Rajongemeinde Jonava

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Jonavos rajono savivaldyb?
(Rajongemeinde Jonava)
Wappen
BezirkKaunas
Koordinaten5447?N, 2440?OKoordinaten:5447?N, 2440?O
GemeindesitzJonava
Grte Stdte/OrteJonava (28.556 E)
Rukla (2.376 E)
Upninkai (1.019 E)
?eimiai (962 E)
?veicarija (812 E)
U?usaliai (584 E)
Anzahl der Stdte1
Anzahl der Stdtchen3
Anzahl der Drfer277
Einwohner43.198
Flche944km
Bevlkerungsdichte55,5
Vorwahl+370+(370) 349
RegierungsparteiSocialdemokrat? partija
BrgermeisterEugenijus Sabutis
Gre des Gemeinderats25 Sitze
ISO 3166-2LT-10
http://www.jonava.lt/

Die Rajongemeinde Jonava (lit. Jonavos rajono savivaldybė) ist eine der 60 Selbstverwaltungsgemeinden in Litauen. Sie umfasst neben der Stadt Jonava (28.500 Einwohner) die drei Städtchen (miesteliai) Panoteriai (399 Einwohner), Rukla (2.376 Einwohner) und Žeimiai (962 Einwohner, urkundlich im Jahre 1363 erwähnt) sowie 277 Dörfer, darunter Upninkai mit 1.019 Einwohnern. In der Gemeinde leben 43.200 Einwohner (Stand 2016).



Inhaltsverzeichnis



Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die höchste Erhebung ist das Os Kulva, 117 Meter über dem Meeresspiegel. Die niedrigsten Orte liegen in den Tälern der Flüsse Neris und Šventoji. In der Rajongemeinde gibt es 7 Seen und 4 Stauseen. Durch die Gemeinde fließen die Neris, die Šventoji, die Lankesa (im Nordwesten), die Širvinta (am östlichen Rand der Gemeinde), die Barupė, die Lietauka, der Lokys. Durch die Stadt Jonava, das Zentrum der Rajongemeinde, fließt die Varnaka.

Es gibt viele Orte mit ausländischen Namen: Šveicarija (Schweiz), Paryžius (Paris), Londonas (London), Venecija (Venezia).



Amtsbezirke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtsbezirke der Rajongemeinde Jonava
Bild: Liftarn
Lizenz: PD-LT-exempt (coats of arms)

Bukonys, Dumsiai, Jonava, Kulva, Rukla, Šilai, Upninkai, Užusaliai, Žeimiai.



Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt diese staatlichen Natur- und Landschaftsschutzgebiete:



Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Žeimiai wurde 1319 von Maciej Stryjkowski (1547–1593) bei der Beschreibung der Schlacht von Gediminas mit Kreuzritterorden und 1363 Zeymen in historischen Quellen erwähnt. 1364 wurde Sviloniai in Kreuzritterkroniken und 1382 Kulva in der neuen Preußenchronik erwähnt. 1522 wurden Lipnikai und Gutshof Lipnikai erwähnt. Der Gutshof gehörte den Skorulskiai, deswegen hieß der Ort 1592 als Skaruliai. Mitte des 18. Jahrhunderts kauften Kosakovskiai den Gutshof Skaruliai. Nach 1750 entstand am anderen Ufer der Neris das Städtchen Jonava.

Das Rajon Jonava wurde Juni 1950 aus 14 Umkreisen vom Bezirk Kaunas, 8 Umkreisen vom Bezirk Kėdainiai, 1 Umkreis vom Bezirk Širvintos und 4 Umkreisen von Bezirk Ukmergė. Von 1950 bis 1953 gehörte das Rajon dem Gebiet Kaunas in Sowjetlitauen. Dezember 1962 wurde das Rajon Jonava an das Rajon Kaunas angegliedert, aber 1965 wieder ergründet.

1962 baute man das sowjetische Stickstoffdünger-Werk G/S Azotas im Dorf Jonalaukis.

1986 wurde die Taurosta-Straßenbrücke über die Neris in Gudžioniai, 2 Kilometer von der Stadt Jonava zur Verbindung des Chemieunternehmens „Azotas“ mit dem Dorf Laukagaliai und damit der Rajonstadt gebaut.

Nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Litauens gab es eine kommunale Reform. 1995 wurde die Rajongemeinde Jonava im Bezirk Kaunas gegründet. Die Rajongemeinde wurde in Amtsbezirke gegliedert. Der Amtsbezirk Jonava ist der größte Amtsbezirk der Gemeinde. Oktober 2009 bildete man 48 Unterbezirke (seniūnaitija).

2011 gab es in der Šilai-Farm des Schweinefleisch-Unternehmens UAB „Beržų kompleksas“ Klassische Schweinepest und 2017 Afrikanische Schweinepest. 2011 sollten 16.000 und 2017 etwa 23.464 Schweine der gezüchteten Landrasse getötet werden.



Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1622 wurde die katholische St.-Anna-Kirche Skaruliai gebaut. 1750 baute man in Jonava die erste hölzerne und 1793 die zweite katholische Kirche.

1893 lebten 3069 Juden (92 % der 3350 Einwohner) in der Stadt Jonava.

1932 gab es in Jonava sieben Synagogen. Bisher sind vier orthodoxe Kirchen (in Užusaliai, Rimkai, Perelozai, Baltromiškė) erhalten.

Die heutige Gemeinde ist überwiegend katholisch. Das Dekanat Jonava der römisch-katholischen Diözese Kaunas hat acht Pfarrgemeinden mit acht Kirchen (in der Altstadt Jonava, Skaruliai, Bukonys, Kulva, Panoteriai) und fünf Kapellen (in Žeimiai, Šilai und Šmatai).



Militr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Raketenbasis Gulbiniškiai
Bild: Liftarn
Lizenz: PD-LT-exempt (coats of arms)

Im Gemeindestädtchen Rukla befinden sich drei Einheiten der litauischen Streitkräften sowie NATO Enhanced Forward Presence. Früher gab es hier ein sowjetisches Militärstädtchen mit den Einrichtungen und den Einheiten der Sowjetarmee von Sowjetunion. Der Truppenübungsplatz Gaižiūnai ist seit der Zeit der Kaiserlich Russischen Armee im Russischen Kaiserreich bekannt. In Gaižiūnai wurde Aerodrome Gaižiūnai eingerichtet. In Gulbiniškiai gab es die Raketenbasis Gulbiniškiai. Im Rajon Jonava gehörten die entsprechenden Bewaldungen der Militärförsterei Kaunas. Insgesamt betrug die sowjetische Militärbasis 8.000 Hektar im Rajon Jonava und etwa 3.500 ha im Rajon Kaišiadorys. Im Rajon Jonava wurden insgesamt etwa 25.000 Soldaten eingesetzt.



Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 zogen folgende Parteien in den Gemeinderat ein (in Klammern die Zahl der Mandate): Lietuvos socialdemokratų partija (6), Lietuvos valstiečių liaudininkų sąjunga (4), Darbo partija (4), Lietuvos Respublikos liberalų sąjūdis (3), Tvarka ir teisingumas (3), Tėvynės sąjunga – Lietuvos krikščionys demokratai (3), Liberalų ir centro sąjunga (2) und Socialistinis liaudies Frontas (2). Insgesamt gab es 27 Plätze im Gemeinderat.

Seit 2015 gibt es nur 25 Plätze (Mandate) im Gemeinderat. 6 Parteien sind von 2015 bis 2019 vertreten: LSDP (60 % oder 15 Mandate von 25), Lietuvos Respublikos liberalų sąjūdis (3 Mandate), Tėvynės sąjunga – Lietuvos krikščionys demokratai (2 Mandate), Lietuvos valstiečių ir žaliųjų sąjunga (2 Mandate), Darbo partija (2), Tvarka ir teisingumas (1).

Im März 2015 wurde Sozialdemokrat Mindaugas Sinkevičius zum Bürgermeister der Rajongemeinde Jonava bei den direkten Wahlen der litauischen Bürgermeister mit der Stimmenmehrheit von 71,20 % schon im ersten Wahlgang gewählt. Im April 2017 wurde Sozialdemokrat Eugenijus Sabutis zum Bürgermeister der Rajongemeinde Jonava bei den wiederholten Wahlen der litauischen Bürgermeister im zweisten Wahlgang gewählt, da Sinkevičius im Dezember 2016 zurücktrat.



Brgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltung der Gemeinde
Bild: Liftarn
Lizenz: PD-LT-exempt (coats of arms)
PersonGeburtTodBerufParteiAmtszeit
VonBis
Domininkas Kosakovskis* 17111743Beamter17401743
Marija Kosakovskien?-Zabielait?* 17041776Gutsbesitzerin17501776
Juozas Kaunas* 18701936Lehrer19261936
Petras Vaitiek?nas* 18911946Priester19371940
Kazys Alyta* 18811942Offizier19401941
Stasys Apanavi?ius* 19331994KPdSU-FunktionrLKP19661973
Tal? Stankevi?ien?* 19??KPdSU-FunktionrinLKP19731977
Edvardas Prichodskis* 19362012LehrerLKP19771988
Jonas Valys* 19??LKP19881990
Vincentas Pranevi?ius* 1938ZootechnikerLDDP19901992
Edmundas Gedvila
(Deputiertenrat-Vorsitzender)
* 1943Milliz-JuristLSDP19901995
Edmundas Simanaitis* 19292017ElektromechanikerTS19951997
Jonas Klemensas Sungaila* 1948Mechaniker, konomLVP19972000
Egidijus Sinkevi?ius* 1956konomLCS20002001
Eugenijus Ma??naitis* 19472010konomLDDP20012003
Bronislovas Liutkus* 1960ElektroingenieurLV?S20032011
Mindaugas Sinkevi?ius* 1984Manager, JuristLSDP20112016
Eugenijus Sabutis* 1975Jurist, PhilosophLSDP12.2016


Vizebrgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995-1997: Donatas Juodel? (* 1958)
  • 2000-2003: Rimvydas Pa?kauskas (* 1956)
  • 2003?2004: Edmundas Mulokas (* 1957)
  • 2004-2007: Juozas Storpir?tis (* 1947)
  • 2007-2010: Vytas Vaicekauskas (* 1967)
  • 2008?2011: Mindaugas Sinkevi?ius (* 1984)
  • 2011?2015: Remigijus Osauskas (* 1974)
  • 2015?2017: Eugenijus Sabutis (* 1975)
  • Seit 2017: Erlandas Andrejevas (* 1985)


Ehrenbrger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Shne und Tchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Kirchen
Katholische Kapellen
Orthodoxe Kirchen

Krankenhuser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Krankenhaus Jonava wurde 1971 gebaut.



Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ?Jonavos rajone ? did?iausias AKM ?idinys Lietuvoje (Wirtschaftsblatt Verslo ?inios)
  2. ?Jonavos mi?k? ur?dija tapo sen? karini? objekt? karalyst? (Generalforstamt Litauens)
  3. ?Po rinkim? Jonavos savivaldyb?s taryboje suma??s politik? (Jurgita Vil?inskien?, JonavosZinios.lt, 5. Januar 2015)
  4. ?Ergebnisse 2015 (Kommunalwahlen in Litauen 2015)
  5. ?Taurosta

Die Rajongemeinde Jonava (lit. Jonavos rajono savivaldybė) ist eine der 60 Selbstverwaltungsgemeinden in Litauen. Sie umfasst neben der Stadt Jonava (28.500 Einwohner) die drei Städtchen (miesteliai) Panoteriai (399 Einwohner), Rukla (2.376 Einwohner) und Žeimiai (962 Einwohner, urkundlich im Jahre 1363 erwähnt) sowie 277 Dörfer, darunter Upninkai mit 1.019 Einwohnern. In der Gemeinde leben 43.200 Einwohner (Stand 2016).

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Vincas Algirdas Pranckietis stirbt in Jonava. Vincas Algirdas Pranckietis war ein litauischer römisch-katholischer Priester und Ehrenbürger der Rajongemeinde Jonava.
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Gestorben: Edvardas Prichodskis stirbt in Jonava. Edvardas Prichodskis war ein sowjetlitauischer Politiker der Rajongemeinde Jonava, erster Sekretär des Ausführungskomitee des Volksdeputatenrats, ab 2000 Ehrenbürger der Rajongemeinde Jonava.
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Gestorben: Eugenijus Mažūnaitis stirbt in Jonava, Litauen. Eugenijus Mažūnaitis war ein litauischer Politiker, Bürgermeister der Rajongemeinde Jonava (2001–2002).
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Geboren: Mindaugas Sinkevičius wird in Jonava, Litauen geboren. Mindaugas Sinkevičius ist ein litauischer Politiker, Bürgermeister der Rajongemeinde Jonava und ehemaliger stellvertretender Bürgermeister.

1966

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Geboren: Laimutis Alechnavičius wird in Upninkai, Rajongemeinde Jonava, Litauen geboren. Laimutis Alechnavičius ist ein litauischer Jurist, Richter im Obersten Verwaltungsgericht Litauens.

Bürgermeister

1941

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Kazys Alyta (1881–1942)

Sakralbau

1925

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Kirche Kulva

1905

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Kirche Perelozai

1900

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Kirche Rimkai

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1998

Gründung:
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UAB Agrochema ist ein agrochemisches Unternehmen in der Rajongemeinde Jonava (Litauen), Mitglied des litauischen Konzerns „Achemos grupė“. 2011 erzielte das Unternehmen den Umsatz von 500 Mio. Litas (145 Mio. Euro). „Agrochema“ bietet die Dienstleistungen und Waren über die Kette von Agrozentren „Agromax“. Im Unternehmen arbeiten 240 Mitarbeiter.

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