Renaissance

Renaissance [rənɛˈsɑ̃s] (entlehnt aus französisch renaissance „Wiedergeburt“) beschreibt die europäische Kulturepoche in der Zeit des Umbruchs vom Mittelalter zur Neuzeit im 15. und 16. Jahrhundert. Sie war geprägt von dem Bemühen um eine Wiederbelebung der kulturellen Leistungen der griechischen und römischen Antike. Ausgehend von den Städten Norditaliens beeinflussten die Künstler und Gelehrten der Renaissance mit ihrer innovativen Malerei, Architektur, Skulptur, Literatur und Philosophie auch die Länder nördlich der Alpen, wenn auch in jeweils unterschiedlicher Ausprägung. Die Bezeichnung „Renaissance“ wurde erst im 19. Jahrhundert geprägt.

Bereits im Mittelalter hatte Europa auf die Antike zurückgeschaut, doch erst im Spätmittelalter wurden wichtige antike Texte wiederentdeckt und zugänglich gemacht. Im Renaissance-Humanismus wurde das antike Staatswesen studiert. Als für die Renaissance charakteristisch gelten ferner die vielen damals gemachten Erfindungen und Entdeckungen, die man als Folge eines allgemeinen geistigen Erwachens beschreiben kann (siehe Technik in der Renaissance).

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Ausstattung

1507

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Barockes Geläut mit acht Glocken, darunter Renaissance-Glocke von (St. Nikomedes (Borghorst))

Europa

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Italienische Kriege: Der Sacco di Roma, die Plünderung Roms durch die Söldnertruppen Karls V., der das Ende der italienischen Renaissance einläutet, beginnt mit der Einnahme des Borgo. Papst Clemens VII. flieht in die Engelsburg.

Geboren & Gestorben

Geboren:
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Heinrich Schickhardt, deutscher Baumeister der Renaissance (+ 1635)

Wissenschaft & Technik

1527

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Bekannte Familienmitglieder > Weltlich > Wissenschaftler, Gelehrte und Schriftsteller: Baldassare Castiglione (1478–1529), aus Casatico im Herzogtum Mantua, Graf von Novilara (bei Pesaro), Höfling, Diplomat und Schriftsteller und Mäzen; er förderte Künstler und Altertumsforscher und organisierte prunkvolle öffentliche Feste und Darbietungen. Er diente dem Herzog von Urbino 1505 als Gesandter bei König Heinrich VII. in England und 1507 bei König Ludwig XII. als Gesandter in Frankreich. 1513 und 1523 war er Gesandter in Rom, erst für Urbino, dann für Mantua. Nach dem Tod seiner Ehefrau schlug er die kirchliche Laufbahn ein. Von Papst Clemens VII. wurde er zum Protonotar ernannt und 1525 als Gesandter (nunzio pontificio) nach Spanien geschickt. Allerdings gelang es Castiglione nicht, die Stadt Rom vor der Plünderung durch die Landsknechte Karls V. und den Papst vor der Gefangenschaft zu bewahren. So fiel er beim Papst in Ungnade. Karl V. naturalisierte ihn als Spanier und überhäufte ihn mit Ehren, so verschaffte er ihm auch das reiche Bistum Avila; er starb in Toledo. Die Versöhnung zwischen Kaiser Karl V. und Papst Clemens VII. hat er nicht mehr miterlebt. Sein Hauptwerk Il Libro del Cortegiano, eine in Gesprächsform abgefasste Darstellung des Ideals eines Hofmannes, erstmals 1528 in Venedig gedruckt, gehört mit zu den bedeutendsten Leistungen der italienischen Literatur der Renaissance. Es zeichnet das Idealbild des kultivierten Aristokraten der Renaissance. Das Buch ist ein Klassiker des abendländischen Denkens, es fasst eine lange Tradition zusammen, die ihren Ursprung im höfischen Ritter- und Minneideal hat; der Cortegiano ist eine der Hauptquellen, die uns das Verständnis von Mentalität und Lebensformen des Mittelalters und der Renaissance ermöglicht. Castigliones Lettere (Padua 1769–1771, 2 Bände) geben Einblick in die zeitgenössischen Ereignisse. Er wurde 1514/15 von Raffael und 1529 von Tizian gemalt. (Castiglione (Adelsgeschlecht))

Architektur

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Der Bau des El Escorial, des größten Renaissancebaus der Welt, beginnt. Es ist seit 1984 Teil des Weltkulturerbes der Menschheit.

Aufführungen > Peter Stein

1976

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schlugen sich fünf Jahre intensiven Renaissancestudiums der Dramaturgie in dem von Stein konzipierten Werk Shakespeares Memory nieder, einem siebenstündigen Bilderbogen, der an zwei aufeinander folgenden Abenden Shakespeares Stücke und dessen Weltbild zum Inhalt hatte. Gespielt wurde in den Berliner CCC Filmstudios Spandau-Haselhorst, wo man den geeigneten Raum für die verschiedenen Spielorte fand. Im Anschluss an dieses Projekt folgte Shakespeares Wie es euch gefällt, ebenfalls in einer spektakulären Raumlösung, in der etwa die Waldszenen in einem echten Wald angesiedelt waren, durch den das Publikum mitwandern konnte. (Schaubühne am Halleschen Ufer)

Kunst & Kultur

1777

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Kultur und Sehenswürdigkeiten > Architektur > Schlösser und Häuser: Der Kremsmünstererhof mit Rokokofassade mit reichem Stuck an den Fensterumrahmungen und reich verzierten Portalen, im Innenhof Säulenarkaden der Renaissance (Ende 16. Jahrhundert), heute Hotel, befindet sich am westlichen Ende des Stadtplatzes. (Wels (Stadt))

1657

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Kultur: Der Maler Rembrandt van Rijn (16061669), muss sein Renaissance-Haus verlassen, das er am 5. Januar 1639 käuflich erworben hatte. Es lag in der heutigen Jodenbreestraat, der damaligen Hauptstraße des Amsterdamer jüdischen Viertels.

1596

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Kultur: Auf dem Rittergut Übelngönne wird das von den Herren von Spiegel zum Desenberg im Renaissancestil errichtete Wasserschloss fertiggestellt.

1508

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Kultur: RenaissanceHochrenaissance in Italien Frührenaissance im deutschsprachigen Raum

1507

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Kultur: RenaissanceHochrenaissance in Italien Frührenaissance im deutschsprachigen Raum

Hauptwerk > Architektur

1845

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Düsseldorf: Wiederaufbau des Nordflügels des Schlosses und Umbau des gotischen Schlossturms in einen italienischen Renaissancebau. Das Schloss brannte 1872 ab und wurde mit Ausnahme des Turmes abgebrochen. Der Schlossturm ist heute das Wahrzeichen der Stadt Düsseldorf. Wiegmanns Grundrisspläne für den Schlossumbau liegen im Düsseldorfer Stadtmuseum, seine Schnitt- und Ansichtspläne sind nicht mehr erhalten. (Rudolf Wiegmann)

1845

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Düsseldorf: Wiederaufbau des Nordflügels des Düsseldorfer Schlosses und Umbau des ursprünglich gotischen Schlossturms in einen italienischen Renaissancebau. Das Schloss brannte 1872 ab und wurde mit Ausnahme des Turmes abgebrochen. Der Schlossturm ist heute das Wahrzeichen der Stadt Düsseldorf. Wiegmanns Grundrisspläne für den Schlossumbau liegen im Düsseldorfer Stadtmuseum, seine Schnitt- und Ansichtspläne sind nicht mehr erhalten. (Rudolf Wiegmann)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1982

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Veröffentlichungen: deutsch: Giorgiones ‘Gewitter’, Auftraggeber und verborgenes Sujet eines Bildes der Renaissance, Wagenbach, Berlin ISBN 3-8031-3506-0 (Salvatore Settis)

1931

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Werk > Bücher/Beiträge: Die Musik des Mittelalters und der Renaissance, Bücken, Handbuch der Musikwissenschaft (Heinrich Besseler)

1911

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Veröffentlichungen: Die Spitze, eine Blüte der Renaissance (Adolf Fäh)

1891

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Bauwerke: Hartengrube 5: Renaissance-Haus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts mit spätklassizistischen Elementen von

1887

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Kultur und Sehenswürdigkeiten > Bauwerke: Das Schloss Lehrensteinsfeld wurde Mitte des 16. Jahrhunderts von den Ortsherren im Stile der Renaissance auf Fundamenten einer mittelalterlichen Burg erbaut, auf die noch der Eckturm und Kellergewölbe zurückdatieren. Die Südfassade wurde im Jahre 1770 im Stile des Klassizismus umgebaut. Im Norden schließt sich ein Park des 19. Jahrhunderts im Landschaftsgartenstil mit Orangerie an. Die heutige Besitzerfamilie erwarb das heute als Weingut genutzte Anwesen

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1992

Preisträger:
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Arnold Nesselrath (London/Rom), „für hervorragende Verdienste um die italienische Kunstgeschichte, insbesondere das Nachleben der Antike in der Renaissance.“ (Hanno-und-Ilse-Hahn-Preis)

CD-Aufnahmen

1999

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dy katzenphote. Orgelmusik aus Renaissance und Gegenwart, Hamburg (Barbara Kraus)

Tagesgeschehen

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Oxford/Großbritannien. Die Universität Oxford gibt bekannt, dass es mit Hilfe einer neuen Infrarottechnologie möglich wird, bis zu 400.000 Dokumente der Antike, die sich im Besitz ihrer Bibliothek befinden, lesbar zu machen. Darunter befinden sich verschollene, unvollständige und unbekannte Werke. Die Dokumente stammen unter anderem aus den Funden aus dem ägyptischen Oxyrhynchus. Altphilologen sprechen vom „Beginn einer zweiten Renaissance“.

Sehenswürdigkeiten

2004

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Das Rathaus in seiner jetzigen Form wurde im Jahr 1777 errichtet. Der nördliche Anbau stammt aus der Renaissancezeit. Eine Sanierung erfolgte 2003 und (Kelbra (Kyffhäuser))

1799

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Ebenfalls in der Altstadt liegt das Klingenberger Stadtschloss, ein Renaissancebau von 1560, der von den Mainzischen Amtmännern der Familie Kottwitz von Aulenbach, ab 1693 von der Familie von Mairhofen bewohnt wurde (bis 1892). Es erfuhr seither verschiedene Nutzungen und befindet sich heute in Privatbesitz. Zum Schloss gehören der Schlosshof und das Torhaus mit großem Sandsteinportal, ebenfalls aus der Renaissance. Im Schlosshof gab es seit 1741 einen Rosengarten im französischen Stil mit Teehäuschen. Dieser wurde 1981 von der Stadt Klingenberg neu angelegt; hier finden im Sommer Konzerte statt. (Klingenberg am Main)

1674

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Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt (Ko?ció? Wniebowzi?cia NMP) wurde erstmals 1340 erwähnt. Der spätgotische Steinbau wurde zwischen 1450 und 1480 errichtet und im 16. Jahrhundert sowie 1630 umgebaut. 1794 wurde die Kirche vergrößert und barock umgestaltet. Sie besitzt eine reiche Innenausstattung: Die Piet?? ist von 1515, der Renaissance-Taufstein mit Wappenkartuschen von 1588 und die frühbarocke Kanzel von 1679. Der Hochaltar mit der „Madonna im Strahlenkranz“ sowie den Skulpturen der Heiligen Barbara, Katharina, Johannes Nepomuk, Antonius und über den Pforten Florian und Georg aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts werden Michael Klahr d. J. zugeschrieben. Das Deckengemälde der „Krönung Mariä“ schuf der Frankensteiner Maler Josef Krachwitz. Der Kirchturm ist von (Idzików)

1640

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Die Kapelle des ehemaligen Jesuitenkollegs im Stil der italienischenRenaissance wurde errichtet zwischen 1615 und (Saint-Omer (Pas-de-Calais))

1587

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Die dreischiffige, von einfachen spätgotischen bzw. Renaissance-Formen bestimmte Kirche San Pelayo stammt aus dem Jahr (Huerta de Rey)

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