Reichsgraf

Reichsgraf war eine – nicht offizielle – Standesbezeichnung im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Einerseits wurden damit gelegentlich die Inhaber einer reichsunmittelbaren Grafschaft bezeichnet (die man auch gefürstete Grafen genannt hat) und die zumeist Anfang des 19. Jahrhunderts als „Standesherren“ durch die Mediatisierung ihre Souveränität und Reichsstandschaft verloren, jedoch weiterhin dem Hochadel angehörten; andererseits wurden manchmal auch die gewöhnlichen Grafen so bezeichnet, sofern dieser Titel als Standeserhöhung durch den römisch-deutschen Kaiser verliehen und daher im ganzen Reich gültig war. Es handelte sich jedoch in dieser Form nie um einen offiziellen Titel.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Guido Henckel von Donnersmarck stirbt in Berlin. Guido Henckel von Donnersmarck war als Reichsgraf Spross der Familie Henckel von Donnersmarck und wurde 1901 in den Fürstenstand erhoben. Außerdem war er ein bedeutender Industrieller und einer der reichsten Männer seiner Zeit. Er errichtete im Mai 1916 die Fürst-Donnersmarck-Stiftung zu Berlin.
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Gestorben: Wilhelm Sponneck stirbt in Hellerup. Wilhelm Carl Eppingen Sponneck, Reichsgraf (Rigsgreve) Sponneck war ein dänischer Politiker, der unter anderem zwischen 1848 und 1854 Finanzminister sowie von 1854 bis 1863 Generalzolldirektor war und in diesen Funktionen nachhaltig das Finanz- und Zollwesen der 1849 gegründeten konstitutionellen Monarchie prägte.
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Gestorben: Ernst zu Rantzau stirbt in Wiesbaden. ReichsgrafErnst zu Rantzau war ein deutscher Verwaltungsjurist in dänischen Diensten.
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Gestorben: Karl Theodor von Pappenheim wird. März 71 in Pappenheim. Karl Theodor von Pappenheim war ein königlich bayerischer Feldzeugmeister und Generaladjutant des Königs. Er war der letzte regierende Reichsgraf der Grafschaft Pappenheim.
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Geboren: Guido Henckel von Donnersmarck wird in Breslau geboren. Guido Henckel von Donnersmarck war als Reichsgraf Spross der Familie Henckel von Donnersmarck und wurde 1901 in den Fürstenstand erhoben. Außerdem war er ein bedeutender Industrieller und einer der reichsten Männer seiner Zeit. Er errichtete im Mai 1916 die Fürst-Donnersmarck-Stiftung zu Berlin.

Titel, Ämter und Funktionen der Familie

1628

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Reichsgrafen von Waldburg (Haus Waldburg)

Geschichte > Aufteilung in Linien

1802

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Die ältere bayerische Linie geht auf Johann Christoph von Tattenbach zurück. Er hinterließ drei Söhne, von denen besonders der mittlere, Wilhelm (??? 1661), große Bedeutung erlangte. Wilhelm war königlich und kaiserlicher Geheimrat sowie Grossprior des Johanniterordens. Von Erzherzog Leopold Wilhelm in seiner Funktion als Bischof von Halberstadt, erhielt er 1644 den Reichsgrafenstand von Reinstein, Sitz und Stimme auf Reichs- und Kreistagen, sowie die Ausübung des Münzrechts. Seine zahlreichen Besitzungen, in der Untersteiermark (heute Slowenien), sowie in Schlesien gingen nach seinem Tod auf seinen Neffen Gotthard über, danach auf dessen ältesten Sohn Johann Erasmus. Johann Erasmus war an der Magnatenverschwörung gegen den Kaiser beteiligt und wurde 1671 enthauptet, der Besitz in Slowenien und Schlesien wurde konfisziert. Die Grafschaft Reinstein (Regenstein) fiel in Folge an den Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg. Die ältere bayerische Linie hatte ab 1673 noch einen Herrschaftssitz in Baumgarten (Landkreis Rottal-Inn) nicht unweit vom ursprünglichen Ober- und Untertattenbach. Sie erlosch mit dem Tod des Josef Ferdinand von Reinstein-Tattenbach, Reichsgraf des Heiliges Römisches Reiches, Graf von Valley, Freiherr zu Ganowitz, kurbayerischer Oberst-Hofmeister und Minister, am 19. November (Tattenbach (Adelsgeschlecht))

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