Rote Armee

Die Rote Arbeiter- und Bauernarmee (russischРабоче-крестьянская Красная армия (PKKA)/ Rabotsche-krestjanskaja Krasnaja armija (RKKA), kurz russischКрасная армия (KA): Rote Armee (RA)) war die Bezeichnung für das Heer und die Luftstreitkräfte Sowjetrusslands bzw. ab 1922 der Sowjetunion. Sie stammte aus der unmittelbaren Zeit nach der Oktoberrevolution, als die Bolschewiki eine Armee konstituierten, die im Russischen Bürgerkrieg den Militärverbänden ihrer Gegner (insbesondere die unter dem Oberbegriff Weiße Armee zusammengefassten Gruppen) gegenüberstand. Seit Februar 1946 trug die Rote Armee, die zusammen mit der Sowjetischen Marine den Hauptbestandteil der Streitkräfte der Sowjetunion verkörperte, den offiziellen Namen Sowjetarmee (russischСоветская Армия (СА)/Sowjetskaja Armija).

Obwohl die Rote Armee, bzw. ab 1946 die Sowjetarmee, ausschließlich die TeilstreitkräfteLandstreitkräfte, Luftstreitkräfte, Luftverteidigung (ab 1948) und Strategische Raketentruppen (ab 1960) umfasste, standen beide Begriffe in der allgemeinen Wahrnehmung oftmals für die gesamten sowjetischen Streitkräfte.

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Sowjetunion

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In Moskau wird der stellvertretende Volkskommissar für Verteidigung und Marschall der Sowjetunion Michail Nikolajewitsch Tuchatschewski in einem geheimen Militärgerichtsprozess zum Tode verurteilt und am nächsten Tag hingerichtet. Im gleichen Prozess werden sieben weitere hohe Offiziere der Roten Armee verurteilt, die damit faktisch „enthauptet“ wird.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1938

Ehrung:
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Medaille „20 Jahre Rote Armee der Arbeiter und Bauern” (Wassili Konstantinowitsch Blücher)

Sonstige Ereignisse

1940

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KomandArm I und KomandArm II – militärische Rangbezeichnung in der Roten Arbeiter- und Bauernanrmee bis zum 6. Mai (Komandarm)

Zeittafel

1944

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Nach Bombardierung Räumung der Stadt vor der Roten Armee. (Kutusowo)

Geschichte > 20. Jahrhundert und jüngste Vergangenheit

1944

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wurde am Güterbahnhof ein KZ-Außenlager des KZ Sachsenhausen für Juden und Polen errichtet, die in der Rüstungs- und kriegswichtigen Produktion Zwangsarbeit unter unmenschlichen Bedingungen Arbeit verrichten mussten. Der Tod von vier Frauen und einem Säugling ist dokumentarisch belegt. Das Lager wurde im April 1945 von der Roten Armee befreit. Im Jagdschloss wurde die Kommandantur errichtet. Mit Flüchtlingen zählte die Stadt 9000 Einwohner. (Königs Wusterhausen)

1944

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wurde am Güterbahnhof ein KZ-Außenlager des KZ Sachsenhausen für Juden und Polen errichtet, die in der Rüstungs- und kriegswichtigen Produktion Zwangsarbeit unter unmenschlichen Bedingungen verrichten mussten. Der Tod von vier Frauen und einem Säugling ist dokumentarisch belegt. Das Lager wurde im April 1945 von der Roten Armee befreit. Im Jagdschloss wurde die sowjetische Kommandantur eingerichtet. Einschließlich der Flüchtlinge zählte die Stadt 9000 Einwohner. (Königs Wusterhausen)

Bekannte Militärparaden > Historisch

1945

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Siegesparade der Roten Armee in Moskau (Militärparade)

Politik & Weltgeschehen

1956

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Zweiter Weltkrieg: Die Rote Armee hisst die sowjetische Fahne auf dem Reichstagsgebäude. Adolf Hitler, der Diktator des Dritten Reiches, begeht Selbstmord.
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Zweiter Weltkrieg: Die Rote Armee erobert die Stadt Stettin, britische Truppen nehmen die Stadt Bremen ein.
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Zweiter Weltkrieg: Die Schlacht um Ostpreußen geht mit dem Aufreiben verbliebener Reste der deutschen Wehrmachtseinheiten im Samland durch die Rote Armee zu Ende.
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Sowjetische Truppen erobern Danzig im Zweiten Weltkrieg. (30. März)

Kunst & Kultur

1945

Kultur und Sehenswürdigkeiten > Denkmale:
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Die Bronzetür des Rathauses, die 1966 von dem Bildhauer Jo Jastram geschaffen wurde, zur Ehrung der kampflosen Übergabe der Stadt an die Rote Armee durch den Stadtkommandanten Oberst Rudolf Petershagen am 30. April (Greifswald)

Gliederung > Leitung und Gremien

1956

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Rudolf Petershagen, ehemaliger Stadtkommandant von Greifswald, der am 29. April 1945 durch kampflose Übergabe an die Rote Armee die Stadt vor der Zerstörung bewahrte (Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald)

Geschichte > Entwicklungen nach 1945 > Im Ausland stationierte Truppenkontingente nach 1945

1958

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In Rumänien standen sowjetische Truppen der Südgruppe bis

1958

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In Rumänien standen sowjetische Truppen bis

Strategien der UdSSR / Warschauer Pakt

1951

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befahl der sowjetische Regierungschef Generalissimus Josef Stalin die Entwicklung von Strategien für den Nuklearkrieg. Die Sowjetarmee sah ebenfalls den Präventivkrieg als Option vor. Nikita Sergejewitsch Chruschtschow erklärte am 14. Januar 1960 vor dem Obersten Sowjet, dass der globale Atomkrieg eine strategische Option sei, die es erlaube, „das Land oder die Länder, die uns überfallen... buchstäblich dem Erdboden gleichzumachen“. 1952 sollte Marschall Pawel Fjodorowitsch Schigarew eine strategische Bomberflotte der UdSSR aufbauen, die in der Lage sein sollte, die USA mit Nuklearwaffen anzugreifen. Entsprechende Luftstützpunkte wurden 1952 in Dikson und auf der Schmidt-Insel eingerichtet, von wo aus modifizierte Tupolew Tu-4 regelmäßig im internationalen Luftraum nahe den US-Basen in Kanada und auf Grönland Einsatzflüge unternahmen. (Nuklearstrategie)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1974

Baudenkmäler und Erinnerungsstätten:
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Ehrenhain für die Soldaten der Roten Armee und Albert Kuntz im Stadtpark (Wurzen)

1939

Werk:
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sein größtes Werk: Ein fünf Meter hohes Paul-von-Hindenburg-Standbild auf dem Kyffhäuser bei Sondershausen. Das Werk wurde von der Roten Armee nur vergraben, tauchte vor einigen Jahren wieder auf und sorgt seitdem für eine Lokalposse. (Hermann Hosaeus)

Musik

1974

Konzert:
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Teilnahme am Internationalen Akkordeon-Festival in Wien (Akkordeon-Orchester Bad Vilbel)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2000

Film:
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In stürmischen Zeiten (The Man Who Cried) - (Regie, Buch) (Sally Potter)
Rundfunk:
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Der Reichssender Wien stellt sein Programm ein. Die Truppen der Roten Armee überschreiten an diesem Tag die Wiener Stadtgrenze.
Rundfunk:
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Die Rote Armee befreit das seit September 1941 von der Wehrmacht belagerte Leningrad.

Geografie > Stadtgliederung

2006

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Glau in den Glauer Bergen mit der Friedensstadt, im Naturpark Nuthe-Nieplitz
1368 wurde der Ort der heute etwa 330 Einwohner hat erstmals urkundlich als Gloych erwähnt. Das Wort bedeutet Kopf und ist als Metapher für Berg zu verstehen. 1920 bis 1935 ließ Joseph Weißenberg das christliche Siedlungswerk Friedensstadt mit 40 Gebäuden errichten, welche etwa 500 Menschen Platz boten. Die Siedlung war zur damaligen Zeit die größte und modernste Privatsiedlung Deutschlands. 1938 übernahm die SS das Gelände und nach Ende des Zweiten Weltkrieges die Rote Armee. 1994 erhielt die Johannische Kirche das Gelände zurück. (Trebbin)

Tagesgeschehen

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Tallinn/Estland: Nach der Entfernung eines Denkmals für die Rote Armee kommt es zu schweren Ausschreitungen in der estnischen Hauptstadt Tallinn durch rund 200 Randalierer aus der russischen Minderheit und zu diplomatischen Spannungen mit Russland. „Die estnische Regierung hat auf diese Gräber gespuckt“, äußert Außenminister Sergei Wiktorowitsch Lawrow im Verlauf der Tagung der Nato-Außenminister in Oslo.

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