Turkana-See

Der Turkana-See (auch noch unter seinem früheren Namen Rudolfsee bekannt) ist mit 6405 km² das größte Binnengewässer Kenias, der größte „Wüsten“- sowie einer der größten „Endseen“ der Erde, wobei der nördlichste Teil mit 22,7 km² zu Äthiopien gehört. Der Turkanasee versalzt immer mehr und sein Wasserspiegel sinkt ab, da der See mit Omo, Turkwel und Kerio zwar Zuflüsse hat, aber durch Verdunstung mehr Wasser verliert und sich die Mineralsalze anreichern („Versalzung“).

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Geboren & Gestorben

1972

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Geboren: Louise Leakey wird geboren. Louise N. Leakey ist in dritter Generation der jüngste Spross einer Dynastie führender kenianisch-britischer Paläoanthropologen. Sie ist die Tochter von Meave und Richard Leakey und wurde bereits im Alter von wenigen Wochen zu Grabungen am Turkana-See mitgenommen. Seit 2002 ist Louise Leakey außerordentliche Professorin für physische Anthropologie an der Stony Brook University in New York. Sie war Co-Autorin der Erstbeschreibung von Kenyanthropus platyops.
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Geboren: Friedemann Schrenk wird in Stuttgart geboren. Friedemann Schrenk ist ein deutscher Paläoanthropologe. Am 11. August 1991 fand einer seiner Helfer in Uraha, einem kleinen Dorf bei Karonga in Malawi, den bezahnten Unterkiefer UR 501 eines 2,4 Millionen Jahre alten Hominiden. Das Fossil wurde 1993 in der Fachzeitschrift Nature als Homo rudolfensis eingeordnet und galt bis zur Beschreibung des Unterkiefer-Fragments LD 350-1 im März 2015 als der älteste Vertreter der Gattung Homo – eine halbe Million Jahre älter als das Fragment, das Richard Leakey 1972 am Turkana-See gefunden hatte.
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Geboren: Richard Leakey wird in Nairobi geboren. Richard Erskine Leakey gehört zusammen mit seiner Frau Meave Leakey zu einer weltweit bekannten Familie bedeutender Paläoanthropologen. Er fand am Turkana-See u. a. fossile Schädel von Homo habilis und Homo erectus. 1989–1995 und 1998–2004 leitete er den Kenya Wildlife Service. Im Jahr 1995 war er an der Gründung der Oppositionspartei Safina (Swahili für „Arche“) beteiligt, für die er 1997 ins kenianische Parlament einzog.
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Geboren: Meave Leakey wird in London geboren. Meave (Epps) Leakey gilt zusammen mit ihrem Mann Richard Leakey als eine der bedeutendsten PaläoanthropologInnen der Gegenwart. Sie gräbt und forscht rund um den Turkana-See in Kenia nach fossilen Überresten früher Vorfahren des Menschen. Meave Leakey entdeckte u. a. 1994 in Kanapoi (Kenia) die bisher älteste Australopithecusart (Australopithecus anamensis) und 1999 einen 3,5 Millionen Jahre alten und fast vollständig erhaltenen Schädel aus dem Formenkreis der Australopithecinen. Er wurde von ihr einer neuen Gattung zugeschrieben und Kenyanthropus platyops benannt.

Wissenschaft & Technik

Ereignisse > Wissenschaft und Technik:
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Die österreichisch-ungarischen Afrikaforscher Sámuel Teleki und Ludwig von Höhnel entdecken in Ostafrika ein Gewässer, das sie zunächst dem österreichischen Thronfolger Kronprinz Rudolf zu Ehren Rudolfsee taufen, den heutigen Turkana-See. (5. März)

Tagesgeschehen

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New York City/Vereinigte Staaten: Im Fachmagazin Nature geben Archäologen der Columbia University um Christopher Lepre die Entdeckung der mit 1,76 Millionen Jahre bislang ältesten gefundenen Faustkeile im Turkana-Becken im Nordwesten Kenias bekannt.

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