Reportage

Als Reportage (von lateinischreportare = berichten, melden) bezeichnet man im Journalismus unterschiedliche Darstellungsformen, bei denen der Autor nicht vom Schreibtisch aus, sondern aus unmittelbarer Anschauung berichtet. In den Druckerzeugnissen steht der Begriff gemeinhin für einen dramaturgisch aufbereiteten (siehe auch Reportagefotografie) Hintergrundbericht, der einen Sachverhalt anhand von konkreten Beispielen, Personen oder deren Schicksalen anschaulich macht. Während Nachricht und Bericht Distanz wahren, geht die Reportage nah heran und gewährt auch Beobachtungen und weiteren Sinneswahrnehmungen ihrer Protagonisten Raum.

Im Rundfunkjargon gilt bereits die einfache Berichterstattung vom Ort des Geschehens als Reportage. So firmieren Sportjournalisten, die live aus dem Stadion Fußballspiele kommentieren, oft als Fußballreporter.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Michael Schomers stirbt. Michael Schomers war ein deutscher Journalist, der in den Bereichen Investigativer Journalismus und Fernsehreportagen arbeitete.
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Gestorben: Jean Lartéguy stirbt in Hôtel des Invalides, Paris. Jean Lartéguy, eigentlich Jean Pierre Lucien Osty war ein französischer Schriftsteller, Kriegsberichterstatter und Armee-Offizier. In seinen Werken thematisierte er im Kontext der Dekolonisierung Themen wie Terrorismus und die so genannte Asymmetrische Kriegführung. Seine Protagonisten sind dabei oftmals realen Personen nachgezeichnet wie den französischen Offizieren Jacques Massu und Roger Trinquier. Der US-amerikanische General David Petraeus wurde durch Larteguys Roman Die Zenturionen angeblich zu seiner Felddienstvorschrift FM 3-24 Counterinsurgency angeregt. In Deutschland gilt Lartéguys Reportage Guerillas oder der vierte Tod des Che Guevara als sein bekanntestes Werk, da es 1968 im Nachrichtenmagazin Der Spiegel in Teilen als Vorabdruck erschien.
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Gestorben: Fritz Sitte stirbt in Villach. Fritz Sitte war ein österreichischer Journalist und Buchautor. Er war vor allem in den 1970er und 1980er Jahren bekannt als Extremjournalist und Autor zahlreicher Bücher und Reportagen aus Krisengebieten.
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Gestorben: Helmut Sakowski stirbt in Wesenberg. Helmut Sakowski war ein deutscher Schriftsteller, Politiker und Kulturfunktionär, dessen literarische Laufbahn und Karriere weitgehend mit der DDR verbunden waren. In seinen Romanen, Reportagen, Erzählungen, Hörspielen, Drehbüchern und Fernsehspielen stellte er Etappen der sozialistischen Entwicklung auf dem Lande dar. Nach der Wende wurde er vor allem als Kinder- und Jugendbuchautor bekannt.
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Gestorben: Nirmal Verma stirbt in Neu-Delhi. Nirmal Verma zählt in Indien zu den wichtigsten Vertretern und ist Mitbegründer der Nayi-Kahani-Bewegung in der Hindi-Literatur. Er war als Schriftsteller und Übersetzer tätig. Sein literarisches Werk umfasst Kurzgeschichten, Romane, Theaterstücke, Reiseberichte, Reportagen, Literaturkritik und Essays.

Definition > Sozialreportage

Tagesgeschehen

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Peking/Volksrepublik China: Die chinesische Regierung unter Wen Jiabao verabschiedet Regelungen, die zukünftig die Freiheit ausländischer Journalisten zur Reportage in China aufrechterhält.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2009

Ehrung:
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Henri-Nannen-Preis für die beste Reportage (Egon-Erwin-Kisch-Preis) für „Rolf, ich und Alzheimer“, in Der Spiegel (26/2008) (Katja Thimm)

2002

Ehrung:
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Theodor-Wolff-Preis für seine Reportagen (Wolfgang Büscher)

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1999

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Gründung: Die Doc.station Medienproduktion GmbH ist eine 1999 von ZDF Enterprises und Katharina Trebitsch gegründete deutsche Fernsehproduktionsfirma, die im Unterhaltungsbereich tätig ist. Einziger Gesellschafter ist seit 2007 die Firma ZDF Enterprises, nachdem das Unternehmen zuvor beiden Partnern je zur Hälfte gehörte. Der Geschäftszweck ist die Entwicklung und Herstellung von non-fiktionalen Produktionen für das Fernsehen. Die Produktionen decken unter anderem die Bereiche Talkshow, Dokumentationen, Reportagen, Doku-Dramen und Doku-Soap-Formate ab.

1979

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Gründung: Die Pro GmbH war eine 1979 von Alfred Biolek und Andreas Lichter gegründete deutsche Fernsehproduktionsfirma, die im Unterhaltungsbereich tätig war. Der Geschäftszweck war die Entwicklung und Herstellung von Produktionen für Theater und Fernsehen. Die Produktionen deckten unter anderem die Bereiche Show, Serie, Sitcom, Fernsehfilm, Dokumentation und Reportagen sowie Comedy und Kabarett ab. Darüber hinaus war die Pro GmbH für das Künstlermanagement von Alfred Biolek, Dirk Bach und Ralph Morgenstern verantwortlich. 1987 war Dirk Bach als Mitgesellschafter in das Unternehmen eingestiegen.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2010

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Rundfunk: 25. März -Unter dem Titel Am rechten Rand ist in der ORF-ReportagenreiheAm Schauplatz eine Milieustudie über einen österreichischen Skinhead zu sehen. Die Produktion ist bereits im Vorfeld umstritten, weil FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache dem zuständigen Redakteur vorwirft, während der Dreharbeiten bei einer Wahlkampfveranstaltung der FPÖ in Wiener Neustadt angeblich Provokateure mit Sieg Heil-Rufen eingesetzt zu haben. Außerdem sieht sich Strache durch die (seiner Meinung nach manipulierte) Reportage in die Nähe von Rechtsextremen gerückt.

2009

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Film: Die Bombe ist eine deutsche Reportage und Dokumentation (ZDF) in drei Teilen aus dem Jahr 2009 von dem Anchorman des ZDF-Nachrichtenmagazins heute-journal Claus Kleber und der Filmemacherin und Autorin Angela Andersen. Die Erstausstrahlung erfolgte am 2. August 2009 im ZDF.

Stab:
Regie: Jürgen J. Grosse (Studioregie)
Produktion: Ulrich Lenze
Musik: Nils Kacirek
Kamera: Jürgen Rapp, Tal Larish
Schnitt: Walter Freund

2004

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Film: Fahrenheit 9/11 ist ein Dokumentarfilm in Form einer Reportage des US-amerikanischen Produzenten Michael Moore. Er beleuchtet unter anderem die Geschäftsverbindungen der Familie von Präsident Bush zu arabischen Geschäftsleuten, vor allem zu jenen, die der Bin-Laden-Familie angehören. Dabei schildert der Film die Politik der US-Regierung nach der Zerstörung des World Trade Centers in New York, bekannt unter der US-amerikanischen Kurzbezeichnung für das Datum der Terroranschläge am 11. September 2001, „nine-eleven“. Erklärter Zweck des Films war es, einen Beitrag zur Niederlage von George W. Bush bei den US-Präsidentenwahlen am 2. November 2004 zu leisten. Der Film ist der erfolgreichste Dokumentarfilm aller Zeiten.

Stab:
Regie: Michael Moore
Drehbuch: Michael Moore
Produktion: Dog Eat Dog Films, Miramax Films
Musik: Jeff Gibbs, Bob Golden
Kamera: Andrew Black, Mike Desjarlais
Schnitt: Kurt Engfehr

Besetzung: Craig Unger, Jim McDermott, Michael Moore

1954

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Film: Die Faust im Nacken (Originaltitel: On the Waterfront) ist ein in Schwarzweiß gedrehtes US-amerikanisches Filmdrama von Elia Kazan aus dem Jahre 1954. In den Hauptrollen sind Marlon Brando, Karl Malden und Eva Marie Saint (in ihrem Kinodebüt) zu sehen. Budd Schulberg schrieb das Drehbuch nach einer 1948 publizierten Reportageserie von Malcolm Johnson.

Stab:
Regie: Elia Kazan
Drehbuch: Budd Schulberg
Produktion: Sam Spiegel
Musik: Leonard Bernstein
Kamera: Boris Kaufman
Schnitt: Gene Milford

Besetzung: Marlon Brando, Karl Malden, Lee J. Cobb, Rod Steiger, Eva Marie Saint, Pat Henning, Leif Erickson, James Westerfield, Fred Gwynne

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