Rundfunksender

Ein Rundfunksender (Rundfunksendeanlage) im technischen Sinne ist eine Sendeanlage zur Erzeugung und Abstrahlung von elektromagnetischen Wellen. Das von diesen Funkwellen übertragene Hörfunk- oder Fernseh­signal, das Rundfunkprogramm, ist für die Öffentlichkeit bestimmt und wird über Rundfunkempfangsgeräte (Radios bzw. Fernseher) wiedergegeben.



Technik




Die Sendefrequenz, oft auch Kanal genannt, kann im Lang-, Mittel-, Kurz- oder Ultrakurzwellenbereich (abgekürzt: LW, MW, KW, UKW) liegen.Die Trägerfrequenzen der LW- bis KW-Sender sind meist amplitudenmoduliert. Die langwelligen und zum Teil auch die mittelwelligen Signale folgen der Erdkrümmung, so dass sie bei entsprechender Sendeleistung weltweit empfangen werden können. Die Wellen des höheren Mittelwellenbandes und der Kurzwellen dagegen werden zwischen den Grenzschichten der Atmosphäre und der Erdoberfläche reflektiert, so dass auch mit ihnen – bei deutlich geringerer Sendeleistung – um den Erdball gefunkt werden kann. Allerdings kann in diesem Fall unter Umständen das Signal mehrfach empfangen werden, so dass es zu Verfälschungen kommt (Fading). Außerdem ist die Amplitudenmodulation sehr störanfällig gegenüber atmosphärischen Ladungen und Entladungen (zum Beispiel Gewitter). Abgestrahlt wird mit Langdrahtantennen in verschiedenen Ausführungen (zum Beispiel Kastenantennen oder Langdrahtantennen mit Spulenverlängerung), die eine Seite eines Dipols bilden. Die andere Seite bildet die Erde.UKW-Rundfunksender arbeiten frequenzmoduliert und senden über echte Dipole mit abgestimmter Länge. Die Wellen in diesem Bereich werden von der Erde und der Ionosphäre nicht reflektiert, so dass Überreichweiten kaum auftreten. Außerdem lässt die Frequenzmodulation störungsfreiere Übertragung zu. Da zudem einem UKW-Rundfunksender eine deutlich höhere Bandbreite gegenüber einem Sender auf Lang-, Mittel- und Kurzwelle zur Verfügung steht, die eine wesentlich bessere Signalqualität erlaubt und unter anderem auch die Übertragung von Stereosendungen ermöglicht, wird heute überwiegend im UKW-Bereich gearbeitet.Ein Rundfunksender strahlt in der Regel seine elektromagnetischen Wellen ungerichtet ab. Das heißt, dass die Signale im Winkel von 360° um den Sender empfangen werden können. Damit wird eine gute Flächendeckung erreicht, was den Empfang der Programme für große Teile der Bevölkerung ermöglicht. In Grenzregionen muss aufgrund internationaler Vereinbarungen unter Umständen gerichtet gesendet werden, das heißt, die Abstrahlung des Sendesignals in eine bestimmte Richtung wird so weit wie möglich unterdrückt.Der Leistungsbereich eines Rundfunksenders kann im Bereich weniger Watt bis zu einigen Megawatt liegen....

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Wissenschaft & Technik

1987

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In Norwegen wird der letzte Linjesender, ein Langwellen-Rundfunksender, stillgelegt.

Tagesgeschehen

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Beirut/Libanon: Israels Armee hackt das Sendesignal des der Hisbollah nahestehenden Fernsehsenders Al-Manar zur psychologischen Kriegführung. Während der Nachrichten unterbrechen die israelischen Techniker das Signal, sodass stattdessen eine 90-Sekunden-Sendung gezeigt wird, die die Moral der Hisbollah untergraben soll. Daneben setzt sich Israel auch auf das UKW-Signal mehrerer Radiosender und verschickt SMS an libanesische Handybesitzer, in denen sie mitteilt, ihr Kampf gelte der Hisbollah und nicht dem libanesischen Volk.

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