Rührende Komödie

Die rührende Komödie oder das rührende Lustspiel (Übersetzung des französischen comédie larmoyante) ist ein Theatergenre des 18. Jahrhunderts, das ein ähnliches Ziel wie das bürgerliche Trauerspiel verfolgt, aber in der Regel glücklich ausgeht. Beide Gattungen kritisieren die Ständeklausel, die besagt, dass in der Tragödie nur Personen von höfischem Stand vorkommen sollten beziehungsweise eine Komödie keine ernsthafte Handlung haben könne. Die Darstellung von ernsten Themen müsse edlen Einzelschicksalen vorbehalten sein, da den niederen Ständen die „Fallhöhe“ fehle.

Während das bürgerliche Trauerspiel die Tragödie mit Hauptfiguren aus dem Bürgertum ergänzt und so die Ständeklausel übergeht, versetzt die „rührende Komödie“ ihr nicht-adliges Personal in ernsthafte Situationen. Sie stellt eine Mischform dar, bei der die generell komödienhafte Handlung durch ernste Elemente angereichert wird. Die Rührung stellt sich durch die Erfahrung allgemein menschlicher Werte ein, die nicht an Stände gebunden sind wie Elternliebe und Kindesliebe (vgl. Empfindsamkeit).

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