Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda

Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP) war im nationalsozialistischen Deutschen Reich für die inhaltliche Lenkung der Presse, der Literatur, der Bildenden Kunst, des Films, des Theaters, der Musik und des Rundfunks zuständig.

Das Ministerium wurde kurz nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten als zentrale Institution der NS-Propaganda neu geschaffen. Es stand im Kabinett Hitler unter der Leitung von Propagandaminister Joseph Goebbels, der über sein Ressort sowie über die im Herbst 1933 errichtete Reichskulturkammer die Kontrolle über alle deutschen Massenmedien und die Kulturschaffenden ausübte.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Wilfred von Oven stirbt in Buenos Aires. Wilfred von Oven war ein deutscher Journalist, Publizist und Staatsbeamter. Er wurde vor allem bekannt als ranghoher Mitarbeiter von Joseph Goebbels im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda.
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Gestorben: Hans Hagemeyer stirbt in Walsrode. Johann Gerhard „Hans“ Hagemeyer war ein deutscher Politiker zur Zeit des Nationalsozialismus. Der gelernte Kaufmann arbeitete in der NS-Zeit als Beauftragter des NSDAP-Parteiideologen Alfred Rosenberg für Schrifttumsfragen. Als Leiter der Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums (ab 1933) und Leiter im Amt „Schrifttumspflege“ (1934–43) in der Dienststelle von Rosenberg, war er in führenden Positionen an der politischen Gleichschaltung im Literaturbereich beteiligt. Da seine Dienststellen – im Unterschied zum Propagandaministerium und zur Reichsschrifttumskammer – nicht über staatliche Exekutivrechte verfügten und somit vor allem keine direkten Verbote erteilen konnten, blieben deren literaturpolitische Rahmenbedingungen eingeschränkt. Auf parteiamtlicher Ebene war seine Reichsstelle hingegen die einflussreichste Kontroll- und Aufsichtsbehörde für die deutschsprachige Literatur in jener Zeit. Ihr Hauptkonkurrent war die Parteiamtliche Prüfungskommission zum Schutze des nationalsozialistischen Schrifttums (PPK). Im Zuge des Zweiten Weltkriegs war Hagemeyer Inspekteur im Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg (ERR) und zwischen 1942 und 1944 Leiter der im Amt Rosenberg neu eingerichteten antijüdischen Hauptstelle „Überstaatliche Mächte“. Gegen Ende des Krieges geriet er im wachsenden Maße ins kritische Blickfeld seines Vorgesetzten Rosenberg.
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Gestorben: Rudolf Vogel (Politiker) stirbt in Starnberg. Rudolf Vogel war ein deutscher Journalist und Politiker der CDU. In der Zeit des Nationalsozialismus verfasste er als Kriegsberichterstatter des Reichspropagandaministeriumsantisemitische und kriegsverherrlichende Artikel.
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Gestorben: Werner Naumann (NSDAP) stirbt in Lüdenscheid. Werner Naumann, war Volkswirt sowie Nationalsozialist, SS-Mitglied, Staatssekretär im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda und zuvor persönlicher Referent von Joseph Goebbels. Naumann war 1953 maßgeblich an einer Verschwörung beteiligt, bei der eine Gruppe ehemaliger NS-Funktionäre den nordrhein-westfälischen Landesverband der FDP zu unterwandern versuchte.
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Gestorben: Hermann Esser stirbt in Dietramszell. Hermann Esser war ein nationalsozialistischer Journalist und Politiker. Einer der frühesten Gefolgsleute und Freunde Adolf Hitlers, bekleidete er während der Weimarer Republik einflussreiche Positionen in der NSDAP, verlor während der Zeit des Nationalsozialismus aber zunehmend an Einfluss. 1934/35 war er bayerischer Wirtschaftsminister, von 1939 bis 1945 Staatssekretär im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Durch Erlass von Reichspräsident Paul von Hindenburg wird im Deutschen Reich das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda unter der Leitung von Joseph Goebbels gegründet.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1937

Ehrung:
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Ehrensold des Reichspropagandaministeriums (Jakob Schaffner)

Politik & Weltgeschehen

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: NS-PropagandaministerJoseph Goebbels fordert in seiner Sportpalastrede den „totalen Krieg“. (18. Februar)
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Im Zuge der „Machtergreifung“ in Deutschland durch die NSDAP wird durch Erlass von Reichspräsident Hindenburg das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda gegründet, dessen Minister Joseph Goebbels wird. (13. März)

1925

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Mit dem Butler Act wird in Tennessee per Gesetz verboten, an staatlichen oder staatlich geförderten Schulen die Evolutionstheorie von Charles Darwin zu lehren, wenn diese Lehre sich auf die Abstammung des Menschen von „niedrigeren“ Lebewesen bezieht. (13. März)

Rundfunk, Film & Fernsehen

1937

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Film: Opfer der Vergangenheit ist ein deutscher Propagandafilm in der Form eines Dokumentarfilmes über erbkranken Nachwuchs, der im Jahr 1937 unter der Aufsicht des damaligen Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda entstand. Finanziert wurde er vom Rassenpolitischen Amt der NSDAP.

Stab:
Regie: Gernot Bock-Stieber
Drehbuch: Gernot Bock-Stieber, Rudolf Frercks (Idee)

Besetzung: Kurt Mühlhardt, Trude Haefelin, Max Lohmann
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Film: Ernennung von Hans Hinkel zum Reichskulturwart im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, der auch im Bereich Film tätig war.
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Film: Durch das Lichtspielgesetz vom 16. Februar 1934 wurde dem von Joseph Goebbels geleiteten Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda ein Reichsfilmdramaturg unterstellt. Die Aufgabe des Reichsfilmdramaturgen bestand in der Vorprüfung geplanter Filmproduktionen.

1933

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Rundfunk: Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten am 30. Januar wird in Deutschland die 1925 gegründete Reichs-Rundfunk-Gesellschaft (RRG) gestärkt und die bis dahin selbstständigen Rundfunkgesellschaften aufgelöst. Das Radio wird das wichtigste Propagandainstrument der Nazis, kontrolliert und geleitet vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda unter der Leitung von Joseph Goebbels.

1932

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Film: Verkannte Menschen ist ein Dokumentarfilm über das Leben Gehörloser aus dem Jahr 1932. Er wurde durch das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda der bald nach seiner Uraufführung in Deutschland an die Macht gelangten Nationalsozialisten 1934 verboten. Alle Filmkopien, bis auf eine, die heimlich gerettet werden konnte, wurden vernichtet. Erst im Jahr 2010 wurde der Film wieder einem größeren Publikum gezeigt.

Stab:
Regie: Alfred Kell
Drehbuch: Wilhelm Ballier
Produktion: Universum Film AG (UFA) Reichsverband der Gehörlosen Deutschlands (ReGeDe)
Kamera: Konrad Wienecke

Besetzung: Israelitischen Taubstummenanstalt

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1944

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Veröffentlichungen: Die deutsche Seele, Verlag "Wir sind daheim", Dresden (herausgegeben vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Abt. Ost, in Verbindung mit dem Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums, Hauptamt Volksdeutsche Mittelstelle) (Willi Koerbel-Habsheim)

1929

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Werk: Verantwortung vor der Geschichte. Aufsätze, Kommentare, Glossen aus den Jahren bis 1970. Nürnberg: Verlag Nürnberger Presse, 1971, 356 S., ISBN 3-920701-33-X (Auswahl aus Drexels journalistischem Schaffen, veröffentlicht aus Anlass des 75. Geburtstages Drexels vom „Verlag Nürnberger Presse“. Zumeist in den Blättern „Widerstand“, „Entscheidung“ und „Nürnberger Nachrichten“ veröffentlichte Arbeiten: Im Westen nichts Neues - Nationalismus und Streik (1930) - André François-Poncet (1931) - Aufstand der SA gegen den Sumpf (1933) - Der Stahlhelm (1933) - Hitler und der Gerling-Konzern (1933) - Das Problem des Bildungsproletariats (1933) - Das Reichspropagandaministerium (1933) - Der Krieg als Verbrechen (1945) - Der 20. Juli (1946) - Der Eichmann-Prozeß (1961) - Die USA in Vietnam (1964) - Quo Vadis Amerika? (1966) - Der Sozialistische Studentenbund (1968) - Nachruf auf Ernst Niekisch,

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