Roman Herzog

Roman Herzog (* 5. April 1934 in Landshut; † 10. Januar 2017 in Bad Mergentheim) war ein deutscher Jurist und Politiker (CDU). Er war von 1994 bis 1999 der siebte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Zuvor war er von 1978 bis 1980 Kultus-, von 1980 bis 1983 Innenminister des Landes Baden-Württemberg und von 1983 bis 1994 Richter am Bundesverfassungsgericht, ab 1987 als dessen Präsident tätig.

Als Bundespräsident ist Herzog unter anderem für seine Berliner Rede 1997 bekannt, in der er für einen „Ruck durch Deutschland“ und mehr Reformbereitschaft in Gesellschaft und Politik warb. Im Jahr 1996 führte er den 27. Januar als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ein. Er erarbeitete federführend die Europäische Grundrechtecharta und war Vorsitzender des Europäischen Konvents zur Erarbeitung einer Europäischen Verfassung. Zudem prägte er im Jahr 2008 den Begriff „Rentnerdemokratie“.

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Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2012

Ehrung:
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Europäischer Handwerkspreis

2009

2006

Ehrung:
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Landshuter Friedenspreis

2005

Ehrung:
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Leibniz-Ring-Hannover des Presse Clubs Hannover

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Roman Herzog stirbt in Bad Mergentheim. Roman Herzog war ein deutscher Jurist und Politiker (CDU). Er war von 1994 bis 1999 der siebte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Zuvor war er von 1978 bis 1980 Kultus-, von 1980 bis 1983 Innenminister des Landes Baden-Württemberg und von 1983 bis 1994 Richter am Bundesverfassungsgericht, ab 1987 als dessen Präsident tätig.
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Geboren: Roman Herzog wird in Landshut geboren. Roman Herzog war ein deutscher Jurist und Politiker (CDU). Er war von 1994 bis 1999 der siebte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Zuvor war er von 1978 bis 1980 Kultus-, von 1980 bis 1983 Innenminister des Landes Baden-Württemberg und von 1983 bis 1994 Richter am Bundesverfassungsgericht, ab 1987 als dessen Präsident tätig.

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Roman Herzog starb im Alter von 82 Jahren. Roman Herzog wäre heute 84 Jahre alt. Roman Herzog war im Sternzeichen Widder geboren.

Politik & Weltgeschehen

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Staatsbesuch von Bundespräsident Roman Herzog in Litauen
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Deutschland. Bundespräsident Roman Herzog auf Staatsbesuch in der Ukraine
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Der deutsche Bundespräsident Roman Herzog hält seine bekannte Berliner Rede, in der er fordert, durch Deutschland müsse ein „Ruck“ gehen.
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Roman Herzog tritt als neuer Präsident des Bundesverfassungsgerichts die Nachfolge von Wolfgang Zeidler an

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1995

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Literatur: Die Vergabe des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an die renommierte Islamwissenschaftlerin Bonner Orientalistin Annemarie Schimmel löste in der Literaturszene und Presse Unruhe aus, da sie in aus dem Zusammenhang gerissenen kritischen Worten zu Salman Rushdie vermeintlich die Fatwa nachvollziehen konnte und auch die Schriftstellerin Taslima Nasrin angriff. Mit seinem Roman Die satanischen Verse habe er auf eine „sehr üble Art die Gefühle“ gläubiger Muslime verletzt. In den folgenden Monaten wurde sie unter anderem von ihrem ehemaligen Schüler Gernot Rotter heftig angegriffen. Etliche Autoren, Prominente, Verlage und Buchhändler wandten sich in einem Offenen Brief an BundespräsidentRoman Herzog, um die Preisübergabe zu verhindern. Daraufhin fand sich die Jury erneut zusammen, vollzog jedoch die Preisvergabe, während sich Annemarie Schimmel damit entschuldigte, „absolut unpolitisch“ zu sein.

Tagesgeschehen

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München: Kamelle und Jecken am internationalen Holocaustgedenktag: Karnevalsumzug der Vereinigung Damische Ritter in der Münchner Innenstadt. Trotz starker Kritik wurde der Karnevalsumzug in München vom Oberbürgermeister Christian Ude am 27. Januar, dem internationalen Gedenktag des Holocaust angeführt. Von Seiten der Stadt und der Karnevalsvereinigung hieß es, man bedauere die terminliche Überschneidung und sehe es positiv, den Holocaustgedenktag in Deutschland indirekt wieder belebt zu haben. Der Zentralrat der Juden und viele andere Stimmen, darunter der Ehrenvorsitzende der CSU, Edmund Stoiber, kritisierten den Umzug zu diesem Termin. Im Jahr 1996 wurde der 27. Januar vom damaligen Bundespräsident Roman Herzog zum Gedenktag in Deutschland und 2005 dann von der UNO zum offiziellen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ausgerufen.
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Deutschland: Johannes Rau folgt Roman Herzog als deutscher Bundespräsident nach. Er hatte sich in der Wahl am 23. Mai 1999 gegen Dagmar Schipanski und Uta Ranke-Heinemann durchgesetzt.
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Deutschland: Die Amtszeit von Roman Herzog als deutscher Bundespräsident endet nach 1.826 Tagen. Sein Nachfolger Johannes Rau stand schon seit der Wahl am 23. Mai 1999 fest.

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