Römisches Reich

Römisches Reich (lateinischImperium Romanum) bezeichnet das von den Römern, der Stadt Rom bzw. dem römischen Staat beherrschte Gebiet zwischen dem 8. Jahrhundert v. Chr. und dem 7. Jahrhundert n. Chr., wobei eine eindeutige Abgrenzung weder zur vorrömischen Epoche noch zum Byzantinischen Reich möglich ist. Die Bezeichnung Imperium Romanum für den römischen Machtbereich ist seit der Zeit Ciceros belegt. Die antike staatsrechtliche Bezeichnung lautete Senatus Populusque Romanus (S.P.Q.R.) – „Der Senat und das Volk von Rom“.

Die Herrschaftsform wandelte sich im Laufe der Zeit von einer (unsicher belegten) Königsherrschaft zur Republik und schließlich zum Kaisertum. Die Geschichte des Römischen Reiches lässt sich traditionell grob in vier Phasen gliedern, für die folgende – historisch nicht immer gesicherten – Zeiträume gelten:

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Italien

320 v. Chr.

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Die Samniten schließen Frieden mit der Stadt Tarent. Sie gewinnen außerdem das strategisch wichtige, mit Rom verbündete Luceria in Apulien. Bei Luceria gelingt den Römern allerdings kurz darauf ein Sieg über das samnitische Heer, das von den Römern unter das Joch geführt wird.

Römische Republik

125 v. Chr.

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Südfrankreich wird römische Provinz (Provence).

313 v. Chr.

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Die Römer gewinnen im Zweiten Samnitenkrieg die Städte Nola und Fregellae zurück. Eroberte Gebiete werden durch Festungen gesichert (Luceria, Saticula, Interamna, Suessa Aurunca, Caiatia, Sora).

318 v. Chr.

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Die apulischen Städte Teanum und Canusium unterwerfen sich den Römern.

336 v. Chr.

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Die Römer erobern Teanum Sidicinum, den Hauptort der Sidiciner.

351 v. Chr.

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Gaius Sulpicius Peticus und Tiberius Quinctius Pennus Capitolinus Crispinus werden römischeKonsuln.

Cursus Honorum

49 v. Chr.

Die Ermordung Caesars

44 v. Chr.

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20. März: Caesars Bestattung: Vor der Rednertribüne (Forum Romanum) haben Anhänger eine vergoldete Nachbildung des Tempels der Venus Genetrix errichtet. Vor den versammelten Römer und einem Heer in die Stadt geströmter Veteranen verliest Marcus Antonius -einst Volkstribun von Caesars Gnaden, später die rechte Hand des Diktators -das Testament des Toten: Jeder Bürger kriegt aus Caesars Privatschatulle als Geschenk 300 Sesterzen.

Wissenschaft & Technik

103 n. Chr.

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Römische Truppen beginnen mit dem Bau der Trajansbrücke über die Donau bei Drobeta im heutigen Rumänien. Die Brücke, deren Bau bis 105 dauern wird, wird für Unterstützung der Dakerkriege gebraucht. Der berühmte Architekt Apollodor von Damaskus wird mit der Planung der Brücke beauftragt.

102 n. Chr.

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Die Römer bauen einen Aquädukt von der Eifel nach Köln.

Religion

309 n. Chr.

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Römisches Reich: Unter Bischof Marcellus I. kommt es in der christlichen Gemeinde Roms zu Unruhen, da dieser für Christen, die während der Verfolgungen von ihrem Glauben abgefallen waren, strenge Strafen vorsieht. Als es in der Stadt zu öffentlichen Tumulten kommt, wird er von Maxentius aus Rom verbannt.

189 n. Chr.

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Römisches Reich: Viktor I. wird Bischof von Rom. Er ist Nachfolger von Eleutherus.

150 n. Chr.

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um 150: Christianisierung der römischen Provinzen in Nordafrika

Ereignisse

448 n. Chr.

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Auf einem Konzil in Konstantinopel unter Leitung des römischen Kaisers Theodosius II. wird Eutyches der Häresie angeklagt.

404 n. Chr.

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Endgültiges Verbot der Gladiatorenspiele im Römischen Reich durch Honorius.

389 n. Chr.

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Der römische Feldherr Arbogast schließt Frieden mit den Franken.

387 n. Chr.

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Armenien wird zwischen dem Römischen Reich und dem Perserreich der Sassaniden geteilt.

379 n. Chr.

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Am 19. Januar erhebt der römische Kaiser Gratian Theodosius I. zum Augustus und macht ihn zum Mitkaiser des Ostens.

Wirtschaft

214 n. Chr.

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Kaiser Caracalla führt gegen Ende des Jahres im Römischen Reich eine neue Münzeinheit ein, den (erst später so benannten) Antoninianus. Der Antoninian hat eine Wertigkeit von nominal zwei Denarii und zu Beginn der Prägungen ein Gewicht von etwa 5,5 Gramm. Nach dem Silberfeingehalt berechnet, entspricht er von Anfang an jedoch nur 1 1/2 Denar, ein Wert, der sich mit den Jahren noch verringern wird.

33 n. Chr.

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Ständig wiederkehrende Geldverknappung (Deflation) im Römischen Reich durch Hortung führt zu sozialen Unruhen und politischen Krisen. Kaiser Tiberius stellt der Bevölkerung 100 Millionen Sesterze zinslos für drei Jahre zur Verfügung, um den Zusammenbruch des Handels zu verhindern.

269 v. Chr.

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Im Römischen Reich werden erstmals Silbermünzen, so genannte Denare, geprägt. Erstmals erscheint auch die Göttin Roma auf Münzen.

Antike

378 n. Chr.

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Römisches Reich: Februar: Die Lentienser, ein Teilstamm der Alamannen, unternehmen einen Feldzug gegen Truppen des römischen Kaisers Gratian. Sie werden später bei der Schlacht bei Argentovaria (dem heutigen Oedenburg-Biesheim bei Neuf-Brisach im Elsass) vom römischen Heer unter Nanniemus und Malobaudes besiegt.

356 n. Chr.

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Römisches Reich: Die Römer sind in der Belagerung von Senonae siegreich.

296 n. Chr.

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Römisches Reich: Das Römische Reich und das Sassanidenreich befinden sich erneut im Krieg. Caesar Galerius wird von König Narseh in der Nähe von Karrhai geschlagen.

293 n. Chr.

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Römisches Reich: 1. März/21. Mai: Die Kaiser (augusti) Diokletian und Maximian ernennen Constantius I. und Galerius zu caesares -die beiden übernehmen die Verantwortung für Teile des von allen Seiten bedrängten Römischen Reichs und sind nur den augusti gegenüber verantwortlich. Weiterhin sind sie als Nachfolger Diokletians und Maximians bestimmt. Dieses System der Machtteilung wird als Römische Tetrarchie bekannt. Sie ist der Ursprung für die Teilung des Reiches, 100 Jahre später.

280 n. Chr.

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Römisches Reich: Nachdem Kaiser Probus in den Westen des Reichs aufbricht, bringen Soldaten und Bürger Ägyptens Julius Saturninus in Alexandria dazu, sich zum Gegenkaiser ernennen zu lassen. Noch bevor Probus auf die neue Bedrohung reagieren kann, wird Saturninus ermordet.

Europa

542 n. Chr.

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Kaiser Justinian I. schafft faktisch das altrömische Amt des Konsuls ab, auch wenn die folgenden Herrscher noch etwa 100 Jahre lang bei Antritt der Regierung für einige Tage dieses Amt bekleiden sollten.

453 n. Chr.

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Der pro-römisch eingestellte Theoderich II. wird Nachfolger Thorismunds als König der Westgoten.

426 n. Chr.

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Das Zitiergesetz von Theodosius II. schreibt vor, bei Rechtsentscheidungen den Ansichten der 5 „klassischen“ römischen Juristen Gaius, Papinian, Ulpian, Iulius Paulus und Herennius Modestinus zu folgen.
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Europa / Asien: Schlacht von Maranga zwischen dem Römischen Reich unter Julian und dem Sassanidenreich unter Schapur II.

360 n. Chr.

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Alamannen der Brisgavi überfallen raetische Grenzgebiete des Römischen Reiches. Ihr König Vadomar wird von Kaiser Julian gefangengenommen und nach Spanien verbannt.

Kunst & Kultur

1986

Kultur > UNESCO-Welterbe:
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Das römische Trier (Augusta Treverorum) mit Porta Nigra, Amphitheater, Kaiserthermen, Konstantinbasilika, Dom und Liebfrauenkirche (Rheinland)

240 v. Chr.

Kultur:
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In Rom werden von Staats wegen erstmals je eine griechische Tragödie und Komödie in lateinischer Übersetzung aufgeführt: schlagartiger Anbruch der römischen Literatur (vorklassische Periode) und des römischen Theaterwesens; Livius Andronicus verfasst noch im selben Jahr mit seinem Achilles das erste Drama in lateinischer Sprache.

Politik & Weltgeschehen

891 n. Chr.

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Bingen am Rhein wird von den Normannen überfallen. Die von den Römern im 1. Jahrhundert nach Chr. erbaute steinerne Brücke über die Nahe wird zerstört.

429 n. Chr.

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Mai: Völkerwanderung: Die hasdingischen Vandalen setzen zusammen mit den Silingen und Alanen unter König Geiserich vom Süden der Iberischen Halbinsel aus nach Nordafrika über und erobern in den folgenden Jahren die dortigen römischen Provinzen. Insgesamt handelt es sich um 15.000-20.000 Krieger und deren Familien.
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Der spätere römische Kaiser Constantius III. heiratet die Schwester des Kaisers Honorius, Galla Placidia.

401 n. Chr.

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Die Römer ziehen ihre Truppen nach Italien zurück, unter anderem wird das Kastell Deutz geräumt, ebenso eine Reihe von Kastellen im Alpenraum.

397 n. Chr.

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Erneuter Föderatenvertrag zwischen Rom und den Westgoten, die in Makedonien angesiedelt werden.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1987

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Werk > Film: „Kaisertum und Reich, WeltmachtRom VI“ (Ulla Lachauer)

1971

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Werk > Tschechische / slowakische Publikationen: – Dějiny psané Římem / Dejiny písané Rímom – Geschichte des Römischen Reiches (Vojtech Zamarovský)

1971

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Werk > Tschechische / slowakische Publikationen: – D?jiny psané ?ímem / Dejiny písané Rímom – Geschichte des Römischen Reiches (Vojtech Zamarovský)

1965

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Veröffentlichungen: Angkor and Rome: A historical comparison. London: Quaritch (Horace Geoffrey Quaritch Wales)

1934

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Werk: Der vergessene Kaiser – über Kaiser Diokletian sowie römische und germanische Geschichte des 3. Jahrhunderts (Gerhard Bohlmann)

Tagesgeschehen

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Gießen/Deutschland: In der archäologischen Fundstelle Waldgirmes wird ein lebensgroßer, goldener Pferdekopf aus der Römerzeit entdeckt.

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