Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda

Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP) war im nationalsozialistischen Deutschen Reich für die inhaltliche Lenkung der Presse, der Literatur, der Bildenden Kunst, des Films, des Theaters, der Musik und des Rundfunks zuständig.

Das Ministerium wurde kurz nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten als zentrale Institution der NS-Propaganda neu geschaffen. Es stand im Kabinett Hitler unter der Leitung von Propagandaminister Joseph Goebbels, der über sein Ressort sowie über die im Herbst 1933 errichtete Reichskulturkammer die Kontrolle über alle deutschen Massenmedien und die Kulturschaffenden ausübte.

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Geboren

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Wilfred von Oven wird in La Paz, Bolivien geboren. Wilfred von Oven war ein deutscher Journalist, Publizist und Staatsbeamter. Er wurde vor allem bekannt als ranghoher Mitarbeiter von Joseph Goebbels im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda.
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Hans-Joachim Rechenberg wird in Kemnitz bei Triebel, heute polnisch Trzebiel geboren. Hans-Joachim Rechenberg war ein deutscher Journalist, im Nationalsozialismus Pressereferent von Reichswirtschaftsminister Walther Funk, im Zweiten Weltkrieg Pressereferent in Joseph GoebbelsReichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda und in der Nachkriegszeit V-Mann des Bundesnachrichtendienstes.
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Werner Naumann (NSDAP) wird in Guhrau, Schlesien geboren. Werner Naumann, war Volkswirt sowie Nationalsozialist, SS-Mitglied, Staatssekretär im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda und zuvor persönlicher Referent von Joseph Goebbels. Naumann war 1953 maßgeblich an einer Verschwörung beteiligt, bei der eine Gruppe ehemaliger NS-Funktionäre den nordrhein-westfälischen Landesverband der FDP zu unterwandern versuchte.
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Eberhard Taubert wird in Kassel geboren. Eberhard Taubert (Pseudonym Dr. Erwin Kohl; Spitzname Dr. Anti) war ein deutscher Jurist. Von 1933 bis 1945 war er als hoher Funktionär im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda an der Durchführung der nationalsozialistischen Politik beteiligt. Er schrieb u.? a. das Drehbuch zu dem antisemitischen Hetzfilm Der ewige Jude und war der Verlagsleiter des zum Gesamtverband Deutscher antikommunistischer Vereinigungen zugehörigen und antisemitisch ausgerichteten Nibelungen-Verlages. Nach 1945 war Taubert in westlichen Geheimdiensten bei Aktivitäten gegen Einflussnahmeversuche der Sowjetunion tätig. Er war Mitarbeiter und Berater des Politikers Franz Josef Strauß in den 1950er bis 1970er Jahren.
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Rudolf Vogel (Politiker) wird in Beuthen geboren. Rudolf Vogel war ein deutscher Journalist und Politiker der CDU. In der Zeit des Nationalsozialismus verfasste er als Kriegsberichterstatter des Reichspropagandaministeriumsantisemitische und kriegsverherrlichende Artikel.
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Wolfgang Diewerge wird in Stettin geboren. Wolfgang Diewerge war ein nationalsozialistischer Propagandist in Joseph GoebbelsReichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda. Sein Spezialgebiet war die antisemitische Öffentlichkeitsarbeit, vor allem im Zusammenhang mit Prozessen im Ausland, die sich propagandistisch verwerten ließen. Er spielte auch eine wesentliche Rolle bei der Vorbereitung eines Schauprozesses gegen Herschel Grynszpan, dessen Attentat auf einen deutschen Botschaftsmitarbeiter in Paris von den Nationalsozialisten als Auslöser der Novemberpogrome 1938 genutzt worden war. In Millionenauflage erschienen 1941 seine Pamphlete zum so genannten Kaufman-Plan und zur Sowjetunion. Nach dem Krieg gelang Diewerge über die FDP Nordrhein-Westfalen ein erneuter Einstieg in die Politik. Durch das Eingreifen der britischen Besatzungsbehörden sowie einer Kommission des Bundesvorstandes der FDP wurde dieses Intermezzo jedoch abrupt beendet. 1966 wurde Diewerge aufgrund seiner unter Eid getätigten Aussagen über den von den Nationalsozialisten geplanten Grynszpan-Prozess wegen Meineids verurteilt. Schließlich war er als Geschäftsführer zweier Vereine in die Flick-Spendenaffäre verwickelt.
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Leopold Gutterer wird in Baden-Baden geboren. Leopold Gutterer war ein nationalsozialistischer Funktionär und Politiker. Während der NS-Zeit stieg er bis ins Amt des Staatssekretärs im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda auf und war zeitweise Vizepräsident der Reichskulturkammer. Gutterer galt als enger Vertrauter von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels.
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Hermann Esser wird in Röhrmoos bei Dachau geboren. Hermann Esser war ein nationalsozialistischer Journalist und Politiker. Einer der frühesten Gefolgsleute und Freunde Adolf Hitlers, bekleidete er während der Weimarer Republik einflussreiche Positionen in der NSDAP, verlor während der Zeit des Nationalsozialismus aber zunehmend an Einfluss. 1934/35 war er bayerischer Wirtschaftsminister, von 1939 bis 1945 Staatssekretär im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda.
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Hans Fritzsche wird in Bochum geboren. Hans Georg Fritzsche war ein deutscher Journalist und bekleidete verschiedene Funktionen im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda. Durch seine wöchentliche Reportage „Hier spricht Hans Fritzsche“ war Fritzsche den deutschen Rundfunkhörern bekannt. Seine Sendungen dienten auch als Inspiration für den niederländischen Propagandasprecher Max Blokzijl.
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Rainer Schlösser wird in Jena geboren. Rainer Schlösser war einer der wichtigsten deutschen Kulturpolitiker zur Zeit des Nationalsozialismus, er war „Reichsdramaturg“ im Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda und von 1935 bis 1938 Präsident der Reichstheaterkammer.
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Hans Hagemeyer wird in Hemelingen geboren. Johann Gerhard „Hans“ Hagemeyer war ein deutscher Politiker zur Zeit des Nationalsozialismus. Der gelernte Kaufmann arbeitete in der NS-Zeit als Beauftragter des NSDAP-Parteiideologen Alfred Rosenberg für Schrifttumsfragen. Als Leiter der Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums (ab 1933) und Leiter im Amt „Schrifttumspflege“ (1934–43) in der Dienststelle von Rosenberg, war er in führenden Positionen an der politischen Gleichschaltung im Literaturbereich beteiligt. Da seine Dienststellen – im Unterschied zum Propagandaministerium und zur Reichsschrifttumskammer – nicht über staatliche Exekutivrechte verfügten und somit vor allem keine direkten Verbote erteilen konnten, blieben deren literaturpolitische Rahmenbedingungen eingeschränkt. Auf parteiamtlicher Ebene war seine Reichsstelle hingegen die einflussreichste Kontroll- und Aufsichtsbehörde für die deutschsprachige Literatur in jener Zeit. Ihr Hauptkonkurrent war die Parteiamtliche Prüfungskommission zum Schutze des nationalsozialistischen Schrifttums (PPK). Im Zuge des Zweiten Weltkriegs war Hagemeyer Inspekteur im Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg (ERR) und zwischen 1942 und 1944 Leiter der im Amt Rosenberg neu eingerichteten antijüdischen Hauptstelle „Überstaatliche Mächte“. Gegen Ende des Krieges geriet er im wachsenden Maße ins kritische Blickfeld seines Vorgesetzten Rosenberg.
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Joseph Goebbels wird in Rheydt als Paul Joseph Goebbels geboren. Joseph Goebbels war einer der einflussreichsten Politiker während der Zeit des Nationalsozialismus und einer der engsten Vertrauten Adolf Hitlers. Als Gauleiter von Berlin ab 1926 und als Reichspropagandaleiter ab 1930 hatte er wesentlichen Anteil am Aufstieg der NSDAP in der Schlussphase der Weimarer Republik. Von 1933 bis 1945 war er Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda und Leiter der Reichskulturkammer. Damit trug er dazu bei, die Presse, Rundfunk und Film sowie den gesamten Kulturbereich mithilfe strenger Zensur- und Repressionsmaßnahmen im Sinne des Nationalsozialismus ausrichten.
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Heinz Wismann (Ministerialrat) wird in Münster geboren. Heinz Wismann war ein Germanist und als Ministerialrat Leiter der Abteilung Schrifttum im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda.
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Otto Dietrich wird in Essen geboren. Jacob Otto Dietrich war Nationalsozialist, Reichspressechef der NSDAP, SS-Obergruppenführer und Staatssekretär im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP).
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Karl Megerle wird in Neuenstein, Württemberg geboren. Karl Megerle war ein deutscher Journalist und NS-Propagandist (NSDAP). Ab 1934 arbeitete er für das Propagandaministerium von Joseph Goebbels, für den er propagandistische Sonderaufträge in Österreich durchführte. Goebbels setzte sich 1938 ob dieser „Verdienste“ bei Adolf Hitler dafür ein, dass Megerle ein Reichstagsmandat erhielt, das er bis 1945 innehatte. Von 1941 bis Kriegsende war Megerle Beauftragter für Propaganda des Außenministers Joachim von Ribbentrop. Mitte der 1960er Jahre bis 1971 wurden staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen ihn durchgeführt, weil er an der Feldscher-Aktion 1943/44 zur propagandistischen Zurückweisung internationaler Bemühungen zur Rettung von jüdischen Kindern mitwirkte. Diese Ermittlungen wurden 1971 eingestellt, so dass er sich nicht vor Gericht verantworten musste.

Gestorben

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Wilfred von Oven stirbt in Buenos Aires. Wilfred von Oven war ein deutscher Journalist, Publizist und Staatsbeamter. Er wurde vor allem bekannt als ranghoher Mitarbeiter von Joseph Goebbels im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda.
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Hans Hagemeyer stirbt in Walsrode. Johann Gerhard „Hans“ Hagemeyer war ein deutscher Politiker zur Zeit des Nationalsozialismus. Der gelernte Kaufmann arbeitete in der NS-Zeit als Beauftragter des NSDAP-Parteiideologen Alfred Rosenberg für Schrifttumsfragen. Als Leiter der Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums (ab 1933) und Leiter im Amt „Schrifttumspflege“ (1934–43) in der Dienststelle von Rosenberg, war er in führenden Positionen an der politischen Gleichschaltung im Literaturbereich beteiligt. Da seine Dienststellen – im Unterschied zum Propagandaministerium und zur Reichsschrifttumskammer – nicht über staatliche Exekutivrechte verfügten und somit vor allem keine direkten Verbote erteilen konnten, blieben deren literaturpolitische Rahmenbedingungen eingeschränkt. Auf parteiamtlicher Ebene war seine Reichsstelle hingegen die einflussreichste Kontroll- und Aufsichtsbehörde für die deutschsprachige Literatur in jener Zeit. Ihr Hauptkonkurrent war die Parteiamtliche Prüfungskommission zum Schutze des nationalsozialistischen Schrifttums (PPK). Im Zuge des Zweiten Weltkriegs war Hagemeyer Inspekteur im Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg (ERR) und zwischen 1942 und 1944 Leiter der im Amt Rosenberg neu eingerichteten antijüdischen Hauptstelle „Überstaatliche Mächte“. Gegen Ende des Krieges geriet er im wachsenden Maße ins kritische Blickfeld seines Vorgesetzten Rosenberg.
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Rudolf Vogel (Politiker) stirbt in Starnberg. Rudolf Vogel war ein deutscher Journalist und Politiker der CDU. In der Zeit des Nationalsozialismus verfasste er als Kriegsberichterstatter des Reichspropagandaministeriumsantisemitische und kriegsverherrlichende Artikel.
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Werner Naumann (NSDAP) stirbt in Lüdenscheid. Werner Naumann, war Volkswirt sowie Nationalsozialist, SS-Mitglied, Staatssekretär im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda und zuvor persönlicher Referent von Joseph Goebbels. Naumann war 1953 maßgeblich an einer Verschwörung beteiligt, bei der eine Gruppe ehemaliger NS-Funktionäre den nordrhein-westfälischen Landesverband der FDP zu unterwandern versuchte.
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Hermann Esser stirbt in Dietramszell. Hermann Esser war ein nationalsozialistischer Journalist und Politiker. Einer der frühesten Gefolgsleute und Freunde Adolf Hitlers, bekleidete er während der Weimarer Republik einflussreiche Positionen in der NSDAP, verlor während der Zeit des Nationalsozialismus aber zunehmend an Einfluss. 1934/35 war er bayerischer Wirtschaftsminister, von 1939 bis 1945 Staatssekretär im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda.
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Eberhard Taubert stirbt in Köln. Eberhard Taubert (Pseudonym Dr. Erwin Kohl; Spitzname Dr. Anti) war ein deutscher Jurist. Von 1933 bis 1945 war er als hoher Funktionär im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda an der Durchführung der nationalsozialistischen Politik beteiligt. Er schrieb u.? a. das Drehbuch zu dem antisemitischen Hetzfilm Der ewige Jude und war der Verlagsleiter des zum Gesamtverband Deutscher antikommunistischer Vereinigungen zugehörigen und antisemitisch ausgerichteten Nibelungen-Verlages. Nach 1945 war Taubert in westlichen Geheimdiensten bei Aktivitäten gegen Einflussnahmeversuche der Sowjetunion tätig. Er war Mitarbeiter und Berater des Politikers Franz Josef Strauß in den 1950er bis 1970er Jahren.
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Karl Megerle stirbt in Neuenstein, Württemberg. Karl Megerle war ein deutscher Journalist und NS-Propagandist (NSDAP). Ab 1934 arbeitete er für das Propagandaministerium von Joseph Goebbels, für den er propagandistische Sonderaufträge in Österreich durchführte. Goebbels setzte sich 1938 ob dieser „Verdienste“ bei Adolf Hitler dafür ein, dass Megerle ein Reichstagsmandat erhielt, das er bis 1945 innehatte. Von 1941 bis Kriegsende war Megerle Beauftragter für Propaganda des Außenministers Joachim von Ribbentrop. Mitte der 1960er Jahre bis 1971 wurden staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen ihn durchgeführt, weil er an der Feldscher-Aktion 1943/44 zur propagandistischen Zurückweisung internationaler Bemühungen zur Rettung von jüdischen Kindern mitwirkte. Diese Ermittlungen wurden 1971 eingestellt, so dass er sich nicht vor Gericht verantworten musste.
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Hans Fritzsche stirbt in Köln. Hans Georg Fritzsche war ein deutscher Journalist und bekleidete verschiedene Funktionen im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda. Durch seine wöchentliche Reportage „Hier spricht Hans Fritzsche“ war Fritzsche den deutschen Rundfunkhörern bekannt. Seine Sendungen dienten auch als Inspiration für den niederländischen Propagandasprecher Max Blokzijl.
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Otto Dietrich stirbt in Düsseldorf. Jacob Otto Dietrich war Nationalsozialist, Reichspressechef der NSDAP, SS-Obergruppenführer und Staatssekretär im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP).
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Rainer Schlösser stirbt in Berlin. Rainer Schlösser war einer der wichtigsten deutschen Kulturpolitiker zur Zeit des Nationalsozialismus, er war „Reichsdramaturg“ im Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda und von 1935 bis 1938 Präsident der Reichstheaterkammer.
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Joseph Goebbels stirbt in Berlin. Joseph Goebbels war einer der einflussreichsten Politiker während der Zeit des Nationalsozialismus und einer der engsten Vertrauten Adolf Hitlers. Als Gauleiter von Berlin ab 1926 und als Reichspropagandaleiter ab 1930 hatte er wesentlichen Anteil am Aufstieg der NSDAP in der Schlussphase der Weimarer Republik. Von 1933 bis 1945 war er Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda und Leiter der Reichskulturkammer. Damit trug er dazu bei, die Presse, Rundfunk und Film sowie den gesamten Kulturbereich mithilfe strenger Zensur- und Repressionsmaßnahmen im Sinne des Nationalsozialismus ausrichten.

1945

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Heinz Wismann (Ministerialrat) stirbt. Heinz Wismann war ein Germanist und als Ministerialrat Leiter der Abteilung Schrifttum im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda.

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