Russisch-Litauische Kriege

Die Russisch-Litauischen Kriege (russischРусско-литовские войны) waren eine mehrere Jahrhunderte umfassende Reihe von Auseinandersetzungen, in denen das Großfürstentum Litauen zunächst stark auf das Gebiet der Rus expandierte und in die inneren Machtkämpfe zwischen russischen Fürstentümern eingriff. Nach der Konsolidierung der nordöstlichen Rus unter der Führung des Großfürstentums Moskau waren diese Kriege jedoch zunehmend von der Überlegenheit der russischen Seite gekennzeichnet, was die litauische Seite schließlich zur Union von Lublin mit dem Königreich Polen bewog. Bei den weiteren Kriegen Russlands mit diesem politischen Gebilde spricht die Historiographie von Russisch-Polnischen Kriegen.

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Sonstige Ereignisse

1480

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Stehen an der Ugra

Politik & Weltgeschehen

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Angesichts einer immer bedrohlicher werdenden Westexpansion Russlands (Russisch-Litauische Kriege) drängt der litauische Adel auf eine engere Verbindung mit Polen. In langwierigen Verhandlungen, die durch den hinhaltenden Widerstand der litauischen Magnaten und übertriebene polnische Forderungen erschwert werden, wird schließlich die Union von Lublin begründet. Der Unionsvertrag sieht die unauflösliche Einheit Polens und Litauens unter einem gemeinsamen Herrscher vor, der von dem gemeinsamen Reichstag gewählt und in Krakau gekrönt wird. Es entsteht die Realunion Polen-Litauen.

Europa

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Osteuropa: Nach kurzer Verhandlungsdauer wird ein Waffenstillstandsvertrag zwischen dem Großfürstentum Litauen und dem Großfürstentum Moskau in Moskau unterzeichnet (zunächst auf fünf Jahre, später bis 1533 verlängert). Smolensk wird als derzeitiger Besitz Moskaus im Vertragstext ausdrücklich erwähnt. (vgl. Russisch-Litauische Kriege)

1512

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Osteuropa: Russisch-Litauische Kriege: Das Verhältnis zwischen der Personalunion Polen-Litauen und dem Großfürstentum Moskau bleibt auch nach dem Friedensschluss von 1508 gespannt. Als den Moskauer Großfürsten Wassili III. die Nachricht von der angeblichen Verhaftung seiner Schwester Elena erreicht, eröffnet er den Krieg gegen König Sigismund, um einem erneuten Zusammenspiel zwischen Polen-Litauen und den Krimtataren zuvorzukommen. Am 14. November werden Moskauer Vorausabteilungen gegen Smolensk in Marsch gesetzt, am 19. Dezember schließt sich der Großfürst persönlich mit seinem Gefolge den vorrückenden Truppen an.
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Weitere Ereignisse in Europa: Nach dem für Moskau erfolgreichen Abschluss des ersten litauisch-russischen Krieges (1492–1494) erkennt Großfürst Alexander die Eroberungen Iwans III. (Wjasma und restliches Oka-Gebiet) weitgehend an. Er verzichtet auf die früheren Rechte Litauens in Nowgorod und Twer.

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