Geschichte Rumänien

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Rumänien (rumänisch România) ist eine semipräsidentielle Republik im geografischen Grenzraum zwischen Mittel- und Südosteuropa. Das Land liegt am Schwarzen Meer und erstreckt sich in westlicher Richtung über den Karpatenbogen bis zur Pannonischen Tiefebene. Rumänien grenzt an fünf Staaten: im Süden an Bulgarien, im Westen an Serbien und Ungarn, im Norden an die Ukraine, im Osten an Moldawien und erneut die Ukraine.

Der moderne rumänische Staat entstand 1859 durch die Vereinigung der Fürstentümer Moldau und Walachei. 1918 wurde das Staatsgebiet auf Siebenbürgen (Transsilvanien) ausgeweitet. Nach 1945 war Rumänien während des Kalten Krieges Teil des Warschauer Paktes. Seit 1989 hat sich Rumänien politisch den westeuropäischen Staaten angenähert und wurde Mitglied der NATO (2004) sowie der Europäischen Union (2007).

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Ereignisse

1775
Übersicht: Ereignisse: Erwerb der Bukowina (heute zwischen Rumänien und der Ukraine geteilt) von den Osmanen (Maria Theresia)
19.08.1858
Europa: Bei einer Konferenz in Paris beschließen die europäischen Großmächte aus den beiden Fürstentümern Walachei (Ţara Românească) und Moldau (Moldova) ein Fürstentum zu bilden, den Vorläufer des heutigen Rumäniens
[1] de.wikipedia.org/wiki/1858
11.02.1866
Eine konspirative Gruppe von Militärs dringt in den Palast des reformorientierten ersten Fürsten von Rumänien Alexandru Ioan Cuza ein und zwingt diesen zur Abdankung.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1866
26.03.1866
Carol I. wird zum neuen Fürsten von Rumänien erhoben.
[1] de.wikipedia.org/wiki/26._März
09.05.1877
Europa: Rumänien erhält die Unabhängigkeit.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1877
13.06.1878
Balkan / Osmanisches Reich: bis 13. Juli: Berliner Kongress unter dem Vorsitz Otto von Bismarcks: Rumänien, Serbien und Montenegro werden unabhängig, Rumänien erhält zudem die Dobrudscha, muss dafür jedoch einen Teil von Bessarabien an Russland abtreten. Bulgarien erhält einen Sonderstatus, bleibt jedoch dem Osmanischen Reich gegenüber tributpflichtig. Österreich-Ungarn darf Bosnien und die Herzegowina besetzen, Großbritannien erhält Zypern pachtweise, während Raszien, Albanien, Makedonien und Rumelien beim Osmanischen Reich verbleiben.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1878
30.10.1883
Europa: Rumänien schließt sich dem Dreibund an.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1883
09.01.1901
Europa: Nach dem Bekanntwerden eines tödlichen Pestfalles in Konstantinopel (heute Istanbul) wird der Personen- und Güterverkehr zwischen Rumänien und dem Osmanischen Reich vorläufig eingestellt. Auch der Orient-Express verkehrt nicht mehr. In den folgenden Wochen häufen sich weltweit Meldungen über Pestfälle in Hamburg, Kingston upon Hull und Kapstadt.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1901
1902
Veröffentlichung: Die Judenfrage in Rumänien (Joseph Samuel Bloch)
08.02.1907
Europa: Im rumänischen Teil Moldawiens kommt es zu blutigen Bauernaufständen gegen Großgrundbesitzer und Juden. Wegen der schnellen Ausbreitung auf andere Regionen wird im März der Belagerungszustand über das ganze Land verhängt. Bei der Niederschlagung des Aufstandes kommen ca. 11.000 Bauern um.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1907
27.07.1916
Den kanadischen Forschern Frederick Banting und Charles Best gelingt die Extraktion von Insulin, sie nannten es Isletin. Im selben Jahr jedoch ließ Nicolae Paulescu in Rumänien das Herstellungsverfahren für dieses Hormon patentieren – die Gewinnung von Insulin (er nannte es Pankrein) aus Pankreasgewebe ist dem Forscher schon 1916 gelungen.
[1] de.wikipedia.org/wiki/27._Juli
27.08.1916
Erster Weltkrieg: Rumänien erklärt Österreich-Ungarn den Krieg in der Hoffnung auf Gebietszuwächse
[1] de.wikipedia.org/wiki/1916
27.11.1919
Mit dem Vertrag von Neuilly-sur-Seine verliert Bulgarien die thrakischen Gebiete an Griechenland, die Westgebiete an Serbien und die Süddobrudscha mit Silistra an Rumänien.
[1] de.wikipedia.org/wiki/27._November
1921
Nachkommen: Margarethe (1895-1992) ∞ Prinz Renato von Bourbon-Parma, ihre Tochter Anna wurde Königin von Rumänien (Waldemar von Dänemark)
1936
Internationaler Erfolg: 4. Platz Olympische Spiele in Berlin, griech.-röm. Stil, Federgewicht, nach Siegen über Slazak, Polen, Horvath, Rumänien, Karcher, Frankreich, Morrell, Großbritannien und einer Niederlage gegen Einar Karlsson, Schweden; (Sebastian Hering)
10.11.1940
Ein Erdbeben der Stärke 7,3 in Rumänien fordert etwa 1.000 Tote.
[1] de.wikipedia.org/wiki/10._November
23.08.1944
Zweiter Weltkrieg. Nach einem Staatsstreich und der Entmachtung von „Staatsführer“ Ion Antonescu schließt Rumänien mit den Alliierten einen Waffenstillstand.
[1] de.wikipedia.org/wiki/23._August
25.08.1944
Zwei Tage nach einem Staatsstreich und im Ergebnis der Bombardierung Bukarests durch die deutsche Luftwaffe erklärt Rumänien Deutschland den Krieg.
[1] de.wikipedia.org/wiki/25._August
16.12.1945
Weitere Ereignisse weltweit: In Moskau beginnt die Außenministerkonferenz der Vertreter der USA, der UdSSR und Großbritanniens. Die Sowjetunion verzichtet auf eine Beteiligung an der Militärverwaltung in Japan und stimmt der Aufnahme zweier nichtkommunistischer Minister in die Regierungen Rumäniens und Bulgariens zu.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1945
01.06.1946
In Rumänien wird Ion Antonescu, der das Land im Zweiten Weltkrieg als „Conducator“ und Verbündeter Deutschlands führte, nach Aburteilung durch ein Volksgericht hingerichtet.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1946
19.11.1946
Bei den Parlamentswahlen in Rumänien erhält die KP nach offiziellen Angaben 79,86 Prozent der Stimmen. Beobachter sprechen von massiver Wählerbeeinflussung und Wahlfälschung.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1946
1947
Im Laufe des Jahres erfolgen in einer Reihe mittel- und osteuropäischer Länder Weichenstellungen für kommunistische Machtübernahmen, so dankt in Rumänien König Michael I. ab und in Bulgarien wird eine neue Verfassung erlassen. In der Tschechoslowakei kommt die KP durch Wahlen zunächst legal an die Macht.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Rundfunkjahr_1947
10.02.1947
Friedensverträge von Paris mit Finnland, Italien, Ungarn, Rumänien und Bulgarien.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1947
28.07.1947
Die rumänische Regierung löst die Bauernpartei auf.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1947
15.09.1947
Die Pariser Friedensverträge mit Deutschlands europäischen Verbündeten im Zweiten Weltkrieg (Italien, Rumänien, Ungarn, Bulgarien und Finnland) treten in Kraft.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1947
13.04.1948
Rumänien gibt sich eine Verfassung nach sowjetischem Vorbild.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1948
08.06.1948
Die Sowjetunion halbiert die Reparationsleistungen Ungarns und Rumäniens.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1948
17.10.1949
Die DDR tauscht die diplomatischen Vertreter mit Bulgarien, der ČSR, Polen, Ungarn, Rumänien und der Volksrepublik China aus.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1949
06.12.1949
In einem Gefängnis der rumänischen Stadt Pitești beginnt ein vom Geheimdienst geleitetes, von Erniedrigung und Folter geprägtes „Umerziehungsprogramm“, das später unter der Bezeichnung Pitești-Experiment bekannt wird.
[1] de.wikipedia.org/wiki/6._Dezember
1952
Länderkampf: in Moskau, Polen gegen Rumänien, Fe, Punktniederlage gegen Eustatiu Margarit (Leszek Drogosz)
1952
Länderkampf: in Moskau, Polen gegen Rumänien, Punktsieger über Ilie Toma (Henryk Kukier)
1955
Länderkampf: in Wroclaw, Polen gegen Rumänien (Junioren), Hw, Punktsieger über Mihai Stojan (Henryk Dampc)
1955
Länderkampf: in Stettin, Polen Jun. gegen Rumänien Jun., Mi, Punktniederlage gegen Gheorghe Negrea (Tadeusz Walasek)
14.12.1955
Ungarn, Spanien, Ceylon, Nepal, Österreich, Portugal, Rumänien, Laos, Libyen, Jordanien, Kambodscha, Irland, Italien, Finnland, Bulgarien und Albanien werden Mitglieder der Vereinten Nationen.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1955
1956
Länderkampf: in Bukarest, Rumänien gegen Polen (Junioren), Ba, Punktsieger über Andrei Farkas (Jerzy Adamski)
14.07.1956
Leichtathletik:Iolanda Balaș, Rumänien, sprang in der Kategorie der Damen 1,75 m.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Sportjahr_1956
27.07.1956
Rumänien wird Mitglied in der UNESCO.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1956
23.09.1956
Leichtathletik: – Elisabeth Buda, Rumänien, lief die 1000 m der Damen 02:50,2 min.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Sportjahr_1956
1957
Internationaler Erfolg: 1. Platz bei den III. Internationalen Sportfestspiele in Moskau, vor Hussein Mechmedow und Francisc Balla, Rumänien; (Iwan Gawrilowitsch Bogdan)
21.03.1959
Leichtathletik:Iolanda Balaș, Rumänien, erreichte im Hochsprung der Damen 1,84 Meter.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Sportjahr_1959
16.07.1961
Weltrekorde - Leichtathletik:Iolanda Balaș, Rumänien, sprang in der Kategorie der Damen 1,91 Meter.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Sportjahr_1961
18.07.1961
Weltrekorde - Leichtathletik:Iolanda Balaș, Rumänien, erreichte im Hochsprung der Damen 1,88 Meter.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Sportjahr_1961

Weiterführende Informationen

Literatur

  • Ion Bulei: Kurze Geschichte Rumäniens. Bukarest 1998. ISBN 973-96876-2-8
  • Ronald Bachmann: Romania. A Country Study. Washington 1991.
  • Tom Gallagher: Modern Romania: The End of Communism, the Failure of Democratic Reform, and the Theft of a Nation [Taschenbuch], New York University Press, 2008, ISBN 0-8147-3201-1
  • Thede Kahl, Michael Metzeltin, Mihai Răzvan Ungureanu (Hrsg.): Rumänien. Raum und Bevölkerung – Geschichte und Geschichtsbilder – Kultur – Gesellschaft und Politik heute – Wirtschaft – Recht – Historische Regionen, 2 Bände, LIT Verlag, 2. Aufl., Wien-Berlin 2008, 976 S., ISBN 978-3-8258-0069-7
  • Thede Kahl, Larisa Schippel (Hrsg.): Kilometer Null. Politische Transformation und gesellschaftliche Entwicklungen in Rumänien seit 1989, Reihe Forum: Rumänien, Band 10, Frank und Timme Verlag, Berlin 2010, 488 S., ISBN 978-3-86596-344-4
  • Michael Metzeltin: România: Stat – Națiune – Limbă, Bucureşti, Editura Univers Enciclopedic, 2002.
  • Steven W. Sowards: Moderne Geschichte des Balkans. Der Balkan im Zeitalter des Nationalismus BoD, Norderstedt 2004 ISBN 3-8334-0977-0
  • Kurt Scharr: Die Karpaten. Balthasar Hacquet und das vergessene Gebirge in Europa. Studien-Verlag, 2004. ISBN 978-3-7065-1952-6
  • Historisches Erbe – Kapital für die Zukunft? Deutsche Spuren in Rumänien. Dokumentation des Potsdamer Forums vom 24. April 2003 im Alten Rathaus Potsdam. Deutsches Kulturforum östliches Europa e.V., Potsdam 2003, ISBN 978-3-936168-10-5

    Weblinks

  • Länderinformationen des Auswärtigen Amtes zu Rumänien
  • Umfangreiche und aktuelle wirtschaftliche Daten über Rumänien auf der Webseite der IHK Pfalz
  • Rumänisches Touristenamt – Informationen rund um Rumänien, Reiseziele und Attraktionen
  • Das erste Rumänien-Portal, gegr. 1996 (englisch)
  • Online-Wandzeitung der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildung mit aktuellen Infos, auch zum EU-Beitritt
  • Länderinformationen auf: Cotaru.com „Quo vadis, Romania? – Krise, Wirtschaft und Gesellschaft im Blick“
  • Fotogalerie
  • Karte

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