Reichsdeputationshauptschluss

Der Reichsdeputationshauptschluss (eigentlich Hauptschluss der außerordentlichen Reichsdeputation) war die Grundlage für das letzte bedeutende Gesetz des Heiligen Römischen Reiches. Die außerordentliche Reichsdeputation verabschiedete den Hauptschluss auf ihrer 46. Sitzung am 25. Februar 1803. Der Hauptschluss wurde nach Ratifizierung durch die allgemeine Reichsversammlung und den Kaiser am 27. April 1803 zum Reichsgesetz.

mehr zu "Reichsdeputationshauptschluss" in der Wikipedia: Reichsdeputationshauptschluss

Geboren & Gestorben

thumbnail
Gestorben: Therese Mathilde von Mecklenburg-Strelitz stirbt auf Schloss Taxis bei Dischingen. Therese (Mathilde Amalia), Herzogin zu Mecklenburg war die Ehefrau des Fürsten Karl Alexander von Thurn und Taxis. Durch ihre Initiative und ihr Verhandlungsgeschick konnte sie nach der Mediatisierung des fürstlichen Hauses Thurn und Taxis infolge des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803, der Bildung des Rheinbundes im Jahre 1806 und dem damit verbundenen Ende der Kaiserlichen Reichspost das Postunternehmen der Thurn und Taxis auf Lehnsbasis erhalten. Wie ihre Schwester Königin Luise von Preußen scheiterte sie bei ihren Verhandlungen mit Napoleon, konnte aber auf dem Wiener Kongress die Interessen des Hauses Thurn und Taxis durchsetzen.
thumbnail
Gestorben: Joseph Maria Piautatz stirbt in Berlin. Joseph Maria Piautatz war ein preußischer und westphälischer Beamter. Piautatz war seit der Neueingliederung der Reichsstädte Nordhausen und Mühlhausen in das Königreich Preußen durch den Reichsdeputationshauptschluss von 1803 als Stadtdirektor tätig. Nach der Gründung des Königreichs Westphalen stieg er als Generalsekretär in Göttingen und Unterpräfekt in Halle zum Präfekten auf und war anschließend bis zu seinem Tod in der Preußischen Finanzverwaltung tätig. Piautatz war Mitglied des Ordens der Westphälischen Krone, Träger des Roten Adlerordens dritter Klasse und ist Ehrenbürger der Stadt Göttingen.
thumbnail
Gestorben: Wilhelm I. (Hessen-Kassel) stirbt in Kassel. Wilhelm I. von Hessen-Kassel aus dem Haus Hessen war als Wilhelm IX. ab 1760 Graf von Hanau, ab 1764 dort Regent und ab 1785 regierender Landgraf von Hessen-Kassel. Aufgrund der im Reichsdeputationshauptschluss (1803) erfolgten Erhebung zum Kurfürsten nannte er sich Wilhelm I.
thumbnail
Geboren: Joseph Maria Piautatz wird in Cluse, Savoyen, Königreich Sardinien geboren. Joseph Maria Piautatz war ein preußischer und westphälischer Beamter. Piautatz war seit der Neueingliederung der Reichsstädte Nordhausen und Mühlhausen in das Königreich Preußen durch den Reichsdeputationshauptschluss von 1803 als Stadtdirektor tätig. Nach der Gründung des Königreichs Westphalen stieg er als Generalsekretär in Göttingen und Unterpräfekt in Halle zum Präfekten auf und war anschließend bis zu seinem Tod in der Preußischen Finanzverwaltung tätig. Piautatz war Mitglied des Ordens der Westphälischen Krone, Träger des Roten Adlerordens dritter Klasse und ist Ehrenbürger der Stadt Göttingen.
thumbnail
Geboren: Therese Mathilde von Mecklenburg-Strelitz wird in Hannover geboren. Therese (Mathilde Amalia), Herzogin zu Mecklenburg war die Ehefrau des Fürsten Karl Alexander von Thurn und Taxis. Durch ihre Initiative und ihr Verhandlungsgeschick konnte sie nach der Mediatisierung des fürstlichen Hauses Thurn und Taxis infolge des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803, der Bildung des Rheinbundes im Jahre 1806 und dem damit verbundenen Ende der Kaiserlichen Reichspost das Postunternehmen der Thurn und Taxis auf Lehnsbasis erhalten. Wie ihre Schwester Königin Luise von Preußen scheiterte sie bei ihren Verhandlungen mit Napoleon, konnte aber auf dem Wiener Kongress die Interessen des Hauses Thurn und Taxis durchsetzen.

Europa

1803

thumbnail
Säkularisation in Deutschland: Auf Grundlage des in Regensburg verabschiedeten Reichsdeputationshauptschluss werden in vielen Teilen des ehemaligen Hl. Römischen Reiches Deutscher Nation Kirchengüter von den jeweiligen Territorialstaaten (vor allem Bayern, Württemberg und Preußen) beschlagnahmt. Zahlreiche Klöster werden aufgelöst und große Mengen an Kulturgütern werden dabei vernichtet.
thumbnail
Weil der Friede von Lunéville offene Detailpunkte enthält, tritt in Regensburg eine außerordentliche Reichsdeputation zusammen. Es gilt, die Auswirkungen aus der Abtretung linksrheinischer Gebiete an Frankreich zu regeln. Die Beratungen münden 1803 in den Reichsdeputationshauptschluss.

Territoriale Entwicklung

1803

thumbnail
Auflösung des Hochstifts im Reichsdeputationshauptschluss (Hochstift Münster)

Die Entwicklung Badens unter Karl Friedrich > Territoriale Entwicklung

1803

thumbnail
– der Reichsdeputationshauptschluss gliederte Baden mediatisierte Reichsstädte, sowie zahlreiche säkularisierte geistliche Gebiete ein (Karl Friedrich (Baden))

Geschichte > Historische Daten

1803

thumbnail
Das Hochstift Münster wird auf Grund der Beschlüsse des Reichsdeputationshauptschlusses aufgelöst. Das Amt Meppen und damit auch Haselünne geht an den Herzog von Arenberg als Ersatz für den Verlust seiner linksrheinischen Gebiete.

Geschichte > Daten zur Stadtgeschichte

1803

thumbnail
Bretten wird aufgrund des Reichsdeputationshauptschlussesbadisch und Sitz eines Amtes, das 1813 um das aufgelöste Amt Gochsheim erweitert wird.

Geschichte

1803

thumbnail
Als Entschädigung für linksrheinische Gebietsverluste erhält das Adelshaus Salm-Reifferscheidt-Bedburg mit dem Reichsdeputationshauptschluss das Fürstentum Krautheim, das aus ehemals kurmainzischen und würzburgischen Besitzungen neu gebildet wurde und neben Stadt und Oberamt Krautheim das Kloster Schöntal, das Priorat Gerlachsheim und das Amt Grünsfeld umfasste. (Krautheim (Jagst))

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
thumbnail
In Reaktion auf den Verlust linksrheinischer Territorien wird mit dem Reichsdeputationshauptschluss eine tiefgreifende Neuordnung des Heiligen Römischen Reichs beschlossen.

Geschichte > 18. bis Beginn 20. Jahrhundert

1806

thumbnail
Aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses endet die landesherrliche Selbständigkeit der Fürsten zu Wied Runkel. Dierdorf wird dem Fürsten von Nassau-Usingen zugesprochen und somit Amtssitz.

1806

thumbnail
Aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses endet die landesherrliche Selbstständigkeit der Fürsten zu Wied Runkel. Dierdorf wird dem Fürsten von Nassau-Usingen zugesprochen und somit Amtssitz.

"Reichsdeputationshauptschluss" in den Nachrichten