Reptilien

Die Reptilien (Reptilia Laurenti, 1768) oder Kriechtiere (lat.reptilis „kriechend“) sind nach traditioneller Auffassung eine Klasse der Wirbeltiere am Übergang von den „niederen“ (Anamnia) zu den „höheren“ Wirbeltieren (Säugetiere und Vögel). Als solche sind sie nach moderner Auffassung keine natürliche Gruppe, sondern ein paraphyletisches Taxon, weil sie nicht alle Nachkommen ihres letzten gemeinsamen Vorfahren enthalten. Das klassische Taxon „Reptilia“ wird daher in der zoologischen und paläontologischen Systematik kaum noch verwendet, und der Taxonname dient nur mehr als informeller Sammelbegriff für Landwirbeltiere mit ähnlicher Morphologie und Physiologie (siehe Merkmale). In diesem Sinne werden aktuell 10.639rezente Reptilienarten unterschieden.

Als monophyletisches Taxon, also als natürliche (vollständige) Abstammungsgruppe, müssten die Reptilien mindestens auch die Vögel enthalten, unter Berücksichtigung bestimmter ausgestorbener Formen sogar auch die Säugetiere. Um diese Verhältnisse abzubilden, wird das bereits 1866 eingeführte und heute als Klade definierte Taxon Amniota genutzt, das alle rezenten Reptilien einschließlich der Säuger und Vögel sowie alle mittlerweile ausgestorbenen Nachfahren ihres letzten gemeinsamen Vorfahren einschließt. Die 1864 eingeführten und heute ebenfalls als Klade definiertenSauropsida umfassen alle rezenten Reptilien einschließlich der Vögel sowie alle ausgestorbenen Formen, die näher mit den heutigen Reptilien und Vögeln verwandt sind als mit den Säugetieren (diese Klade wird mitunter ebenfalls Reptilia genannt). Tatsächlich sind alle rezenten Reptilien näher mit den Vögeln verwandt als mit den Säugetieren, d. h. alle „Reptilien“ der Entwicklungslinie, die zu den Säugetieren führt, sind heute ausgestorben.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Wann Langston, Jr. stirbt. Wann Langston Jr. war ein US-amerikanischer Wirbeltier-Paläontologe, speziell für Reptilien wie Dinosaurier und Amphibien.

1990

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Gestorben: Richard Estes (Paläontologe) stirbt. Richard Estes war ein US-amerikanischer Wirbeltierpaläontologe, spezialisiert auf fossile Reptilien. Er war Professor an der University of California, San Diego.
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Gestorben: David Meredith Seares Watson stirbt. David Meredith Seares Watson war ein britischer Paläontologe, der vor allem auf dem Gebiet der Wirbeltierpaläontologie forschte. Er bekleidete die Jodrell-Professur für Zoologie und Vergleichende Anatomie am University College London von 1921 bis 1951, und wurde aufgrund seiner Verdienste bei der Erforschung der fossilenReptilien vielfach ausgezeichnet.

1970

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Geboren: Rainer Schoch (Paläontologe) wird geboren. Rainer Schoch ist ein deutscher Geowissenschaftler (Paläontologe), der über ausgestorbene Amphibien und Reptilien forscht. Er ist Kurator am Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart.
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Geboren: Frank Glaw wird in Düsseldorf geboren. Frank Rainer Glaw ist ein deutscher Herpetologe. Glaw studierte ab 1987 Biologie in Köln und schloss mit dem Diplom ab. Anschließend ging er an die Universität Bonn, wo er 1989 mit der Arbeit Untersuchungen zur Bioakustik, Systematik, Artenvielfalt und Biogeographie madagassischer Anuren über die Froschlurche Madagaskars promovierte. Seit 1997 ist er Kurator an der Zoologischen Staatssammlung München. Glaws Arbeitsschwerpunkt lag sowohl während seines Studiums als auch nach seiner Dissertation auf der Herpetofauna Madagaskars. Seit dem Ende der 1980er Jahre arbeitet er eng mit Miguel Vences zusammen. Gemeinsam verfassten sie 1992 A Field Guide to the Amphibians and Reptiles of Madagascar, ein Standardwerk für die Amphibien und ReptilienMadagaskars, das – gefördert durch ein Programm der Weltbank – auf Malagasy übersetzt wurde und im Internet kostenlos zur Verfügung steht. Mittlerweile ist es in der dritten Auflage erschienen.?

Reisen & Expeditionen

1899

Forschungsreisen:
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Forschungsreise nach Nordafrika (Tunesien), Arbeiten über die Anatomie und Biologie der Reptilien. (Ludwig Kathariner)

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

2011

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Auflösung: Die Grigfarm Rotter GmbH war ein Schweizer Betrieb zur Zucht von Futtertieren, speziell Grillen. Das Wort «Grig» ist ein älteres, englisches Wort für «Grille», kann aber auch «fröhlicher Kerl» und «guter Mensch» bedeuten. Das Angebot richtete sich verstärkt an Terrarianer, die Reptilien und Amphibien halten.

1969

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Gründung: Die Grigfarm Rotter GmbH war ein Schweizer Betrieb zur Zucht von Futtertieren, speziell Grillen. Das Wort «Grig» ist ein älteres, englisches Wort für «Grille», kann aber auch «fröhlicher Kerl» und «guter Mensch» bedeuten. Das Angebot richtete sich verstärkt an Terrarianer, die Reptilien und Amphibien halten.

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