Ravenna

Ravenna (veraltet deutsch: Raben) ist eine Stadt in Italien mit 159.057 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016). Sie ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Ravenna in der Region Emilia-Romagna. Die Stadt lag ursprünglich unmittelbar an der Adria. Infolge von Verlandung beträgt die Entfernung des Stadtkerns von der Küste heute etwa neun Kilometer. Der Hafen ist durch den Canale Candiano mit der Küste und dem Seebad Marina di Ravenna verbunden. Ravenna ist Erzbischofssitz.

Von 402 bis 476 war die Stadt Hauptresidenz der weströmischen Kaiser. In den folgenden Jahrzehnten residierten hier auch Odoaker, Theoderich der Große und dessen Nachfolger. Nach der Rückeroberung Italiens durch oströmische Truppen war Ravenna bis zur Einnahme durch die Langobarden im Jahre 751 Zentrum eines kaiserlichen Exarchats (Exarchat von Ravenna).

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Sehenswürdigkeiten > Museen

2009

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Sogenannter Palast Theoderichs, Gebäude des 8. Jahrhunderts mit einem Ausstellungsraum im Obergeschoss, in dem Fragmente von Fußbodenmosaiken gezeigt werden, die im Palastgelände freigelegt wurden. Eintritt frei.

1508

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Städtisches Kunstmuseum und Gemeinde-Pinakothek (MAR - Museo d’Arte della citt?? e Pinacoteca Comunale, Homepage (ital.) hier online); Lombardische Loggia.

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Ersilio Tonini stirbt in Ravenna. Ersilio Kardinal Tonini war Erzbischof von Ravenna-Cervia. Bis zu seinem Tod war er der älteste lebende Kardinal.
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Gestorben: Arrigo Boldrini stirbt in Ravenna. Arrigo Boldrini war ein italienischer Politiker und Mitglied der Kommunistischen Partei Italiens (P.C.I.).
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Gestorben: Guido Gagliardi stirbt in Ravenna, Italien. Guido Gagliardi war ein italienischer Schauspieler.
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Gestorben: Friedrich Wilhelm Deichmann stirbt in Mentana. Friedrich Wilhelm Deichmann war ein deutscher Christlicher Archäologe und byzantinischer Kunsthistoriker. Er ist insbesondere mit der Erforschung der Stadt Ravenna verbunden.
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Gestorben: Benigno Zaccagnini stirbt in Ravenna. Benigno Zaccagnini war ein italienischer Politiker und Arzt.

Germanien

19 n. Chr.

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Der nach dem Kampf gegen Arminius geschwächte Markomannenkönig Marbod wird durch die Goten unter Katwalda gestürzt. Es ist das erste Mal, dass die Goten geschichtlich in den Vordergrund treten. Marbod flieht ins Römische Reich und wird in Ravenna festgesetzt.

Antike

408 n. Chr.

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Römisches Reich: Die Westgoten fallen unter Alarich in Italien ein und erpressen Lösegeld. Als der weströmische Kaiser Honorius ihnen Wohnsitze im Noricum verweigert, belagern sie Rom und erzwingen die Erhebung des Stadtpräfekten Attalus zum weströmischen Kaiser. In der Folge belagert Alarich auch noch Ravenna, wohin sich Kaiser Honorius zurückgezogen hat. Zugleich erhalten die Goten zusätzliche Verstärkung durch Truppen unter Alarichs Schwager Athaulf, der im selben Jahr den Pass im Birnbaumer Wald bei Aquileia überquert.

307 n. Chr.

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Römisches Reich: Frühjahr: Kaiser Severus zieht mit seiner Armee gegen den in Rom residierenden Usurpator Maxentius, den Sohn des ehemaligen Kaisers Maximian. Dieser kehrt aus dem Ruhestand in den Senat zurück und macht bei den Legionen seinen Einfluss für seinen Sohn geltend. Als Severus Rom erreicht, läuft ein Großteil seiner Soldaten zu Maxentius über. Severus zieht sich nach Ravenna zurück.

Ereignisse

520 n. Chr.

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Theoderich der Große lässt sein Grabmal in Ravenna errichten (Mausoleum des Theoderich).

491 n. Chr.

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Die Ostgoten und Theoderich dem Großen beginnen mit der Belagerung von Ravenna (Rabenschlacht), der Hauptstadt des Reiches Odoakers; sie dauert zwei Jahre an.

487 n. Chr.

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Odoaker, König von Italien, zieht an die Donau und zerstört das dortige Reich der Rugier. Ihr König Feletheus wird gefangengenommen und in Ravenna hingerichtet, dessen Sohn Fredericus flieht zu den Ostgoten unter Theoderich den Großen.

402 n. Chr.

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Ravenna wird anstelle des von den Westgoten belagerten Mailand neue Hauptstadt des Weströmischen Reiches.

Langobarden

751 n. Chr.

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Aistulf, König der Langobarden, erobert Ravenna und die Romagna von Byzanz. Dies bedeutet das Ende des Exarchats von Ravenna.

Politik & Weltgeschehen

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Einzug der Langobarden unter Alboin in Mailand; auch mehrere andere Städte ergeben sich den Langobarden kampflos; Pavia dagegen wird drei Jahre lang belagert. Unterdessen dringen die Langobarden südwärts nach Tuscien und in die Emilia vor, während das Exarchat um Ravennaoströmisch bleibt.
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Papst Johannes I. stirbt in Ravenna, wenige Tage, nachdem er von Ostgotenkönig Theoderich dem Großen eingekerkert worden war, an den Folgen der Haft. Grund der Inhaftierung war, dass die Reise Johannes' nach Konstantinopel, wo er im Auftrag Theoderichs Kaiser Justin I. zu einer arianerfreundlicheren Politik bewegen sollte, fehlgeschlagen war.

519 n. Chr.

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Die Synagoge von Ravenna wird vom christlichen Mob niedergebrannt. Theoderich der Große ordnet den Wiederaufbau auf Kosten der Stadt an.

452 n. Chr.

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Attila, König der Hunnen und Führer einer umfassenden Stammeskoalition, führt nach der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern (451) bereits im folgenden Jahr eine riesige Armee nach Italien; Aquileia wird zerstört, Padua, Bergamo, Brescia, Novara, Mailand und Pavia werden erobert, Kaiser Valentinian III. flieht aus seiner Residenz Ravenna nach Rom. Zwar wird Attila von Papst Leo dem Grossen ohne einen Schwertstreich davon abgebracht, Rom zu attackieren, aber trotzdem wird angenommen, dass er bei seinem Durchmarsch große Flüchtlingsströme in Gang brachte. Der Überlieferung nach ist auch die Gründung Venedigs auf den Hunnensturm zurückzuführen, vor dem man sich in die Lagunen flüchtete.

430 n. Chr.

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Rua wird alleiniger Herrscher der Hunnen; dessen Neffe Attila befindet sich seit 410 am weströmischen Hof von Ravenna als Geisel.

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

967 n. Chr.

Ersturkundliche Erwähnungen:
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Zeitz erstmals auf der Synode von Ravenna urkundlich erwähnt .

Religion

998 n. Chr.

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Kaiser Otto III. ernennt Gerbert von Aurillac, den späteren Papst Silvester II., zum Erzbischof von Ravenna und Leo von Vercelli zum Bischof der piemontesischen Stadt Vercelli.

666 n. Chr.

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Der byzantinische Kaiser Konstans II. löst die Kirche von Ravenna aus der Oberhoheit Roms unter Papst Vitalian und macht sie zu einer selbständigen Kirche.

424 n. Chr.

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Petrus Chrysologus wird Bischof von Ravenna.

Sehenswürdigkeiten > Kirche

1734

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Dom (Duomo) ; im Dom befinden sich die Kanzel des Bischofs Agnellus (6. Jahrhundert), Sarkophage aus dem 5. Jahrhundert und eine Krypta aus dem 10. Jahrhundert.

Europa

1231

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Reichstag in Ravenna: Verbot für alle deutschen Städte, Stadträte und Bürgermeister einzusetzen bzw. Einigungen, Bruderschaften oder Zünfte zu bilden.

751 n. Chr.

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Ereignisse > Europa: Die Eroberung Ravennas durch die Langobarden beendet die byzantinische Herrschaft in Mittelitalien. (8. Jahrhundert)

692 n. Chr.

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Kaiser Justinian II. ordnet die Verhaftung von Papst Sergius I. an, um ihm den Prozess wegen Nichtanerkennung der Beschlüsse der Trullanischen Synode zu machen. Da sich die kaiserlichen Milizen der Byzantiner in Ravenna und Rom dem Befehl verweigern, scheitert das Vorhaben.

615 n. Chr.

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Johannes Lemigius, oströmischer Exarch von Ravenna, fällt einer Revolte zum Opfer.
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572 od. 573: Offenbar auf Veranlassung seiner Frau Rosamunde wird der Langobardenkönig Alboin in Verona ermordet; Rosamunde entkommt nach Ravenna zu den Oströmern. Neuer König der Langobarden wird Cleph.

Sonstige Ereignisse

1872

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Römische Landschaft (Ferdinand Knab)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1905

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Bauwerk: Neues Mausoleum: eine Grablege der großherzoglichen Familie im Park Rosenhöhe, Darmstadt. Das Bauwerk ist dem Mausolem der römischen Kaiserin Galla Placidia in Ravenna nachempfunden. (Karl Hofmann (Architekt))

1905

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Bauwerk: Neues Mausoleum als Grablege der großherzoglichen Familie im Park Rosenhöhe in Darmstadt (dem Mausolem der römischen Kaiserin Galla Placidia in Ravenna nachempfunden) (Karl Hofmann (Architekt))

1842

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Arbeit: veröffentlichte er das reichbebilderte Buch Die altchristlichen Bauwerke von Ravenna vom fünften bis zum neunten Jahrhundert. (Ferdinand von Quast)

Partnerstädte

1989

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Speyer (Deutschland), seit

Städtepartnerschaften

1998

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Italien Ravenna, Italien. seit dem 19. März (Posadas)

1967

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Italien Ravenna (Emilia-Romagna), seit (Dubrovnik)

Kunst & Kultur

2004

Ausstellung:
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Ausstellungen beim Marina di Ravenna Kunstfestival sowie bei T-Systems und Toll Collect. (Helmut Tollmann)

2003

Ausstellung:
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XIV. Bienale Internationale Dantesca, Ravenna (Lucia Maria Hardegen)

1993

Einzelausstellung:
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Galerie Sumithra, Ravenna (I)) (Maurizio Bonato)

547 n. Chr.

Kultur & Religion:
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Die Kirche San Vitale in Ravenna wird vollendet.

425 n. Chr.

Kultur:
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um 425: In Ravenna entsteht das Mausoleum der Galla Placidia mit seinen bedeutenden Mosaiken.

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