Radiorekorder

Ein Radiorekorder (moderne Schreibweise auch Radiorecorder) ist ein tragbares Audiogerät mit Wiedergabe- und Aufnahmefunktionen für Audiokassetten (Kassettenrekorder) und eingebautem Radio zum Empfang von Hörfunksendungen. Das Gerät ist eine Weiterentwicklung der vordem verwendeten tragbaren Transistor- oder Kofferradios, mit denen nichts aufgezeichnet werden konnte.

Viele Geräte besitzen ein eingebautes Mikrofon, oft auch ein zweites Kassettenteil oder – seit Mitte der 1980er Jahre – auch ein CD-Laufwerk zum Überspielen auf einen zweiten Tonträger. Heutige Geräte weisen teilweise Steckplätze (engl. slots) für Speicherkarten oder USB-Anschlüsse für Geräte mit MP3-Dateien auf.



Geschichte




Die Idee, einen Rundfunkempfänger mit einem Magnetbandgerät zu kombinieren, wurde bereits vor Einführung der Kompaktkassette verwirklicht. Schon in den fünfziger Jahren waren Tonbandgeräte mit eingebautem Hörfunkempfangsteil auf dem Markt. Jedoch machten die zur Bewegung der großen Bandspulen nötigen kräftigen Elektromotoren und die damals üblichen Röhrenverstärker die Geräte groß und schwer (häufig 10 kg und mehr) und gestatteten nur einen Betrieb am Stromnetz. In den sechziger Jahren machten die Einführung der Transistortechnik einerseits sowie die Entwicklung dünnerer Magnetbänder und die damit mögliche Reduzierung des Spulendurchmessers andererseits die Entwicklung batteriebetriebener, tragbarer Geräte möglich. Solche Radio-Tonband-Kombinationen erlangten jedoch weder hinsichtlich Modellvielfalt noch bezüglich der Verkaufszahlen besondere Bedeutung. Erst mit der Verwendung von Kompaktkassetten, also nach nochmaliger deutlicher Reduzierung des Spulendurchmessers und Vereinfachung der Handhabung, hatte das Konzept Erfolg.Radiorekorder hatten ihre Blütezeit in den 1970er und frühen 1980er Jahren. Insbesondere die in den USA und Japan produzierten Geräte hatten oft ein pompöses Aussehen mit riesigen Lautsprechern und vielen Zusatzfunktionen (Karaoke, Equalizer oder auch kleine Fernseher).Große Geräte mit leistungsstarken Verstärkern und oft auch abnehmbaren Boxen wurden umgangssprachlich als Boombox oder Ghettoblaster bezeichnet. Das leitet sich zum einen ab von Englisch to blast, hier: „Krach machen“, zum anderen von Ghetto als den Wohngebieten meist sozial benachteiligter Afroamerikaner und Hispanics in den USA. Der Ghettoblaster spielte eine bedeutende Rolle in der Entwicklung des Hip-Hop und seiner oft straßenzentrierten Kultur (vgl. Breakdance, Graffiti).Die Lautsprecher ließen trotz Einschränkungen durch den Batteriebetrieb hohe Schallpegel zu. In der Regel wurden Breitbandlautsprecher verwendet, oft von Hochtönern unterstützt. Charakteristisches Merkmal der Radiorekorder ist die im Verhältnis zur geringen Bautiefe große Front mit vielen LEDs und Bedienelementen....

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Timbuk 3 wird in Wausau, Wisconsin geboren. Timbuk 3 war eine US-amerikanische Band, die 1986 in Austin, Texas gegründet wurde und zunächst nur aus dem Ehepaar Pat MacDonald und Barbara K. MacDonald bestand. Anfangs spielte das Duo unterstützt von eigenen Aufnahmen der Begleittracks, die von einem großen Ghetto-Blaster abgespielt wurden. 1991 kamen Wally Ingram und Courtney Audain zur Band hinzu. Timbuk 3 nahmen zwischen 1986 und 1995 etliche Alben auf, von denen das erste Album „Greetings From Timbuk 3“ den Hitparaden-Song „The Future's So Bright I Gotta Wear Shades“ hervorbrachte. Der Bandname ist eine Abwandlung eines im anglophonen Raum sehr bekannten Wortspiels mit dem Namen der Stadt Timbuktu, welcher wie „Timbuk Two“ gesprochen wird und somit scherzhaft auch als Name eines Duos angesehen werden kann. Die Band löste sich 1995 auf und die Bandmitglieder veröffentlichten einzelne Soloprojekte.

Kunst & Kultur

1973

Bildergalerie:
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Tragbarer Radiorekorder IDOL+recorder 115A (Nordmende)

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