Reinhold Messner

Reinhold Messner auf der Frankfurter Buchmesse 2015
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Reinhold Andreas Messner (* 17. September 1944 in Brixen, Südtirol) ist ein Extrembergsteiger, Abenteurer, Buchautor und ehemaliger Politiker (Verdi Grüne Vërc) aus Südtirol.

Messner ist einer der bekanntesten Bergsteiger der Welt. Er hat gemeinsam mit Peter Habeler 1978 als Erster den Gipfel des Mount Everest ohne Zuhilfenahme von Flaschensauerstoff erreicht und stand als erster Mensch auf den Gipfeln aller vierzehn Achttausender (1970–1986, jeweils ohne Flaschensauerstoff). Ebenfalls als Erster hat er einen Achttausender im Alleingang (Nanga Parbat 1978) bestiegen und war zwei Jahre später der erste Mensch, der den höchsten Gipfel der Welt ohne Flaschensauerstoff und im Alleingang erreichte. Zudem war er der Zweite, der 1986 die Seven Summits erreichte. Weiterhin durchquerte er die Antarktis (1989/1990 mit Arved Fuchs), Grönland (1993) und die Wüste Gobi (2004).



Leben




Messner wuchs mit seinen acht Geschwistern – Helmut (* 1943), Günther (1946–1970), Erich (* 1948), Waltraud (* 1949), Siegfried (1950–1985), Hubert (* 1953), Hansjörg (* 1955), Werner (* 1957) – in Villnöß in Südtirol auf. Heute lebt er in Meran und im Juli/August oft auf seinem unter Denkmalschutz stehenden Schloss Juval am Eingang des Schnalstals im Südtiroler Vinschgau. In dem Bergdorf Sulden am Ortler züchtet er Yaks und hat in einem renovierten Bergbauernhof das Restaurant Yak und Yeti eingerichtet. Er unterhält außerdem das Messner Mountain Museum. Sein Zweitwohnsitz ist München.Messner studierte Vermessungskunde an der Universität Padua. Ein Jahr lang unterrichtete er Mathematik an einer Mittelschule.Seit den 1990er-Jahren reflektiert Messner sein gelegentlich extremes Handeln und seine Planung ausführlich und öffentlich. Dies hat ihn, wie viele Extremsportler, zu einem gefragten Trainer bei Manager-Seminaren gemacht. 1992 gründeten Messner und Herbert Henzler, der frühere Deutschland-Chef von McKinsey, eine Vereinigung für deutsche Spitzenmanager, die Similauner  (nach dem gleichnamigen Berg), für gemeinsame Bergtouren, Ski-Abfahrtsrennen und berufliche Vorträge.Messner war von 1972 bis 1977 mit Uschi Demeter verheiratet. Aus seiner Verbindung mit Nena Holguin stammt eine Tochter. Am 31. Juli 2009 heiratete er seine langjährige Lebensgefährtin, die Wiener Textildesignerin Sabine Stehle, mit der er drei gemeinsame Kinder hat.

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Geboren & Gestorben

Geboren:
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Reinhold Messner wird in Brixen, Italien geboren. Reinhold Andreas Messner ist ein deutschsprachiger Extrembergsteiger, Abenteurer, Buchautor und ehemaliger Politiker (Verdi Grüne Vërc) aus Südtirol und besitzt daher die italienische Staatsbürgerschaft.

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Reinhold Messner ist heute 72 Jahre alt. Reinhold Messner ist im Sternzeichen Jungfrau geboren.

Sport

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Reinhold Messner hat als erster Mensch alle 14 Achttausender erstiegen.
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Reinhold Messner bezwingt als erster Bergsteiger den Mount Everest im Alleingang und ohne Sauerstoff-Gerät.
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Reinhold Messner und Peter Habeler besteigen als erste Menschen den Mount Everest ohne Sauerstoffgerät.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2004

Publikation > Von Reinhold Messner:
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König Ortler. BLV, München

2003

Publikation > Von Reinhold Messner:
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Hermann Buhl. Steiger, München, Hrsg. 1997; AS Verlag, Zürich, Hrsg.

2002

Publikation > Von Reinhold Messner:
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Vertical – 100 Jahre Kletterkunst. BLV, München

2002

Publikation > Von Reinhold Messner:
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Mallorys zweiter Tod – Das Everest Rätsel und die Antwort. Piper, München

1999

Publikation > Von Reinhold Messner:
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Eugen Guido Lammer. Steiger, München, Hrsg.

Reisen & Expeditionen

2005

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Expedition > Weitere Touren nach 1970: – Reise zu den Dyva-Nomaden in der Mongolei; „Zeitreise” rund um den Nanga Parbat/Pakistan

2004

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Expedition > Weitere Touren nach 1970: – Längsdurchquerung der Wüste Gobi (Mongolei) zu Fuß, ca. 2000? km Laufstrecke

2003

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Expedition > Weitere Touren nach 1970: – Trekking zum Mount Everest (Jubiläumstreffen zum fünfzigsten Jahrestag der Erstbesteigung); Reise nach Franz-Josef-Land/Arktis; am 1. Oktober Eröffnung der „Günther Mountain School“ im Diamir Tal am Nanga Parbat/Pakistan

2002

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Expedition > Weitere Touren nach 1970: – Im „Internationalen Jahr der Berge“ Besuch von Bergvölkern in den Anden und Besteigung des Cotopaxi (5897? m), Ecuador

2001

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Expedition > Weitere Touren nach 1970: – Dharamsala und Ausläufer des Himalaya/Indien; ZDF-Serie „Wohnungen der Götter“ am Gunung Agung/Bali

Tagesgeschehen

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Pakistan. Im Himalaya wurden schon vor ein paar Wochen Überreste der Leiche von Günther Messner gefunden, der bereits am 27. Juni 1970 am Nanga Parbat tödlich verunglückt war. Verschiedenen Berichten zufolge identifizierte sein angereister Bruder Reinhold nach eigenen Angaben dessen Schuhe und Jacke.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2010

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Film: Nanga Parbat ist ein Film des deutschen Filmregisseurs Joseph Vilsmaier aus dem Jahr 2010. Der Film thematisiert die Siegi-Löw-Gedächtnisexpedition zum Nanga Parbat im Jahr 1970, bei der Reinhold Messners Bruder Günther ums Leben kam. Der Film zeigt die Ereignisse aus Sicht von Reinhold Messner, weshalb es einige Kontroversen bezüglich der Richtigkeit mancher seiner Angaben gibt. Die Umstände, unter welchen Günther Messner ums Leben kam, sind seit 1970 Gegenstand mehrerer Gerichtsprozesse, Buchveröffentlichungen und zahlreicher Diskussionen.

Stab:
Regie: Joseph Vilsmaier
Drehbuch: Reinhard Klooss, Sven Severin
Produktion: Joseph Vilsmaier
Musik: Gustavo Santaolalla
Kamera: Helmfried Kober,
Joseph Vilsmaier
Schnitt: Uli Schön

Besetzung: Florian Stetter, Andreas Tobias, Karl Markovics, Steffen Schroeder, Volker Bruch, Michael Kranz, Horst Kummeth, Lena Stolze, Jule Ronstedt, Markus Krojer

2008

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Film: Messners Alpen. Dreiteilige Fernsehdokumentation, präsentiert von Reinhold Messner, produziert von Schwenk Film GmbH mit SWR, Wega Film, France 5, S4C Wales, MEDIA-Plus der Europäischen Union, Fernsehfonds Austria, MFG Baden-Württemberg und Filmfonds Rhône-Alpes. Erstsendung: ARD 30./31. Dezember 2007, 1. Januar

2006

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Film: „Ich bin selber ein Halbnomade.“ Mit Reinhold Messner in der mongolischen Steppe. Dokumentation, 45 Minuten, ein Film von Elke Werry, Produktion: SWR, Erstsendung: 29. Januar

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