Reconquista

Reconquista ([rekoŋˈkista] bzw. [ʁəkõŋˈkiʃtɐ], kastilisch und portugiesisch „Rückeroberung“, katalanischreconquesta [rekoŋˡkesta] bzw. [rəkuŋˡkestə], deutsch selten Rekonquista,arabisch الاسترداد al-ʼIstirdād ‚Wiedereroberung‘) ist die spanische und portugiesische Bezeichnung für das Entstehen und die Ausdehnung des Herrschaftsbereichs der christlichen Reiche der Iberischen Halbinsel unter Zurückdrängung des muslimischen Machtbereichs (al-Andalus) im Mittelalter. Als Beginn der Reconquista wird üblicherweise das Jahr 722 (Schlacht von Covadonga) angenommen, als Enddatum der 2. Januar 1492 (Eroberung Granadas durch die Katholischen Könige).

Der Begriff Reconquista wurde im Mittelalter auf der Iberischen Halbinsel noch nicht verwendet; er wurde erst in der Neuzeit von der französischen Forschung eingeführt und gelangte dann von dort aus in die spanische Geschichtsschreibung. Die erstmalige Verwendung des Begriffs wird dem portugiesischen Mozaraber Sesnando Davides und dessen 1080 festgehaltenen strategischen Aufzeichnungen zugeschrieben.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Bernardino Fernández de Velasco y Mendoza stirbt in Burgos. Bernardino Fernández de Velasco y Mendoza war ein spanischer Adliger, Militärführer und Politiker, der auch unter seinem Beinamen El Gran Condestable bekannt ist. Väterlicherseits erbte er die Titel Graf von Haro und Condestable de Castilia; er selbst wurde – nach der erfolgreichen Rückeroberung (reconquista) Granadas (1492) – von den Katholischen Königen Isabella und Ferdinand mit dem neu geschaffenen erblichen Titel Herzog von Frías bedacht, den die Familie Velasco bis zum Jahr 1986 innehatte. Überdies wurde er zum Vizekönig und Generalkapitän des Königreichs Granada ernannt.

1454

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Geboren: Bernardino Fernández de Velasco y Mendoza wird geboren. Bernardino Fernández de Velasco y Mendoza war ein spanischer Adliger, Militärführer und Politiker, der auch unter seinem Beinamen El Gran Condestable bekannt ist. Väterlicherseits erbte er die Titel Graf von Haro und Condestable de Castilia; er selbst wurde – nach der erfolgreichen Rückeroberung (reconquista) Granadas (1492) – von den Katholischen Königen Isabella und Ferdinand mit dem neu geschaffenen erblichen Titel Herzog von Frías bedacht, den die Familie Velasco bis zum Jahr 1986 innehatte. Überdies wurde er zum Vizekönig und Generalkapitän des Königreichs Granada ernannt.
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Gestorben: Alfons I. (Aragón) stirbt in San Juan de la Peña. Alfons I. der Krieger war von 1104 bis 1134 König von Aragón und Navarra aus dem Haus Jiménez. Er war einer der bedeutendsten Herrscher des spanischen Mittelalters und Protagonist der Reconquista, der aufgrund der Eroberung von Saragossa 1118 maßgeblichen Anteil an der Etablierung von Aragón als zweiter christlicher Macht neben León-Kastilien hatte.
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Gestorben: Alfons VI. (Kastilien) stirbt in Toledo. Alfons VI. der Tapfere war von 1065 bis 1109 König von León und seit 1072 auch König von Kastilien und Galicien aus dem Haus Jiménez. Durch die Eroberung der alten Westgotenhauptstadt Toledo im Jahr 1085 setzte er einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte der spanischen Reconquista und untermauerte den Anspruch des leónesisch-kastilischen Königshauses auf die Vorrangstellung unter den spanischen Königen der iberischen Halbinsel. Im Cantar de Mio Cid, einem der Hauptwerke der literarischen Folklore Spaniens, ist Alfons VI. eine der Hauptpersonen.

1073

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Geboren: Alfons I. (Aragón) wird geboren. Alfons I. der Krieger war von 1104 bis 1134 König von Aragón und Navarra aus dem Haus Jiménez. Er war einer der bedeutendsten Herrscher des spanischen Mittelalters und Protagonist der Reconquista, der aufgrund der Eroberung von Saragossa 1118 maßgeblichen Anteil an der Etablierung von Aragón als zweiter christlicher Macht neben León-Kastilien hatte.

Anfänge 711 bis 975

722 n. Chr.

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Pelayo schlägt eine von dem muslimischen Statthalter Asturiens, Munuza, gesandte Streitmacht in der Schlacht von Covadonga. Dieses Ereignis, das von manchen Forschern schon ins Jahr 718 gesetzt wird, gilt traditionell als Beginn der Reconquista. Ob es sich um eine größere Schlacht oder nur um ein Gefecht handelte, ist strittig. (Zeittafel Reconquista)

Islamische Expansion / Reconquista

740 n. Chr.

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Ab 740: König Alfons I. gelingt im Rahmen der Reconquista die Eroberung Galiciens von den Mauren.

718 n. Chr.

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Pelayo wird von seinen Anhängern in Asturien zum „Fürsten“ (princeps) oder König erhoben und begründet damit das Königreich Asturien. Damit beginnt die Reconquista.

Reconquista =

1063

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Frühjahr: König Ramiro I. von Aragón verliert die Schlacht von Graus während der Reconquista gegen die Hudiden von Saragossa und wird getötet. Als Reaktion darauf wird Barbastro von einem vereinigten christlichen Heer, dem sich erstmals auch viele französische und normannische Ritter anschließen, belagert und eingenommen. Ramiros Nachfolger als König von Aragón wird sein Sohn Sancho I.

Reconquista auf der Iberischen Halbinsel

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Bei Las Navas de Tolosa (Andalusien, Spanien) besiegen die Truppen der verbündeten Königreiche von Kastilien, Aragón und León unter Alfons VIII. die maurischen Almohaden unter Kalif Muhammad an-Nasir; eine der entscheidenden Schlachten im Verlauf der „Reconquista

Iberische Halbinsel

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Dem König Jakob I. von Aragonien gelingt mit seinen Truppen im Rahmen der Reconquista nach fünfmonatiger Belagerung die Einnahme der von den Almohaden gehaltenen Stadt Valencia.

Sport

1272

Vordringen der Christen 1212 bis 1339:
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Faro wird von den Portugiesen unter Alfons III. erobert. Abschluss der portugiesischen Reconquista. (Zeittafel Reconquista)

Reconquista

1485

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Die südspanische Ortschaft Setenil fällt im Zuge der Reconquista-Bewegung gegen die maurische Herrschaft in Spanien nach dem siebten Anlauf in christliche Hand.

1262

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Mit marokkanischer Hilfe beginnt ein maurischer Aufstand gegen die spanischen Reconquistadores in Al-Andalus.

Europa

Weitere Ereignisse in Europa:
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Die Stadt Málaga wird während der Reconquista von den Streitkräften der Katholischen Könige eingenommen.
Weitere Ereignisse in Europa:
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Reconquista: Schlacht von La Higueruela

1265

Weitere Ereignisse in Europa:
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Jakob I. erobert die Städte Alicante und Murcia endgültig von den Mauren (s. Reconquista).

1263

Weitere Ereignisse in Europa:
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Im Zuge der Reconquista wird die Stadt Arcos de la Frontera von den Christen erobert.

1250

Weitere Ereignisse in Europa:
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König Alfons III. erobert die Algarve von den Mauren (abgeschlossen 1251). Damit Ende der Reconquista in Portugal

Politik & Weltgeschehen

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Knapp zwei Monate nach der endgültigen Rückeroberung der iberischen Halbinsel von den Mauren unterzeichnen die Katholischen Monarchen Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragon das Alhambra-Edikt, nach dem alle im Land befindlichen Juden zum Christentum konvertieren oder auswandern müssen. (31. März)
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Eroberung der andalusischen Stadt Antequera, damals von den Mauren Medina Antaquira genannt, durch das Heer Ferdinand I. von Aragón (siehe auch Reconquista)
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Wichtiger Sieg in der Reconquista: Kastilien, Aragonien und Portugal schlagen Abu l-Hasan von Marokko in der Schlacht am Salado.

1246

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Im Rahmen der Reconquista erobern die Christen Jaén.

1226

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Schlacht bei Elves, Niederlage der Portugiesen gegen die Mauren (Reconquista).

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