Rust (Burgenland)

Rust (Burgenland) (Österreich)

Die FreistadtRust (ungarischRuszt, kroatischRušta) ist eine Statutarstadt im Burgenland in Österreich.

Rust ist mit nur 1912 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) der kleinste Verwaltungsbezirk und auch die kleinste Statutarstadt Österreichs. Bekannt ist Rust vor allem als Stadt der Störche und als Weinbaugemeinde. Rust gehört seit 1921 zum österreichischen Burgenland und besitzt das Stadtrecht seit 1681, als es zur königlich ungarischen Freistadt erhoben wurde.



Geschichte




In der vorchristlichen Zeit war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.Später, unter den Römern, lag das heutige Rust dann in der Provinz Pannonien.Erstmals urkundlich erwähnt ist Rust im Jahre 1317 als Ceel (ungar. szilUlme, Rüster“) in einer Schenkungsurkunde des ungarischen Königs Karl Robert I. von Anjou-Neapel für seinen Gefolgsmann Desiderius Hedevary als possessio Ceel vocatum circa stagnum Ferthew. Somit ist entweder der deutsche Ortsname Rust eine Übersetzung aus dem früheren ungarischen Ortsnamen Szil oder diese ursprüngliche ungarische Form stellt umgekehrt eine Übersetzung aus dem Deutschen dar. Der heutige ungarische Ortsname Ruszt ist später lautgetreu aus dem Deutschen Rust übernommen worden.Um 1470 erhielt Rust das Marktrecht und seit 1524 haben die Ruster das von Königin Maria von Ungarn verbriefte Recht, als Markenzeichen ein gekröntes «R» in ihre Fässer einzubrennen. Dieses «R» wird auch heute noch als Gütezeichen im Korkbrand der Flaschenweine verwendet. Im Jahre 1649 kaufte sich Rust von der Herrschaftsuntertänigkeit frei, die Stadt bezahlte dafür 60.000 Goldgulden und 500 Eimer besten Weines an die Habsburger: fast 30.000 Liter Ruster Ausbruch der Sorte Furmint. Am 3. Dezember 1681 erhielt Rust von Kaiser Leopold I. den Titel königliche Freistadt (Reichstag in Ödenburg).Rust, bis 1921 zum Königreich Ungarn und seitdem zur Republik Österreich gehörig, übt seine Selbstverwaltung durch ein eigenes Stadtrecht aus. Da Rust bereits vor dem Anschluss des Burgenlandes an Österreich (ungarische) Freistadt war, wurde es nach 1921 Statutarstadt und stellt seitdem den kleinsten Verwaltungsbezirk Österreichs dar. Eine Ausnahme bildet Rust beim Kfz-Kennzeichen: für das Gebiet der Stadt werden die sicherheitspolizeilichen Aufgaben direkt vom Sitz der Landespolizeidirektion in Eisenstadt aus besorgt, ein eigenes Polizeikommissariat besteht nicht, deshalb wird für Rust der Kennbuchstabe E vergeben.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Ludwig Schandl stirbt in Rust. Ludwig Paul Schandl war ein österreichischer Weinbauer und Politiker (FPÖ). Schandl war von 1956 bis 1958 Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag. Schandl war verheiratet.
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Geboren: Johanna Auer wird in Rust, Burgenland geboren. Johanna Auer ist eine österreichische Politikerin (SPÖ).
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Gestorben: Karl Ratzenböck stirbt in Rust. Karl Ratzenböck war ein österreichischer Landwirt und Politiker. Ratzenböck war verheiratet und Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag.
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Geboren: Erich Karassowitsch wird in Rust geboren. Erich Karassowitsch ist ein ehemaliger österreichischer Weinbauer und Politiker (FPÖ). Karassowitsch ist verheiratet und vertrat von 1994 bis 1997 die FPÖ als Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag.
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Gestorben: Alfred Ratz stirbt in Rust. Alfred Ratz war ein österreichischer Wirtschaftsbesitzer und Politiker (CS). Ratz war verheiratet, Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag und Landesrat in der Burgenländischen Landesregierung.

Städtepartnerschaften

2006

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Ungarn Tokaj in Ungarn, seit

1981

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Osterreich Rust (Österreich) seit (Kulmbach)

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