Rezeption des römischen Rechts

Die Rezeption des römischen Rechts bezeichnet einen kulturgeschichtlichen Vorgang, der gemeinhin als wissenschaftliche Durchdringung der kontinentaleuropäischen Gewohnheits- und Partikularrechte durch das römisch-kanonische Recht verstanden wird. Dieser Einwirkungsprozess des ius commune (Gemeines Recht) auf die iura patriae (Heimatrechte) verlief in Phasen wechselnder Intensität ab dem Hochmittelalter bis zu seinen pandektistischen Ausläufern im 19. Jahrhundert – und nahm damit entscheidenden Einfluss auch auf geltendes Recht, zuletzt etwa auf das deutsche Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) von 1896/1900.

Zu den Beiträgen der Rezeption für die europäische Rechtskultur zählen die Verwissenschaftlichung und Professionalisierung des Fachs hin zu einer wirklichen Jurisprudenz (Rechtsgelehrsamkeit) sowie darauf aufbauend die Systematisierung des Rechtsstoffes für die Bedürfnisse der forensischen Praxis.

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Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1937

Werk:
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Bernhard Walthers privatrechtliche Traktate aus dem 16. Jahrhundert, vornehmlich agrarrechtlichen, lehen- und erbrechtlichen Inhalts (= Quellen zur Geschichte der Rezeption. Bd. 4). Hrsg. u. eingeleitet von Max Rintelen). S. Hirzel, Leipzig

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