Rhythm and Blues

Rhythm and Blues (auch Rhythm & Blues oder Rhythm ’n’ Blues, abgekürzt: R&B, R ’n’ B oder auch RnB) bezeichnet den in den 1940er-Jahren vorherrschenden Stil afroamerikanischer Popmusik: eine rhythmisch stark akzentuierte Form des Blues, aus der später Rock ’n’ Roll, die von Weißen gespielte und produzierte Form des Rhythm and Blues, wurde. Der Begriff Rhythm and Blues tauchte 1941 nach einem Tantiemen-Streit zwischen der amerikanischen Urheberrechtsgesellschaft ASCAP und den Rundfunkanstalten der USA erstmals als Gattungsbegriff auf, um den als diskriminierend empfundenen Begriff Race Music zu ersetzen. So betitelte das Billboard-Magazin ab 1949 eine seiner Spartenhitparaden mit Rhythm and Blues. Den Begriff soll Jerry Wexler geprägt haben, der damalige Journalist und spätere Produzent des Plattenlabels Atlantic Records. In der amerikanischen Musikindustrie wird der Begriff so bis heute auch als Sammelbezeichnung für afroamerikanischeMainstream-Musik verwendet.

In den 1980er- und 1990er-Jahren erfuhr der Begriff eine Neudeutung und bezeichnete Verbindungen von Popmusik und Soul (Michael und Janet Jackson, Whitney Houston, Lionel Richie, Prince), später eine Verbindung von Popmusik und Hip-Hop. Zur genaueren Abgrenzung werden hierfür häufig die Begriffe Contemporary R&B, „Rhythm ’n’ Beat“, „Rap ’n’ Beat“ oder „R&B“ (ausschließlich als Kürzel) verwendet.

mehr zu "Rhythm and Blues" in der Wikipedia: Rhythm and Blues

Geboren & Gestorben

Gestorben:
thumbnail
Alan Freed, US-amerikanischer Radio-DJ stirbt 43-jährig in Palm Springs. Freed hatte in den 1950er Jahren maßgeblichen Anteil an der Verbreitung von Rock ’n’ Roll und Rhythm and Blues im Hörfunk.
Geboren > Vor dem 19. Jahrhundert:
thumbnail
Gottfried Suevus der Ältere, polnischer Rechtswissenschaftler (13. Dezember)

Kunst & Kultur

1987

Kulturgeschichte > Musik > Entwicklungen:
thumbnail
Contemporary R&B wurde zur Sammelbezeichnung für afroamerikanische Mainstream-Musik. Luther Vandross, Prince und Michael Jackson galten als Vorreiter des neuen R&B. Jacksons Alben Thriller (1982, bisher meistverkauftes Album, Stand 2010) und Bad ließen ihn zum Star avancieren. Aber auch klassische Rhythm-and-Blues-Künstler wie Stevie Wonder oder Tina Turner waren erfolgreich. (1980er)

Weitere Einspielungen

1990

thumbnail
spielte Little Willie Littlefield eine Rhythm-and-Blues-Version von Sentimental Journey für sein Album Sing Along With Little Willie Littlefield ein. (Sentimental Journey (Lied))

Coverversionen

1966

thumbnail
Otis Redding hatte einigen Erfolg mit seiner Soulversion des Songs, die auf dem Album Otis Blue: Otis Redding Sings Soul und als Single erschien; in Großbritannien kletterte sie bis auf Platz 33. In dieser Version wurde der bekannte Gitarrenriff von Bläsern gespielt, wie Keith Richards es ursprünglich im Sinn gehabt hatte. Reddings Version wurde schon im Juli 1965 aufgenommen, nur zwei Monate nachdem die Stones-Single veröffentlicht worden war. Redding hatte das Original nie gehört, das selbst von R&B-Sängern wie Redding beeinflusst war. Er änderte einige Wörter, unter anderem sang er auch eher „Satisfashion“ als „Satisfaction“. ((I Can’t Get No) Satisfaction)

"Rhythm and Blues" in den Nachrichten