Radioaktivität

Radioaktivität (lateinischradius „Strahl“ und activus „tätig“, „wirksam“; zusammengesetzt also „Strahlungsaktivität“) ist die Eigenschaft instabiler Atomkerne, spontan ionisierende Strahlung auszusenden. Der Kern wandelt sich dabei unter Aussendung von Teilchen in einen anderen Kern um oder ändert unter Energieabgabe seinen Zustand.

Die Bezeichnung wurde 1898 erstmals vom Ehepaar Marie Curie und Pierre Curie für das zwei Jahre vorher von Antoine Henri Becquerel entdeckte Phänomen geprägt. Der Umwandlungsprozess wird auch als radioaktiver Zerfall oder Kernzerfall bezeichnet. Atomsorten mit instabilen Kernen werden Radionuklide genannt.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Walter Herrmann (Physiker) stirbt in Leipzig, beerdigt in Querfurt. Heinrich Walter Herrmann war ein deutscher Physiker auf den Gebieten Kernphysik und Radioaktivität.
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Gestorben: Carl Friedrich Weiss stirbt in Leipzig. Carl Friedrich Weiss war ein deutscher Physiker auf dem Gebiet der Radioaktivität.
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Gestorben: Louis Harold Gray stirbt in Northwood. Louis Harold Gray war ein britischer Physiker und Radiologe sowie Begründer der Radiobiologie. Seine Arbeit befasste sich mit der Wirkung von Strahlung und Radioaktivität auf biologische Systeme. Unter anderem definierte er die später nach ihm als Gray (Gy) benannte SI-Einheit der absorbierten Strahlendosis.
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Gestorben: John Mitchell Nuttall stirbt. John Mitchell Nuttall war ein englischer Physiker. Er ist vor allem dadurch bekannt, dass er mit Hans Geiger zusammen die Geiger-Nuttall-Regel für den radioaktiven Zerfall aufgestellt hat.
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Gestorben: Stefan Meyer (Physiker) stirbt in Bad Ischl. Stefan Meyer war ein österreichischer Physiker und Pionier der Erforschung der Radioaktivität.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1903

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Ehrung: teilte sich Becquerel den Nobelpreis für Physik mit den französischen Physikern Pierre Curie und Marie Curie für ihre Arbeit zur Radioaktivität. Er erhielt den Preis „als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, das er durch die Entdeckung der spontanen Radioaktivität erworben hat.“ (Henri Becquerel)

1903

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Ehrung: teilte sich Becquerel den Nobelpreis für Physik mit den französischen Physikern Pierre Curie und Marie Curie für ihre Arbeit zur Radioaktivität. Er erhielt den Preis „als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, den er sich durch die Entdeckung der spontanen Radioaktivität erworben hat.“ (Henri Becquerel)

Wissenschaft & Technik

1905

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Egon Schweidler entdeckt den ersten nicht-kausalen physikalischen Prozess und erklärt die statistische Natur der Radioaktivität.

1902

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Ernest Rutherford und Frederick Soddy entwickeln die Theorie vom Atomzerfall unter Aussendung von Alpha- und Betastrahlen.

1898

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Marie Curie und Gerhard Carl Schmidt erkennen die Radioaktivität des Thorium
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Ereignisse > Wissenschaft und Technik: Bei der Entwicklung von Fotoplatten eines Versuchs zur Röntgenstrahlung entdeckt Antoine Henri Becquerel die Radioaktivität. (1. März)

1896

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1. März: Bei der Entwicklung von Fotoplatten eines Versuchs zur Röntgenstrahlung entdeckt Antoine Henri Becquerel die Radioaktivität.

Rundfunk, Film & Fernsehen

1984

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Film: C.H.U.D. -Panik in Manhattan ist ein US-amerikanischer Horrorfilm von Douglas Cheek. Der B-Movie von 1984 handelt von radioaktiven Monstern, die sich in der Kanalisation von Manhattan aufhalten. 1989 entstand eine Fortsetzung mit dem Titel C.H.U.D. -Das Monster lebt.

Stab:
Regie: Douglas Cheek
Drehbuch: Parnell Hall Shepard Abbott
Produktion: Andrew Bonime
Musik: David A. Hughes
Kamera: Peter Stein
Schnitt: Claire Simpson

Besetzung: John Heard, Daniel Stern, Christopher Curry, Kim Greist

Gesellschaft & Soziales

1987

Ereignisse > Gesellschaft:
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Ein in der brasilianischen Stadt Goiânia entwendeter Bleibehälter eines Strahlentherapiegerätes wird als Quelle für die Erkrankung mehrerer Menschen identifiziert. Beim sogenannten Goiânia-Unfall sind in den beiden Wochen zuvor zahlreiche Menschen sowie ganze Straßenzüge der Stadt durch das Austreten von radioaktivemCaesium-137 kontaminiert worden. (28. September)

Ereignisse > Wirtschaft

1999

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In der Wiederaufarbeitungsanlage für abgebrannte Brennelemente im japanischen T?kai kommt es zum bis zu diesem Zeitpunkt schwersten Unfall des Landes. Mindestens 150 Menschen werden starker Radioaktivität ausgesetzt, woran zwei Arbeiter sterben, und hunderte Anwohner kontaminiert. (30. September)

Tagesgeschehen

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Hamburg/Deutschland: Der Fall des mit Polonium vergifteten ehemaligen KGB-Agenten Alexander Litwinenko hat nun auch deutschen Boden erreicht. In Hamburg-Ottensen finden Ermittler ebenfalls Spuren des hochgradig radioaktivenPoloniums 210 in dem Mehrfamilienwohnhaus seines Kontaktmannes Dmitri Kowtun. Kowton hatte Litwinenko am 1. November, dem vermuteten Zeitpunkt der Vergiftung, in London getroffen. Der 41-jährige Kowton befindet sich aufgrund seiner eigenen Strahlenkrankheit in einem Moskauer Krankenhaus. Scotland Yard unterstützt die Ermittlungen der deutschen Staatsanwaltschaft.
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Südkorea: Der Abwehrdienst der Staatssicherheit hat ermittelt, dass der von Nordkorea am 9. Oktober durchgeführte Waffentest tatsächlich eine Nuklearexplosion war. Auch in Luftproben von US-Flugzeugen werden Spuren von Radioaktivität festgestellt.
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Moskau/Russland: Bei einem Brand an Bord eines russischen Atom-U-Bootes kommen zwei Besatzungsmitglieder ums Leben. Der Zwischenfall geschah bereits am 6. September. Da keine Gefahr radioaktiver Kontamination besteht, wird das U-Boot nun in den Hafen der Marinebasis Widjajewo geschleppt.
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Gorleben (Niedersachsen): Fünf Transportbehälter aus dem Atomkraftwerk Krümmel, die im Zwischenlager Gorleben gelagert sind, zeigen eine erhöhte Radioaktivität an der Außenhaut.
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Richmond/Virginia: Das Berufungsgericht im US-Bundesstaat Virginia entscheidet im Fall eines 2002 festgenommenen US-Bürgers für das Recht der Bundesbehörden zur Inhaftierung eines Terror-Verdächtigen ohne Anklageerhebung auf unbestimmte Zeit. Ein Urteil in erster Instanz hatte diese Verfahrensweise als willkürlich abgelehnt. Der Mann soll nach Behördenangaben einen Anschlag mit einer radioaktiv verseuchten Bombe vorbereitet haben und wurde nach seiner Verhaftung fast zwei Jahre ohne Zugang zu einem Anwalt als „feindlicher Kämpfer“ festgehalten.

Gefährdungen mariner Systeme > Schadstoffe

2011

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Radioaktivität: Meere und Ozeane werden durch radioaktiv kontaminierte Abwässer und versenkte Abfallstoffe belastet. In Europa kommen 90 Prozent dieser Einleitungen aus zwei Wiederaufarbeitungsanlagen: La Hague und Sellafield. Von dort aus verteilt sich der flüssige Atommüll im Nordostatlantik und in der Nordsee und erreicht auch die Deutsche Bucht. Laut Angaben von Greenpeace pumpt die staatliche Betreiberfirma der Wiederaufarbeitungsanlage von Sellafield, British Nuclear Fuels, jeden Tag rund acht Millionen Liter radioaktive Abwässer in die Irische See, also knapp 3? Milliarden Liter im Jahr. Aus der Anlage in La Hague gelangen demnach jährlich rund 500? Millionen Liter in den Ärmelkanal. Laut Nuclear Energy Agency (NEA) und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) haben 9 Staaten an 15 Stellen im Nordostatlantik bis 1982 insgesamt 114 726 Tonnen Atommüll in 222 732 Fässern versenkt. (Altlasten in den Meeren) (Meeresschutz)

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