Reichspräsident

Der Reichspräsident war das Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches von 1919 bis 1934 und im Mai 1945. Das Amt existierte zunächst auf Grundlage des Gesetzes über die vorläufige Reichsgewalt vom 10. Februar 1919 und dann auf Grundlage der Weimarer Verfassung vom 11. August 1919.

Er wurde vom Volk für sieben Jahre gewählt; eine Wiederwahl war zulässig. Diese Vorschrift kam aber nur bei der erneuten Wahl Hindenburgs zum Tragen. Darüber hinaus war der Reichspräsident Oberbefehlshaber der Streitkräfte, er ernannte und entließ den Reichskanzler und er konnte den Deutschen Reichstag auflösen. In den Jahren 1919–1923 und vor allem ab 1930 ergänzte bzw. großteils ersetzte der Reichspräsident mit Notverordnungen die Gesetzgebung des Reichstags.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Oskar von Hindenburg stirbt in Bad Harzburg. Oskar Wilhelm Robert Paul Ludwig Hellmuth von Beneckendorff und von Hindenburg war ein deutscher Generalleutnant und Sohn des ReichspräsidentenPaul von Hindenburg. Öffentlich bekannt wurde Oskar von Hindenburg vor allem durch seine Einflussnahme auf seinen Vater im Zusammenhang mit der Aufhebung des SA-Verbots 1932 und der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler im Januar 1933.
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Gestorben: Willy Hellpach stirbt in Heidelberg. Willy Hugo Hellpach war ein deutscher Politiker, Psychologe und Arzt. 1925 kandidierte er für die Deutsche Demokratische Partei (DDP) bei der Wahl zum Reichspräsidenten.

1955

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Gestorben: Louise Ebert stirbt in Heidelberg. Louise Ebert war die Ehefrau von Friedrich Ebert, des ersten deutschen Reichspräsidenten. Sie heirateten am 9. Mai 1894 in Bremen.
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Gestorben: Otto Meissner stirbt in München. Otto Lebrecht Eduard Meissner war ein deutscher Staatsbeamter. Meissner wurde vor allem bekannt als engster Mitarbeiter der deutschen ReichspräsidentenFriedrich Ebert und Paul von Hindenburg in der Zeit der Weimarer Republik (1919–1933/1934) und unterbrechungslos als Leiter der „Präsidialkanzlei des Führers“ unter Adolf Hitler in den Jahren 1934 bis 1945.
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Gestorben: Paul von Hindenburg stirbt auf Gut Neudeck, Ostpreußen. Paul Ludwig Hans Anton von Beneckendorff und von Hindenburg war ein deutscher Militär und Politiker. Im Ersten Weltkrieg stieg er zum Generalfeldmarschall auf. Die von ihm geführte Oberste Heeresleitung übte von 1916 bis 1918 quasi diktatorisch die faktische Regierungsgewalt aus. 1925 wurde er zum zweiten Reichspräsidenten der Weimarer Republik gewählt. Nach seiner Wiederwahl 1932 ernannte er am 30. Januar 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler.

Persönlichkeiten

1917

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Paul von Hindenburg, Generalfeldmarschall und oberster Heerführer, späterer Reichspräsident (Essen)

1907

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Paul von Hindenburg. Der spätere Reichspräsident nächtigte als Generalleutnant anlässlich eines Korpsmanövers im Roten Hirsch. (Gasthof Zum Roten Hirsch (Eilenburg))

Personalien > Bundesebene

1925

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Friedrich EbertReichspräsident
11. Februar 1919 bis
28. Februar (Sozialdemokratische Partei Deutschlands)

Ereignisse > Wirtschaft

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In der deutschen Bankenkrise werden durch eine Notverordnung des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg die Sparkassen mit der Rechtsform Anstalt des öffentlichen Rechts ausgestaltet. Ihr Vermögen ist vom – zumeist kommunalen – Gewährträger zu trennen, das Institut darf ihm nur begrenzt Kommunalkredit gewähren. (6. November)

Persönlichkeiten > Ehrenbürger

1933

Musik

2002

Diskografie:
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Operdziedataja uz skritulslidam (Primadonna on Rollerskates) - Dokumentary feature/Rigas kinostudija (El?na Garan?a)

Politik & Weltgeschehen

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Weitere Ereignisse weltweit: Karl Dönitz fungiert nach dem Tod Adolf Hitlers als deutscher Reichspräsident in Schleswig-Holstein und übernimmt als Regierung Dönitz Machtbefugnisse. Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk beauftragt er, eine geschäftsführende Reichsregierung zu bilden.
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Deutsches Reich: Volksabstimmung über die Zusammenlegung der Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers in der Person Adolf Hitlers.
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Volksabstimmung über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reichs; 89,9? % der Stimmberechtigten bestätigen die Vereinigung der Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers in der Person Adolf Hitlers. (19. August)

1934

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Bekannte parteilose Politiker > Deutschland > Weimarer Republik: Paul von Hindenburg, Reichspräsident von 1925 bis (Parteiloser)
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Im Zuge der „Machtergreifung“ in Deutschland durch die NSDAP wird durch Erlass von Reichspräsident Hindenburg das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda gegründet, dessen Minister Joseph Goebbels wird. (13. März)

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