Raymond Chandler

Raymond Thornton Chandler (* 23. Juli 1888 in Chicago, Illinois; † 26. März 1959 in La Jolla, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schriftsteller und gilt als einer der Pioniere der amerikanischen Hardboiled novels.

Raymond Chandler erfand für seine Kriminalromane die Figur des melancholischen und letztlich moralischen Privatdetektivs Philip Marlowe. Neben seinen Kriminalromanen schrieb er eine Reihe von Kurzgeschichten und Drehbüchern. Er gehört neben Dashiell Hammett zu den großen Autoren der schwarzen Serie im amerikanischen Kriminalroman.



Leben




Raymond Chandler wurde am 23. Juli 1888 als Sohn des Ingenieurs Maurice Benjamin Chandler und Florence Dart Chandler, geb. Thornton, in Chicago geboren. Beide waren Quäker. Der Vater stammte aus Philadelphia und die Mutter kam aus Waterford in Irland. Sein Vater verließ die Familie wegen einer anderen Frau; 1895 ließen sich seine Eltern scheiden und Chandler zog mit seiner Mutter nach England. Von 1900 bis 1905 besuchte Chandler das Dulwich College im Südwesten von London, wo er erstes Interesse an Fremdsprachen und Altphilologie entwickelte. Die folgenden zwei Jahre verbrachte er als Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung für den britischen Staatsdienst (Civil Service) in Frankreich, wo er eine Handelsschule in Paris besuchte, und in Deutschland mit Privatunterricht.Im Jahr 1907 bestand Chandler die Prüfung als drittbester von insgesamt 600 Kandidaten. Er arbeitete ein halbes Jahr im britischen Marineministerium (Admiralty) und nach seinem Ausscheiden sporadisch als Aushilfslehrer im Dulwich College. Die Begegnung mit dem nur etwas älteren Richard Barham Middleton soll ihn dabei stark beeinflusst haben, einer Karriere als Schriftsteller nachzugehen. Ab 1908 arbeitete Raymond Chandler als Reporter in London für den Daily Express, anschließend als freier Journalist für die liberale Abendzeitung The Westminster Gazette und die Wochenendzeitschrift The Academy, wo er Reportagen, Rezensionen, satirische Skizzen und Essays veröffentlichte. Insgesamt 27 Gedichte erschienen in dieser Zeit in Chambers' Journal, The Westminster Gazette, The Academy und The Spectator.1912 kehrte er in die Vereinigten Staaten zurück. Über St. Louis (Missouri) und Omaha (Nebraska) landete Chandler schließlich in Kalifornien, wo er auf einer Aprikosenplantage und in einer Firma für Sportartikel Arbeit fand. Im folgenden Jahr absolvierte er innerhalb von sechs Wochen einen auf drei Jahre angelegten Kurs für Buchführung. In der Molkerei Los Angeles Creamery wandte er die frisch erworbenen Kenntnisse als Buchhalter an. Im Jahr 1917 meldete Chandler sich als Freiwilliger in der kanadischen Armee bei den Canadian Gordon Highlanders, um im Ersten Weltkrieg auf Seiten der Entente zu kämpfen....

mehr zu "Raymond Chandler" in der Wikipedia: Raymond Chandler

Geboren & Gestorben

Geboren:
thumbnail
Raymond Chandler wird in Chicago, Illinois geboren. Raymond Thornton Chandler war ein US-amerikanischer Schriftsteller und gilt als einer der Pioniere der amerikanischen hardboiled novels.

thumbnail
Raymond Chandler war im Sternzeichen Löwe geboren.

Kunst & Kultur

Kultur:
thumbnail
In den Kinos der Vereinigten Staaten läuft der Howard-Hawks-Film Tote schlafen fest mit Humphrey Bogart als Detektiv Philip Marlowe an. Die Verfilmung eines Romans von Raymond Chandler lässt einen Film noir entstehen.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1996

Werk > Drehbücher:
thumbnail
Ein nicht ganz perfekter Mord (Once you meet a stranger)

1976

Werk > Essays, Briefe:
thumbnail
The Notebooks of Raymond Chandler and „English Summer“, a Gothic Novel

1962

Werk > Essays, Briefe:
thumbnail
Raymond Chandler Speaking

1958

Werk > Roman:
thumbnail
Playback (dt. Spiel im Dunkel, bzw Playback, 1980)

1953

Werk > Roman:
thumbnail
The Long Good-Bye (dt. Der lange Abschied, 1954, 1975)

Rundfunk, Film & Fernsehen

1998

thumbnail
Verfilmung: Poodle Springs – Vorlage: Storyfragment

1995

thumbnail
Verfilmung: Perfect Crimes – Vorlage zur 1.Episode: Kurzgeschichte Red Wind

1978

thumbnail
Verfilmung: Tote schlafen besser (The Big Sleep) – Regie: Michael Winner – nach: The Big Sleep

1975

thumbnail
Verfilmung: Fahr zur Hölle, Liebling (Farewell, My Lovely) – Regie: Dick Richards – nach: Farewell, My Lovely

1973

thumbnail
Film: Der Tod kennt keine Wiederkehr (Originaltitel: The Long Goodbye) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1973. Dieser Kriminalfilm unter der Regie von Robert Altman ist die Verfilmung des Romans The long Good-bye (deutsch: Der lange Abschied) von Raymond Chandler. Elliott Gould spielt darin den Privatdetektiv Philip Marlowe, der von einem Freund, der sich als Mörder entpuppt, betrogen wird. Der Tod kennt keine Wiederkehr kann sowohl als Satire auf den Film noir als auch als Abgesang auf ihn gesehen werden.

Stab:
Regie: Robert Altman
Drehbuch: Raymond Chandler (Romanvorlage), Leigh Brackett
Produktion: Jerry Bick, Elliott Kastner
Musik: John Williams
Kamera: Vilmos Zsigmond
Schnitt: Lou Lombardo

Besetzung: Elliott Gould, Nina van Pallandt, Sterling Hayden, Mark Rydell, Henry Gibson, David Arkin, Jim Bouton, Warren Berlinger, Jo Ann Brody

"Raymond Chandler" in den Nachrichten