischen Rechts und des nordfranzösischen Gewohnheitsrechts Ordnung in die Gesetze und Jurisdiktion des Königreichs zu bringen. Der erste zivilrechtliche Teil wird im Jahr 1667 veröffentlicht, der zweite strafrechtliche Teil im Jahr (1661)

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