Südamerika

Südamerika

Lage Südamerikas auf einer Weltkarte
Flche17.843.000km
Bevlkerung418 Millionen
Bevlkerungsdichte23,4 Einwohner/km
Lnder13
ZeitzonenUTC?6 (Ecuador) bis UTC?2 (Brasilien)
Satellitenbild von Südamerika

Südamerika ist der südliche Teil des amerikanischen Doppelkontinentes, hat eine Bevölkerung von 418 Millionen Menschen und ist mit einer Fläche von 17.843.000 km² die viertgrößte kontinentale Landfläche der Erde.

Südamerika ist im Osten vom Atlantischen Ozean und im Westen vom Pazifischen Ozean umgeben. Die Insel Feuerland an der Südspitze Südamerikas wird durch die Drakestraße vom Nachbarkontinent Antarktika getrennt. Etwas südlich Feuerlands liegt Kap Hoorn, bei welchem Atlantik und Pazifik aufeinandertreffen. Nach Norden hin besteht eine Verbindung über die Landenge von Panama nach Nordamerika.



Inhaltsverzeichnis



Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der südamerikanische Teilkontinent lässt sich in drei wesentliche Großräume einteilen:

  • Die Anden als Hochgebirge an der Westseite des Kontinents
  • Drei Flussebenen stlich der Anden
  • Drei Berglnder stlich der Anden

An der Westküste liegt mit den Anden die längste überseeische Gebirgskette der Erde. Das Hochgebirge zieht sich entlang des Pazifiks über 7.500 km von Venezuela bis zur Südspitze Patagoniens entlang. Der höchste Berg der Anden, zugleich höchster Berg Südamerikas und höchster Berg außerhalb Asiens, ist mit 6.962 m Höhe der Aconcagua. Er liegt an der Grenze zwischen Argentinien und Chile. Die Laguna del Carbón, mit 105 Meter unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt Südamerikas, befindet sich im San-Julián-Becken in Patagonien. Als südlichster Punkt Südamerikas wird in der Regel Kap Hoorn bezeichnet.

Südamerikanischer Dschungel

Die größte Stromebene bildet das Amazonasbecken (Amazonien), eine äquatoriale Regenwald-Tiefebene, die vom Amazonas mit seinen etwa 10.000 Zuflüssen entwässert wird. Der aus den Anden quer über den gesamten Kontinent nach Osten fließende Amazonas ist mit etwa 6.448 km der längste Fluss Südamerikas und der wasserreichste Fluss der Erde. Nördlich liegt die Orinoco-Ebene, die zum Amazonasbecken nach Süden hin durch die Bergländer Guayanas und nach Norden durch das venezolanische Küstenbergland begrenzt wird. Eine weitere Stromebene liegt im Süden des Kontinents, wo das Flusssystems aus Río Paraguay und Río Paraná aus dem Pantanal im Norden kommend im Süden in eine subtropische Schwemmlandschaft übergeht.

Die Bergländer sind das Bergland von Guayana, das Brasilianische Bergland und das Ostpatagonische Bergland. Das Bergland von Guayana unterteilt sich in das Regenwaldbergland Südvenezuelas, das Zentrale Hochland von Guayana und das Östliche Bergland von Guayana, erstreckt sich zwischen der Stromebene des Orinoco und des Amazonas mit einer maximalen Erhebung von bis zu 2.800 m. Das Zentralbrasilianische Bergland dominiert Zentralsüdamerika und zieht sich bis an die Küste Brasiliens bzw. die Pampa Argentiniens im Süden. Das Ostpatagonische Bergland erhebt sich im Osten der Anden an der Südspitze Südamerikas.

Zu Einzelheiten siehe Physische Geographie Südamerikas

Topographie

Geologie und Geomorphologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die pazifische Seite Südamerikas ist durch einen aktiven Kontinentalrand in Form einer Subduktionszone geprägt, die atlantische Kontinentalseite ist plattentektonisch passiv. Die östlichen Bergländer Südamerikas weisen einen großen präkambrischen Sockel auf, welcher von Sandsteinen überlagert sein kann. Die Beckenstrukturen der Stromebenen sind durch tertiäre und quartäre Sedimente dominiert. Im Süden bildet die patagonische Plattform den Grundstock für das patagonische Bergland. Das Anden-Orogen besteht zum Großteil aus vulkanisch-sedimentären Deckenschichten, nachpräkambrischen Sedimentbecken und mittel- und jungpräkambrischen Grundgebirgen. (nach ZEIL 1986) Die Andenregionen sind durch ihre Lage am aktiven Kontinentalrand durch Vulkanismus und Erdbeben geprägt. Südamerika war einst ein Teil des Urkontinents Gondwana. Hinweise hierzu sind die exakte Passform an Afrika, erhebliche Basaltvorkommen, welche sich beim Aufreißen an der heutigen Ostküste gebildet haben, die Strichrichtungen von Sandsteinen und Anzeichen der Perm-karbonen Vereisung. Der Süden Südamerikas ist durch glaziale Serien quartärer Vereisungen geprägt. Geomorphologische Erscheinungen sind Gletscherseen, Moränen und glaziale Abflussformen.

Südamerika weist weltwirtschaftlich bedeutende Vorkommen an Rohstoffen und Mineralen auf, es werden Erze, Salpeter, Erdöl, Kohle und Gold abgebaut.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima Südamerikas ist ausgesprochen komplex. Ganzjährige klimatische Einflüsse sind der kalte Humboldtstrom an der Westküste Perus, die innertropische Konvergenzzone (ITCZ), die Entstehung tropischer Wirbelstürme am Rand des subtropischen Hochdruckgebietes und die Passatwinde. Der kalte Humboldtmeeresstrom bewirkt ein Abkühlen der Meeresoberfläche vor der Küste Perus und Nordchiles, was zu der Ausbildung von Küstenwüsten führt. Dieses Phänomen beruht auf der Tatsache, dass die abgekühlte Luft zu einer konstanten Inversion, somit zu einem stabilen Hochdruckgebiet führt, das keine Konvektion und somit keinen Niederschlag zulässt. Die Auswirkung sind ausgedehnte Wüstenregionen an den Küsten. Die äquatoriale Tropenlage bewirkt im Südwinter eine Ausbildung einer Innertropischen Konvektionszone über der Zentralen Amazonasregion und führt zu starken Niederschlägen. Im Sommer verlagert sie sich weiter nach Süden, somit sind die inneren Tropen durch ganzjährigen Niederschlag gekennzeichnet. Ebenfalls im Sommer bildet sich ein kontinentales Hitzetief aus, welches sehr niederschlagsreich ist. Die südlichen Randtropen sind somit durch (Süd-)Sommerniederschlag geprägt. Die nördlichen Randtropen sind durch Passatstau im Osten (ganzjährig hoher Niederschlag) und durch kühle Meereswasser an der Küste im Norden (sehr geringer Niederschlag) gekennzeichnet.

Die Südpassatwinde an der Ostküste führen zu erhöhten Niederschlägen in den Küstenregionen, im Südsommer geprägt durch die Ausbildung monsunaler Ostwinde und im Südwinter durch Stauniederschläge an den Küstenregionen. Das stabile Hochdrucksystem am Westrand Südamerikas im Zusammenspiel mit den kalten Luftmassen der südlichen polaren Regionen führt zur Ausbildung von außertropischen Zyklonen vor der Küste Westpatagoniens. Die zyklonalen Fronten variieren in ihrer Lage im Südsommer und Südwinter. Die Verlagerung nach Norden im Südwinter führt zu periodischen Winterniederschlägen im Großen Süden Chiles (Urwaldchile) sowie zu sporadischen Winterniederschlägen im Kleinen Süden Chiles. Im Gegenzug führt die Verlagerung der zyklonalen Fronten im Südsommer (beeinflusst durch die veränderte Lage der ITCZ) zu einer ausgeprägten Sommertrockenheit in ganz Südchile, ausgenommen Patagonien. Die Zyklonalen Fronten bilden an der Anden-Luvseite des patagonischen Gebirges heftige Stauniederschläge, welche als hypermaritim bezeichnet werden können. Diese Stauniederschläge auf der Westseite führen dazu, dass die Anden-Leeseite Patagoniens durch Trockenheit gekennzeichnet ist.

Die Anden selbst haben eine weitere klimatische Unterteilung in der vertikalen Dimension. Allgemeinhin lassen sich fünf Höhenstufen unterscheiden: Die Tierra Caliente (Warme Erde, bis 1000 m), die Tierra Templada (Gemäßigte Erde, bis 2000 m), die Tierra Fria (Kalte Erde, bis 3500 m, Anbaugrenze und Frostgrenze), die Tierra Helada (Eisige Erde, bis 4500 m, Schneegrenze) und die Tierra Glacial (glaziale Erde, bis 6000 m, Anökumene).

Des Weiteren sind in den Anden Vergletscherungen vorhanden. In Peru sind die größten innertropischen Vergletscherungen der Welt zu finden. In Patagonien gibt es eine ausgedehnte Inlandsvereisung und bis auf Meeresniveau hinunterreichende Zungengletscher.

Ein für die südamerikanische Westküste bedeutendes Klimaphänomen ist El Niño, denn obwohl es von seinem Ursprung her ein rein ozeanisches Phänomen ist, werden vor allem seine klimatischen Folgen wahrgenommen. Die Kaltwasserströme vor Südamerika reißen ab und es sammelt sich Warmwasser vor der südamerikanischen Küste. Als klimatische Folge hebt sich somit die normal vorherrschende stabile Hochdrucksituation auf und es kommt zu einer Umkehrung der Walker-Zirkulation mit schwerwiegenden Auswirkungen durch Starkniederschläge.



Tierwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hoffmann-Zweifingerfaultier

Zoogeographisch gesehen gehört Südamerika zur Neotropischen Region, die auch Mittelamerika und Westindien umfasst. Der südamerikanische Kontinent war während des größten Teils der Erdneuzeit von den anderen Kontinenten isoliert. Damals bildeten sich einmalige Säugetierformen heraus, die zum Teil noch heute für Südamerika charakteristisch sind. Dazu zählen verschiedene Beuteltiere, die Gürteltiere, Ameisenbären und Faultiere. Die Neuweltaffen und Meerschweinchenverwandten gelangten ebenfalls sehr früh (vermutlich von Afrika aus) als Inselspringer auf den Kontinent und brachten eine große Fülle einheimischer Arten hervor. Die übrige heutige Säugetierfauna der Neotropischen Region besteht allerdings zum größten Teil aus Gruppen, die im Zuge des großen Amerikanischen Faunenaustauschs vor etwa 3 Millionen Jahren aus Nordamerika einwanderten. Damals wanderten Paarhufer (Hirsche, Kamele, Nabelschweine), Unpaarhufer (Tapire), Hasen, Raubtiere (Katzen, Hunde, Marder, Bären, Kleinbären), Spitzmäuse und die Nagerfamilien der Neuweltmäuse und Hörnchen aus Nordamerika nach Südamerika ein. Darüber hinaus gelangten damals auch die Rüsseltiere und Pferde nach Südamerika, die jedoch im Zuge der Quartären Aussterbewelle am Ende des Pleistozän wieder verschwanden. Mit ihnen verschwanden auch zahlreiche andere Großtiere, wie die Riesenfaultiere, Glyptodonten, Toxodonten, Macrauchenia und die Säbelzahnkatze Smilodon . War Südamerika bis vor 12.000 Jahren ein Kontinent der Giganten, so ist heute der Mittelamerikanische Tapir das größte Landsäugetier des Kontinents. Jaguar und Brillenbär stellen die größten Landraubtiere dar.



Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

?Hauptartikel: Geschichte Sdamerikas

vor der Konquista[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach herrschender Meinung zur Besiedlung Amerikas wurde der nördliche Kontinent um ca. 15.000 v. Chr. über die Beringstraße von asiatischen Stämmen bevölkert. In Südamerika tauchen die ersten menschlichen Spuren zwischen 20.000 und 10.000 v. Chr. auf. Als älteste amerikanische Kultur gilt die Valdivia-Kultur in Ecuador im 4. Jahrtausend v. Chr. Ab dem 2. Jahrtausend v. Chr. entwickelten sich einzelne lokale Kulturen in ganz Südamerika. Die früheste heute noch erkennbare Hochkultur war die der Chavín de Huántar, die etwa 800 v. Chr. bis 300 v. Chr. existierte. Weiterhin gab es unter anderem die Paracas-, Nazca-, Moche-, Chimú und Chachapoya-Kultur.

Ab etwa 1200 bis 1532 herrschten die Inka, die wohl bekannteste Hochkultur Südamerikas, über große Teile des Kontinentes und schufen ein riesiges Reich mit Zentrum im heutigen Peru. Durch die Ankunft der spanischen Eroberer wurde das Inkareich zerschlagen.

Südamerika (1899)

Konquista[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1494 wurde Südamerika im Vertrag von Tordesillas von Papst Alexander VI. zwischen Spanien und Portugal aufgeteilt. Der östliche Teil, das heutige Brasilien, wurde Portugal zugesprochen. Panama und der Rest des Kontinents fielen an Spanien. Zahlreiche spanische und portugiesische Missionare kamen im 15. und 16. Jahrhundert nach Südamerika und führten das Christentum ein. Aus diesem Grund gehören heute noch etwa 80 bis 90 % der Südamerikaner dem Katholizismus an.

Staatsgebiete in Südamerika von 1700 bis heute

Im Jahr 1543 wurden die Vizekönigreiche Neuspanien (Mexiko und Venezuela) und Peru (spanischer Teil von Südamerika und Panama) gegründet. 1717 lösten sich Ecuador und Kolumbien aus dem Vizekönigreich Peru und bildeten mit Venezuela das Vizekönigreich Neugranada. Bolivien, Chile, Argentinien und Paraguay folgten 1776 diesem Beispiel und schufen das neue Vizekönigreich des Río de la Plata.

Unabhngigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Drang nach Unabhängigkeit nahm seitdem stetig zu. 1813 siegten zum ersten Mal Aufständische in Caracas unter dem Anführer Simón Bolívar.

Im Süden erkämpfte sich 1816 Argentinien die Unabhängigkeit. In den Jahren 1817/1818 folgte die Unabhängigkeit Chiles. 1819 besiegte die Armee unter Simón Bolívar die Spanier in der Schlacht von Boyacá und befreite damit Kolumbien. Die Unabhängigkeit Ecuadors wurde 1822 in der Schlacht am Pichincha durchgesetzt. Die Heere von José de San Martín und Simón Bolívar vereinigten sich und gewannen die Entscheidungsschlacht bei Ayacucho in Peru am 9. Dezember 1824. Mit dieser Schlacht zogen sich die Spanier als politische Macht endgültig aus Südamerika zurück. In Brasilien nahm die Unabhängigkeitsbewegung einen etwas anderen Lauf. Da das portugiesische Königshaus mit Hofstaat auf der Flucht vor Napoleon 1808 nach Brasilien flüchtete und damit die eigentliche Hauptstadt des portugiesischen Weltreiches von Lissabon nach Rio de Janeiro verlegt wurde, war Brasilien ab diesem Jahr faktisch und ab 1815 offiziell mit Portugal gleichgestellt. Die Unabhängigkeit wurde endgültig 1822 vom portugiesischen Thronfolger Pedro ausgerufen und Brasilien wurde zu einer Monarchie.

Nach der Unabhängigkeit von Spanien entstand Großkolumbien, bestehend aus den Staaten Venezuela, Kolumbien und Ecuador. Kurzzeitig schlossen sich Peru und Bolivien dem Bündnis an. Aber bereits 1832 zerfiel die Konföderation endgültig und es bildeten sich die heutigen Nationalstaaten.



Bevlkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Bevölkerung Südamerikas (in Millionen)

Indigene Kulturareale Südamerikas nach Münzel

Am 1. Januar 2010 lebten in Südamerika etwa 390 Millionen Menschen. Die Bevölkerung Südamerikas ist durch Vermischung der Völker gekennzeichnet, die als indigene Bewohner dort heimisch waren und den Volksgruppen, die sich später hier angesiedelt haben. Letztere waren meist europäische Zuwanderer oder aus Afrika hierher verschleppte Sklaven. Somit überwiegt der Anteil der Mestizo, der Mulatten und Zambos. In Brasilien bilden die Afrolateinamerikaner als Nachfahren der aus Afrika verschleppten Sklaven einen größeren Bevölkerungsanteil. Reste der Urbevölkerung leben fast nur noch im Andenhochland und im Amazonasgebiet. Nur in einigen Ländern stellen die indigenen Völker einen wesentlichen Anteil der Bevölkerung, so in Ecuador, Perú und Bolivien. (siehe auch: Südamerikanische Kulturareale)

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meistverwendete Sprache in jedem Land

Da Südamerika 1494 zwischen Spanien und Portugal aufgeteilt wurde, wird in Brasilien heute Portugiesisch in seiner brasilianischen Variante gesprochen, während in fast allen anderen südamerikanischen Staaten die Landessprache Spanisch ist. Lediglich in Suriname wird Niederländisch als offizielle Landessprache und Sranantongo als Lingua franca gesprochen, in Guyana und Trinidad und Tobago Englisch und in Französisch-Guayana, das jedoch kein selbständiger Staat, sondern ein französisches Übersee-Département ist, Französisch.

Andere europäische Sprachen, die in Südamerika verbreitet sind, sind Englisch (zum Teil in Argentinien), Deutsch (im Süden Brasiliens und Chiles, in Argentinien, Paraguay und in deutschsprachigen Orten Venezuelas) und das niederdeutsche Plautdietsch, Italienisch (in Brasilien, Argentinien, Uruguay und Venezuela) sowie Walisisch (im Süden Argentiniens).

In Bolivien werden indigene Sprachen – teilweise neben dem Spanischen – von mehr als der Hälfte der Bevölkerung gesprochen. Quechua und Aymara werden mit Abstand am meisten gesprochen, gefolgt von dem im östlichen Tiefland gesprochenen Guaraní. Seit 2009 sind alle indigenen Sprachen Boliviens durch die Verfassung neben dem Spanischen als Amtssprachen anerkannt. In Peru sind Quechua und Aymara neben Spanisch regional anerkannte Amtssprachen. Das im Hochland Ecuadors verbreitete, mit Quechua verwandte Kichwa (oder Quichua) ist dort zwar nicht Amtssprache, jedoch verfassungsmäßig anerkannt. Guaraní ist neben Spanisch eine der offiziellen Sprachen Paraguays, wo es von einer zweisprachigen Mehrheit verwendet wird. Kolumbien erkennt alle indigenen Sprachen, die im Land gesprochen werden, als offizielle Sprachen an, doch es handelt sich dabei um weniger als ein Prozent Muttersprachler. Die am meisten gesprochene indigene Sprache in Chile ist Mapudungun („Araukanisch“) der Mapuche in Südchile, daneben sind in Nordchile Aymara und auf der Osterinsel Rapanui verbreitet.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung bekennt sich zum römisch-katholischen Glauben. Seit etwa 1960 entwickelte sich vor allem hier die Befreiungstheologie, die jedoch von Papst Johannes Paul II. und dem damaligen Leiter der Kongregation für die Glaubenslehre und späteren Papst Benedikt XVI. bekämpft wurde. Der Anteil der Katholiken nimmt seitdem beständig ab, und vor allem Freikirchen und religiöse Sondergemeinschaften erfreuen sich des Zulaufs. Der derzeitige Papst Franziskus ist Argentinier.

Sklaverei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis in das späte 19. Jahrhundert wurden afrikanische Sklaven vor allem auf den exportorientierten Plantagen im Karibischen Becken, an der Pazifikküste und in Brasilien eingesetzt. Die Sklaverei wurde in Brasilien erst 1888 und damit später als in fast allen anderen Ländern abgeschafft.

Typische Haciendas im Hochland sicherten sich die Abhängigkeit der Indígenas, indem die Landarbeiter eine kleine Parzelle zugeteilt erhielten und als Gegenleistung für den patrón Arbeitsleistungen erbringen mussten. Die systematische Haltung von Abhängigen im sozial relativ geschlossenen Hacienden-System dauerte bis weit in das 20. Jahrhundert hinein an.



Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Südamerika sind die Unterschiede zwischen Arm und Reich groß. In Venezuela, Paraguay, Brasilien und vielen anderen südamerikanischen Staaten besitzen die reichsten 20 % der Bevölkerung 60 % des Geldvermögens, während die ärmsten 20 % weniger als 5 % des Geldvermögens besitzen.

Bodenschtze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bergbau spielte schon in vielen vorkolonialen Kulturen Südamerikas eine bedeutende Rolle. Einer der wesentlichen Gründe für die Konquista war die Unterwerfung indianischer Gold- und Silberreiche, wobei die Sage von El Dorado eine nicht zu unterschätzende Rolle spielte.

Die südamerikanischen Anden sind besonders reich an metallischen Bodenschätzen und so sind im zentralen Andengürtel einige der weltweit größten Kupfer-, Zinn-, Gold- und Silberlagerstätten zu finden. Das bedeutendste kupfererzfördernde Land im Jahre 2006 war mit großem Abstand Chile und unter den fünf größten Zinnförderländern liegen drei (Peru, Bolivien und Brasilien) in Südamerika. In den Salzseen vor allem von Chile (z. B. Salar de Atacama) und Bolivien (z. B. Salar de Uyuni) befinden sich die größten Vorkommen an Lithiumsalzen, die zum Teil noch nicht abgebaut werden.

Auch die Vorkommen an fossilen Energieträgern sind bedeutend. Die Länder im Orinoco-Delta im Nordwesten des Kontinents haben großen Anteil an den Erdölreserven: Venezuela zählt bereits heute zu den weltweit größten Förderländern und in Brasilien wurde 2007 ein Vorkommen entdeckt, das zu den größten Ölreserven der Welt zu rechnen ist.

Entsprechend stellt der Export der Bodenschätze für die Staaten Südamerikas die wichtigste Devisenquelle dar. Die Erschließung und Ausbeutung der Lagerstätten führt stets zu territorialen und kulturellen Konflikten zwischen den Interessen der Unternehmen und der indigenen Bevölkerung. Insbesondere mit der Erdölförderung sind massive Umweltprobleme zu beobachten: Waldrodung, Straßenbau, Boden- und Gewässerkontamination führen vor allem im Amazonastiefland, wo noch viele indigene Bevölkerungsgruppen in einem sensiblen Ökosystem naturverbunden leben, zu einer Zerstörung des ökologischen Gleichgewichts.

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die landwirtschaftlichen Strukturen wurden bis ins 20. Jahrhundert von kolonialen Einflüssen geprägt. Bis heute wird der Landbesitz entweder in riesigen Landgütern der Großgrundbesitzer oder von Subsistenzwirtschaft betreibenden Kleinbauern gehalten.

Im Zuge der spanischen Eroberung entstand zunächst das System der Encomienda (spanisch für „Auftrag“). Ziel war ein profitables landwirtschaftliches Kolonialwesen ohne die Herausbildung eines autonomen Erbadel. Zu diesem Zweck erhielten die spanischen Conquistadoren umfangreichen Landbesitz treuhänderisch übertragen. Lehnsherr blieb der spanische König, der dem Encomendero („Auftragnehmer“) die Aufgabe übertrug, das Land zu bewirtschaften und für den Schutz und die Missionierung der dort lebenden indigenen Bevölkerung zu sorgen. In seiner praktischen Umsetzung wird diese Fremdverwaltung allerdings als eine besonders menschenverachtende Form der Sklaverei betrachtet, denn die indigene Bevölkerung stellte für die Gutsherren keinerlei finanziellen Wert dar und wurde oftmals dementsprechend leichtfertig zu Tode geschunden.

Zwar bestand die Institution der Encomienda formal bis 1791, doch wurde es seit 1549 sukzessive durch die Repartimiento (zu deutsch „Zuteilung“) abgelöst. Im Repartimiento-System wurden indianische Gemeinschaften verpflichtet, dem Staat aus ihren Reihen Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen.

Nach Erlangung der Unabhängigkeit wurden die „treuhänderischen“ Großgrundbesitzungen in private Eigentumsverhältnisse umgewandelt, und obwohl die Hacienda (spanisch) bzw. Fazenda (portugiesisch) genannten Landwirtschaftsbetriebe deutlich kleiner waren, so umfassten sie oftmals mehrere zehntausend Hektar Land. Für diese Großgrundbesitze ist bis heute der Begriff der Latifundien gebräuchlich.

In vielen Ländern Südamerikas gibt es heute Bestrebungen, in Landreformen den Besitz gerechter zu verteilen. Einigermaßen wirksam umgesetzt wurden diese aber bisher erst in Venezuela und Peru. Die in Nicaragua von den Sandinisten durchgeführt Reform ist mittlerweile zu bedeutenden Teilen wieder rückgängig gemacht worden. In Brasilien kämpft die Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra für eine umfangreiche Landreform.

Organisationen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rafael Correa, Evo Morales, Néstor Kirchner, Cristina Fernández, Luiz Inácio Lula da Silva, Nicanor Duarte, Hugo Chávez anlässlich der Unterzeichnung des Gründungsvertrages der Bank des Südens in Argentinien

Bis heute (Stand 2016) hat sich ein Geflecht aus internationalen Organisationen mit zum Teil wechselnden Mitgliedschaften gebildet:

  • Rund um Peru wurde 1969 die Andengemeinschaft als Internationale Organisation (span. Comunidad Andina de Naciones, Abkrzung: CAN) zur wirtschaftlichen, politischen und sozialen Integration gegrndet.
  • Rund um Argentinien entstand 1991 der Mercado Comn del Sur (kurz: Mercosur; span.: Gemeinsamer Markt des Sdens), in dem die relativ stark industrialisierten Sdlnder die Errichtung eines Binnenmarkts anstreben.
  • Rund um das Venezuela von Hugo Chvez wurde von Lndern mit linksgerichteten Regierungen die Bolivarianische Allianz fr Amerika, kurz ALBA, initiiert. Diese Organisation hatte zunchst viel Einfluss auf den Emanzipierungsprozess der Staaten Sdamerikas ausgebt, ist aber aktuell klar die schwchste der Organisationen, zumindest was die wirtschaftliche Bedeutung angeht.
  • Rund um Brasilien wurde 1978 der Amazonaspakt, heute OCTA (port.: Organizao do Tratado de Cooperao Amaznica), ins Leben gerufen mit dem heutigen Ziel der nachhaltigen Entwicklung Amazoniens.
  • Ein mehr politisches als wirtschaftliches Projekt ist die 2004 ins Leben gerufene Union Sdamerikanischer Nationen, kurz UNASUR, die nach dem Vorbild der Europischen Union die kontinentale Integration vorantreiben mchte. Der Fokus liegt auf dem Kampf gegen ?Ungleichheit, soziale Ausgrenzung, Hunger, Armut und Unsicherheit?. Die Initiative ging von den beiden groen Organisationen Mercosur und CAN aus, aber auch Chile, Venezuela und die anderen Lnder Sdamerikas, die dort nicht Vollmitglieder sind, traten bei.

Bolivien, als geographisch zentrales Land mit signifikantem Anteil sowohl in der Amazonas- als auch der Andenregion, ist das einzige Land, das in allen Organisationen Vollmitglied ist.

Siehe auch: Liste der Mitgliedsstaaten Amerikanischer Organisationen



Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der Bevölkerungskonzentration an den Küsten Südamerikas verlaufen hier auch die wichtigsten Verkehrsverbindungen. Problematisch ist das Fehlen leistungsfähiger landgebundener Direktverbindungen zwischen den Staaten Südamerikas, da das Innere des Kontinents nur schlecht erschlossen ist. Insbesondere fehlt es an leistungsfähigen Verbindungen über die Anden und über den Amazonas mit seinen Nebenflüssen.

Flugverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Bedeutung sowohl für den Verkehr innerhalb der Staaten Südamerikas als auch zwischen den Staaten ist der Flugverkehr. Dieser bildet insbesondere in großflächigen Staaten wie Brasilien oft die einzige Verbindung zwischen entlegenen Landesteilen. Ebenso bildet er oft die einzige Verbindung zwischen den Staaten Südamerikas.

Siehe auch: Liste der Verkehrsflughäfen in Südamerika

Schiffsverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von essentieller Verkehrsbedeutung ist in Südamerika die Schifffahrt, sowohl im Bereich der Küsten als auch auf einigen Flüssen wie dem Amazonas, dem Rio de la Plata, dem Orinoco und seinen Zuflüssen sowie auf Binnenseen. Wichtige Häfen befinden sich in Buenos Aires und in Rosario in Argentinien, Montevideo in Uruguay, Belém, Fortaleza, Ilhéus, Imbituba, Manaus, Paranaguá, Porto Alegre, Recife, Rio de Janeiro, Rio Grande, Salvador, Santos und Vitória in Brasilien, Cayenne in Französisch-Guayana, Paramaribo in Surinam, Georgetown in Guyana, La Guaira und Puerto Cabello in Venezuela, Barranquilla, Buenaventura und Cartagena in Kolumbien, Machala in Ecuador, Lima in Peru und Arica, Iquique, Antofagasta, Chañaral, Coquimbo, Valparaíso, San Antonio, Talcahuano, Puerto Montt und Punta Arenas in Chile. Bis zur Eröffnung des Panamakanals war die am häufigsten genutzte Verbindung vom Atlantischen zum Pazifischen Ozean die gefährliche Umrundung des Kap Hoorn an der Südspitze des Kontinents. Die Magellanstraße bietet Chile einen direkten Zugang zum Atlantik, was von Bedeutung war, da die Wirtschaft des Landes lange in Richtung Europa orientiert war.

Straen- und Fernbusnetz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt kein zusammenhängendes Straßennetz. Beispielsweise ist die nordbrasilianische Millionenstadt Manaus nicht an das übrige Straßennetz angebunden. Aktuell sind, um eine Verbesserung der Situation zu erreichen, Straßenbauprojekte zur Erschließung des Inneren Südamerikas und damit zur Schaffung von Direktverbindungen zwischen den Atlantik- und den Pazifikstaaten in Planung oder im Bau, so die Transoceánica und die Transamazônica. Der Kontinent wird von Nord nach Süd von der Panamericana durchquert. In den meisten Ländern besteht Rechtsverkehr, in Guyana und Surinam besteht Linksverkehr.

Trotz der teilweise schlechten Straßenverbindungen und großen Distanzen ist der Fernbusverkehr in den meisten südamerikanischen Staaten von sehr großer Bedeutung, da Fahrkarten in der Regel wesentlich preiswerter sind als Flugtickets. Üblich sind vielerorts Übernachtfahrten, die nicht selten länger als 12 Stunden dauern. Zum Teil werden auch internationale Linien angeboten, aber in der Regel muss an der Grenze das Fahrzeug gewechselt werden. Neben großen Bussen werden Überlandreisen auch vielfach mit Kleinbussen und Linientaxis angeboten.

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein zusammenhängendes Schienennetz besteht nicht. Ein dichtes Schienennetz existiert insbesondere im Bereich der Metropolen an den Küsten, beispielsweise im Raum Rio de Janeiro, Sao Paolo, Buenos Aires, Caracas oder im Raum Santiago de Chile. Verbindungen bestehen zwischen den Schienennetzen Brasiliens, Boliviens, Argentiniens, Chiles, Paraguays und Uruguays. Die Eisenbahnnetze Perus, Ecuadors, Kolumbiens, Venezuelas und Guyanas sind hingegen isoliert. In Surinam und in Französisch-Guayana existiert derzeit kein Schienenverkehr. Die Schienennetze im Hinterland Brasiliens, Argentiniens und Chiles sind in den vergangenen Jahrzehnten stark ausgedünnt worden. Problematisch sind die sehr unterschiedlichen gebräuchlichen Spurweiten von 600 mm, 760 mm, 1000 mm, 1435 mm, 1600 mm und 1676 mm, die eine Vereinheitlichung des Schienenverkehrs in Südamerika behindern. Für den Personenverkehr besitzt der Schienenverkehr nur eine untergeordnete Bedeutung, häufig im Vorortverkehr. Wichtiger ist hier der Güterverkehr. In einigen Großstädten übernehmen Seilbahnen eine wichtige Funktion im öffentlichen Personennahverkehr.

siehe auch: Schienenverkehr in Ecuador, Schienenverkehr in Brasilien, Schienenverkehr in Uruguay, Liste südamerikanischer Eisenbahngesellschaften

Pipelines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauprojekte für Pipelines sind ebenfalls in Planung. Hierzu zählt beispielsweise der Bau der Bolivien-Argentinien-Trasse der geplanten Gaspipeline des Südens. In Brasilien bestehen circa 5000 km Erdölpipelines. Hinzu kommen Erdgasleitungen von etwa 4250 km.



Politische Strukturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südamerika; politische Karte

Die Staaten Südamerikas werden geopolitisch wie folgt unterteilt:

  • Andenlnder: Kolumbien, Peru, Ecuador, Bolivien und Chile. Diese Lnder weisen spezielle ethnische, sprachliche und kulturelle Gemeinsamkeiten auf, etwa die Verwendung des Quechua sowie die Adobe-Bauweise. Resultierend aus der Geschichte des Inka-Reichs, das sich in dieser Region etwa zwischen 800 und 1500 erstreckte, wird die Bezeichnung ?Andenlnder? bis heute als Begriff fr den gemeinsamen Kulturraum verwendet.
  • Amazonasbecken-Staaten (Amazonien): umfasst Gebiete in den Staaten Brasilien, Franzsisch-Guayana, Suriname, Guyana, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru und Bolivien. Brasilien wird aufgrund seiner Gre auch oft als eigenstndige Einheit gesehen.
  • La-Plata-Staaten: eng gefasst Argentinien und Uruguay. Beiden Lndern gemein ist die direkte Lage am Ro de la Plata, dem 290km langen und bis zu 220km breiten Mndungstrichter der groen sdamerikanischen Strme Paran und Uruguay. ber den Ro Paraguay und dessen Zuflsse haben auch Paraguay und Bolivien Anteil an diesem Einzugsgebiet.
  • Cono Sur (dt.: Sdkegel): Argentinien, Chile und Uruguay, bedingt auch Paraguay.
  • Karibikstaaten: Venezuela, Guyana, Suriname und Franzsisch-Guayana. Diese Lnder werden aufgrund ihrer Kolonialgeschichte sowie ihrer Wirtschafts- und Verkehrsbeziehungen zu den Karibischen Inseln hufig mit zur Karibik gerechnet.
  • Trinidad und Tobago werden traditionell zu den Karibischen Inseln und damit zu Mittelamerika gerechnet. Die Hauptinsel Trinidad liegt jedoch auf dem sdamerikanischen Festlandssockel und ist auch kulturell stark durch das benachbarte Venezuela beeinflusst.
  • Aruba, Bonaire und Curaao (ABC-Inseln) gehren zu den Inseln unter dem Winde, einem Archipel vor der Kste Venezuelas, der traditionell als Teil der Kleinen Antillen gilt und daher ebenfalls oft zu Mittelamerika gezhlt wird.

Staaten in Sdamerika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staat /
abhngiges Gebiet
HauptstadtFlcheBevlkerungBevlkerungsdichte
(Einwohner pro km²)
Landessprache
kmAnteilAbsolutAnteil
ArgentinienArgentinienBuenos Aires2.766.89015,5%43.416.75510,3%15,7Spanisch
ArubaAruba (NL)2Oranjestad1800%106.0500%589Niederlndisch, Papiamentu
BolivienBolivienSucre1.098.5816,2%10.426.1542,7%8,4Spanisch, Quechua, Aymara
BonaireBonaire (NL)2Kralendijk2880%13.3890%46Niederlndisch, Papiamentu
BrasilienBrasilienBraslia8.514.21547,8%193.252.60449,2%23,1Portugiesisch
ChileChileSantiago de Chile756.9504,2%17.948.1414,4%23,7Spanisch
CuraaoCuraao (NL)2Willemstad4440%142.1800%320Niederlndisch, Papiamentu, Englisch
EcuadorEcuadorQuito283.5601,6%16.144.3633,6%56,9Spanisch, Quechua
FalklandinselnFalklandinseln (UK)1Port Stanley12.1730,1%3.0000%0,2Englisch
Franzosisch-GuayanaFranzsisch-Guayana (F)Cayenne86.5040,5%216.0000,1%2,5Franzsisch
GuyanaGuyanaGeorgetown214.9701,2%770.0000,2%3,6Englisch
KolumbienKolumbienBogot1.138.9106,4%45.528.08211,6%39,5Spanisch
ParaguayParaguayAsuncin406.7522,3%6.831.0001,7%16,8Spanisch, Guaran
PeruPeruLima1.285.2207,2%29.461.9337,5%23,0Spanisch, Quechua, Aymara
Sudgeorgien SandwichinselnSdgeorgien und die Sdlichen Sandwichinseln(UK)1Grytviken4.0660%300%0,0Englisch
SurinameSurinameParamaribo163.8200,9%542.9750,1%3,3Niederlndisch
Trinidad und TobagoTrinidad und Tobago2Port of Spain5.1280%1.360.0880,3%265,2Englisch, Spanisch
UruguayUruguayMontevideo176.2201,0%3.431.5550,9%19,5Spanisch
VenezuelaVenezuelaCaracas916.4455,1%28.833.8457,3%28,8Spanisch
Summe/Durchschnitt17.831.312100%392.612.062100%21,9

1 Beansprucht von Argentinien2 Wird kulturgeografisch meist Nordamerika zugerechnet

Politische Bndnisse und Organisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flagge der UNASUR
Mitgliedschaft in (Süd-)Amerikanischen Organisationen (Stand 2013)
Mitgliedsstaaten der UNASUR

Die Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) ist die 2008 gegründete Gemeinschaft der zwölf südamerikanischen Staaten. In der Gründungsurkunde wird als Ziel der Union der Kampf gegen „Ungleichheit, soziale Ausgrenzung, Hunger, Armut und Unsicherheit“ definiert. Bis zum Jahre 2025 soll mit gemeinsamer Währung, einem Südamerika-Parlament und einheitlichen Reisepässen eine der Europäischen Union vergleichbare Integration erreicht werden. Mit Französisch-Guayana, einem Übersee-Département Frankreichs, erstreckt sich die Europäische Union selbst bis nach Südamerika und hat mit Suriname und Brasilien eine Außengrenze.

Trotz aller Fortschritte erscheint derzeit (Stand 2016) fraglich, ob die Ziele bereits 2025 erreicht werden können. Die verschiedenen wirtschaftlichen und politischen Bündnisse verfolgen zum Teil unterschiedliche Ziele, vor allem was den Freihandel und die Kooperation mit den USA und anderen Weltmächten angeht. Häufig mangelt es auch an der Bereitschaft ihrer Mitglieder, umfangreiche Kompetenzen an die supranationalen Bündnisse abzutreten. Auch die seit einigen Jahren bestehende Schwäche der führenden Staaten Brasilien, Argentinien und Venezuela ist ein großes Hindernis für weitere Integrationsschritte.

Im Zuge der Emanzipationsbewegungen von wachsender Bedeutung für die Staaten Südamerikas ist auch die Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (kurz: CELAC), während die von den USA dominierte Organisation Amerikanischer Staaten oder gar der von Spanien dominierte Iberoamerika-Gipfel immer mehr in den Hintergrund treten.



Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Portal: Sdamerika ? bersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Sdamerika


Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas Fischer: Der Linksruck in Sdamerika. In: Politorbis. Zeitschrift zur Auenpolitik, Nr. 41, H. 2, 2006, S. 6?19
  • Hans-J. Aubert, Ulf-E. Mller: Sdamerika. Mnchen: Bruckmann, 2. durchgesehene Auflage, 1981 (mit Bibliografie, Namens-, Orts- und Sachregister) ISBN 3-7654-1732-7
  • Walther L. Bernecker, Horst Pietschmann und Rdiger Zoller: Eine kleine Geschichte Brasiliens. Suhrkamp, Frankfurt/Main, ISBN 3-518-12150-2.
  • Knig, Hans-Joachim: Kleine Geschichte Lateinamerikas. Bonn: Bundeszentrale fr politische Bildung, 2006. ISBN 3-89331-723-6
  • Thomas Bauer: Die Gesichter Sdamerikas. Wiesenburg Verlag, 6. Aufl. 2013. ISBN 978-3-94075645-9.
  • Stefan Rinke: Geschichte Lateinamerikas: Von den frhesten Kulturen bis zur Gegenwart. Beck-Wissen Beck, Mnchen 2010 (2. Aufl. 2014), ISBN 978-3-406-60693-9.


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ? abcdefgOverview of the world's nations and their population. In: GeoHive. Abgerufen am 10.Dezember 2015 (Stand 2015).
  2. ?geology.com: Land Below Sea Level
  3. ?Erich Thenius: Grundzge der Faunen- und Verbreitungsgeschichte der Sugetiere. Eine historische Tiergeographie. 2., vllig neubearbeitete Auflage, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1980. ISBN 3-437-30312-0 (erste Auflage unter dem Titel: Grundzge der Verbreitungsgeschichte der Sugetiere. Gustav Fischer Verlag, Jena 1972, ohne ISBN).
  4. ?United Nations, Department of Economic and Social Affairs: World Population Prospects: The 2010 Revision, Daten online abrufbar
  5. ?Der Tagesspiegel: Reise zum katholischen Kontinent 8. Mai 2007
  6. ?Vor Brasiliens Kste liegt ein riesiges lfeld. In: Die Welt.15.April 2008, abgerufen am 10.Dezember 2015.
  7. ?Instituto Nacional de Estadstica (INE) Einwohnerzahl Bolivien 2010
  8. ?Instituto Brasileiro de Geografia e Gesto (IBGE) (PDF; 851kB) Einwohnerzahl Brasilien 2010
  9. ?Departamento Administrativo Nacional de Estadstica (DANE) Einwohnerzahl Kolumbien 2010
  10. ?Instituto Nacional de Estadstica e Informtica (INEI) Einwohnerzahl 2010
  11. ?Instituto Nacional de Estadstica (INE) (PDF; 394kB) Einwohnerzahl Venezuela 2010

-13-59.4Koordinaten: 13° S, 59° W

Lage Sdamerikas auf einer Weltkarte

Satellitenbild von Südamerika
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Südamerikanischer Dschungel
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Topographie
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Hoffmann-Zweifingerfaultier
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Südamerika (1899)
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Staatsgebiete in Südamerika von 1700 bis heute
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Indigene Kulturareale Südamerikas nach Münzel
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Die meistverwendete Sprache in jedem Land
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Rafael Correa, Evo Morales, Néstor Kirchner, Cristina Fernández, Luiz Inácio Lula da Silva, Nicanor Duarte, Hugo Chávez anlässlich der Unterzeichnung des Gründungsvertrages der Bank des Südens in Argentinien
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Südamerika; politische Karte
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Flagge der UNASUR
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Mitgliedschaft in (Süd-)Amerikanischen Organisationen (Stand 2013)
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Mitgliedsstaaten der UNASUR
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Portal: Sdamerika ? bersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Sdamerika

Südamerika ist der südliche Teil des amerikanischen Doppelkontinentes, hat eine Bevölkerung von 418 Millionen Menschen und ist mit einer Fläche von 17.843.000 km² die viertgrößte kontinentale Landfläche der Erde.

Südamerika ist im Osten vom Atlantischen Ozean und im Westen vom Pazifischen Ozean umgeben. Die Insel Feuerland an der Südspitze Südamerikas wird durch die Drakestraße vom Nachbarkontinent Antarktika getrennt. Etwas südlich Feuerlands liegt Kap Hoorn, bei welchem Atlantik und Pazifik aufeinandertreffen. Nach Norden hin besteht eine Verbindung über die Landenge von Panama nach Nordamerika.

mehr zu "Südamerika" in der Wikipedia: Südamerika

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Theodor Binder stirbt in Schwoben. Theodor Binder war ein deutscher Arzt. Er nahm sich schon als Junge vor, für südamerikanischeIndianer etwas ähnliches wie Albert Schweitzer im afrikanischen Lambarene aufzubauen.

2006

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Gestorben: Gernot Schley stirbt. Gernot Schley war ein deutscher Regisseur, Dreh- und Sachbuchautor mit dem Schwerpunkt Südamerika und den dort lebenden indigenen Völkern und deren Bedrohung.
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Gestorben: Otto Zerries stirbt in Garmisch-Partenkirchen. Otto Heinrich Josef Zerries war ein deutscher Ethnologe und Amerikanist. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit bildeten die IndianerSüdamerikas.
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Geboren: Arthur Zanetti wird in São Caetano do Sul, São Paulo geboren. Arthur Nabarrete Zanetti ist ein brasilianischer Geräteturner. Sein bisher größter Erfolg ist der Olympiasieg 2012 im Ringeturnen. Damit war er der erste Turner aus Südamerika, der eine olympische Medaille erringen konnte. Bei einer Körpergröße von 1,56 Meter beträgt sein Wettkampfgewicht 61 Kilogramm.

1988

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Gestorben: Oton Jiménez stirbt. Oton Jiménez, auch Oton Jiménez Luthmer, war ein südamerikanischerBotaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Jiménez “.

Amerika

1549

Südamerika:
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In Südamerika beginnt der Missionskreuzzug der Jesuiten, welche die Indianer schützen werden und als Arbeitskräfte importierte afrikanische Negersklaven gutheißen.

1540

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Vom Vizekönigreich Peru aus bricht die Zimtlandexpedition unter der Führung von Gonzalo Pizarro ins Innere von Südamerika auf.

Geografie & Kartografie

1790

Historische Karten & Ansichten:
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Südamerika1790

Wissenschaft & Technik

1833

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Am Beginn des Jahres führt die HMS Beagle von ihrem Winterquartier in Feuerland aus weitere Vermessungsfahrten die südamerikanische Küste entlang. Einmonatiger Aufenthalt auf den Falklandinseln.
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Die HMS Beagle erreicht die südamerikanische Küste bei Salvador da Bahia und ankert in der Allerheiligenbucht, Weiterfahrt nach Rio de Janeiro und Beginn der Vermessungsarbeiten.
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Die HMS Beagle sticht zu einer zweiten Vermessungsreise an die Küste Südamerikas in See. An Bord befindet sich der unbezahlte Naturforscher Charles Darwin.

1826

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Die HMS Beagle sticht zu einer ersten Vermessungsreise an die Küste Südamerikas in See.
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Die Universität San Marcos in Lima wird als erste Universität in Südamerika gegründet.

Ereignisse > Bis 1900

1802

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Alexander von Humboldt erreicht bei seinen Forschungsreisen in Südamerika am Chimborazo, damals höchster bekannter Berg, eine Höhe von 5800? m und stellt damit für 30 Jahre den Höhenweltrekord auf. (Bergsteigen)

Wirtschaft

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Das erste Dampfschiff in Südamerika, benannt nach dem Fluss Guayas, nimmt an der Westküste des Kontinents seinen Betrieb auf. Der Konstrukteur Vicente Rocafuerte war bis 1839 Staatspräsident Ecuadors. Das Schiff ist im Wappen des Landes verewigt.

Natur & Umwelt

Katastrophen:
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Ein Erdbeben unbekannter Stärke auf Hawaii fordert 5 Todesopfer. Ein Tsunami trifft Südamerika.

Sport

1933

Trainer, Vorsitzende bzw. Präsidenten und Manager:
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Ernst Engelke, 1932 (Hannover 96)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1958

Publikation (deutschsprachig):
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Südamerika - Bei den Kopfjägern (Za lovci lebek) - Verlag Volk u. Welt (Jiří Hanzelka)

1957

Publikation (deutschsprachig):
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Südamerika - Über die Kordilleren (Přes Kordillery) - Verlag Volk u. Welt (Jiří Hanzelka)

1956

Publikation (deutschsprachig):
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Südamerika - Zwischen Paraná und Río de la Plata (Tam za řekou je Argentina) - Verlag Volk u. Welt (Jiří Hanzelka)

1878

Werk:
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Allegorische Statue Amérique du Sud für die Weltausstellung. (Aimé Millet)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1960

Reisen & Expeditionen

1974

Reisen:
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Südamerika (Staats- und Domchor Berlin)
Entdeckungsreisen:
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Willem Cornelisz Schouten und Jacob Le Maire stechen von der holländischen Insel Texel aus mit zwei Schiffen in See und entdecken die Durchfahrt um die Südspitze Südamerikas, die von ihnen Kap Hoorn benannt wird.

Musik

1981

Diskografie > Single:
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Big Star Blues (ビッグスターの悲劇) 21. Juni (Southern All Stars)

Kunst & Kultur

1996

Tourneen und besondere Auftritte:
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(Januar–Oktober) – Post Tour (52 Konzerte in Island, Nord- und Südamerika, Israel, Europa, Australien, Thailand, Japan und China) (Björk)

1996

Tourneen und besondere Auftritte:
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(Januar–Oktober) – Post Tour (52 Konzerte in Island, Nord- und Südamerika, Israel, Europa, Australien, Thailand, Japan und der Volksrepublik China) (Björk)

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

2003

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Gründung: Die Synergy Group Corp. ist ein südamerikanischerMischkonzern, gegründet im Jahr 2003. Er wird seither geführt von Germán Efromovich und seinem Bruder José Efromovich, zwei in La Paz geborene Geschäftsleute und Investoren polnisch-jüdischer Herkunft. Die Gruppe hat ihren Sitz in Rio de Janeiro.

1993

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Gründung: CANARIE ist ein regierungsfinanziertes Non-profit-Unternehmen, welches ein Glasfaser-Kommunikationsnetzwerk für Forschung und Bildung, sowie für Regierungseinrichtungen betreibt. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Ottawa, Kanada. Das Unternehmen wurde 1993 gegründet. Das Unternehmen verwaltet ein 19.000 km langes Glasfasernetz, an dem Forschungsinstitute und Universitäten, sowie Provinz-, Regierungsstellen angeschlossen sind um große Datenmengen versenden zu können. Darüber hinaus besteht mit dem Netzwerk Zugang in andere Länder. Das Netz ist an mehreren Stellen international verbunden. So befindet sich ein Knotenpunkt in St. Johns, der Neufundland der Kanada mit Europa verbindet. Des Weiteren befindet sich ein Knotenpunkt in Vancouver, der über Seattle mit dem asiatisch-pazifischen Raum verbunden ist. Weitere Knotenpunkte befinden sich zwischen Toronto, Montreal, New York und Toronto, Montreal, Chicago, der Nordamerika, Südamerika, und Europa verbindet. Mit dem Netzwerk können Geschwindigkeiten von bis zu 100 Gigabyte pro Sekunde erreicht werden. Es wird jedoch nur mit 10 Gigabyte pro Sekunde genutzt. 2008 war es das schnellste nationale Glasfasersystem der Welt, nach den Vereinigten Staaten.

1993

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Gründung: Softline International ist ein international operierender, russischer Dienstleister für Informations- und Kommunikationstechnologie mit Sitz in Moskau. Das 1993 gegründete Unternehmen ist heute hauptsächlich in den GUS-Staaten und Osteuropa, sowie in Südostasien und Südamerika tätig. Die Produktpalette umfasst IT-Dienstleistungen, IT-Outsourcing, technischen Support, Schulungen, Cloud Computing sowie Consulting und Beratung.

1990

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Gründung: Die Precious Woods Holding AG mit Sitz in Zug ist eine 1990 gegründete Schweizer Holding-Gesellschaft, welche in der internationalen Holzwirtschaft aktiv ist und sich hier für das Konzept der nachhaltigen Forstwirtschaft in den tropischen RegenwäldernSüdamerikas einsetzt.

1990

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Gründung: Millicom International Cellular, besser bekannt als Tigo, ist eine Mobilfunkfirma in Mittel- und Südamerika, Afrika und Asien. Die Unternehmenszentrale befindet sich in Luxemburg. Das Unternehmen bietet Mobilfunkdienstleistungen in insgesamt sechzehn Ländern an. Die Technik basiert auf GSM, CDMA und TDMA in Amerika sowie GSM und UMTS in Africa und Asien. Millicom besitzt ebenfalls Amnet, ein Unternehmen, das Kabelfernsehen und Breitband-Internet in Costa Rica, Honduras und El Salvador anbietet. Zusätzlich bietet Millicom Unternehmensystemlösungen in Guatemala und Nicaragua an.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2004

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Film: Die Reise des jungen Che (Originaltitel: Diarios de motocicleta) ist ein US-amerikanischer Spielfilm des brasilianischen Regisseurs Walter Salles aus dem Jahr 2004. Das mehrfach preisgekrönte Road Movie basiert auf den Aufzeichnungen einer Südamerika-Reise der jungen Che Guevara und Alberto Granado. Die Hauptrollen spielten Gael García Bernal und Rodrigo De la Serna.

Stab:
Regie: Walter Salles
Drehbuch: José Rivera Che Guevara Alberto Granado
Produktion: Michael Nozik Edgard Tenenbaum Karen Tenkhoff
Musik: Jorge Drexler Gustavo Santaolalla
Kamera: Éric Gautier
Schnitt: Daniel Rezende

Besetzung: Gael García Bernal, Rodrigo De la Serna, Mía Maestro, Mercedes Morán, Jean Pierre Noher

1978

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Film: Plutonium ist ein deutscher Fernsehfilm von Rainer Erler aus dem Jahr 1978. Der Film wurde von der Firma Pentagramma im Auftrag des ZDF produziert. Die Erstausstrahlung im Fernsehen war am 26. Juni 1978. Viele Außenaufnahmen zeigen südamerikanische Länder, zum größten Teil Brasilien.

Stab:
Regie: Rainer Erler
Drehbuch: Rainer Erler
Musik: Eugen Thomass
Kamera: Wolfgang Grasshoff
Schnitt: Hilwa von Boro

Besetzung: Charlotte Kerr, Wolf Roth, Werner Rundshagen, Bob Cunningham, Anton Diffring, Klaus Dierig, Lester C. Muller, Ilse Neubauer, Wilfried Klaus, Claus Ringer, Wolfgang Schimpf

1978

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Film: Severino ist ein DEFA-Indianerfilm des Filmregisseurs Claus Dobberke aus dem Jahr 1978. Der Film entstand in der künstlerischen Arbeitsgruppe „Roter Kreis“ und ist der einzige DEFA-Indianerfilm, der in Südamerika spielt. Das Drehbuch basiert auf dem Roman Severino von den Inseln von Eduard Klein. Der vollständige Originaltitel lautete Severino -Der Sohn des großen Häuptlings kehrt zurück, die bundesdeutschen Video/DVD-Veröffentlichungen laufen jedoch unter dem Titel Severino -Geheimnis vom Condor Pass.

Stab:
Regie: Claus Dobberke
Drehbuch: Inge Borde Eduard Klein
Produktion: Gerrit List
Musik: Günther Fischer
Kamera: Hans Heinrich
Schnitt: Renate Bader Monika Schindler

Besetzung: Gojko Mitić, Violeta Andrei, Mircea Anghelescu, Leon Niemczyk, Constantin Fugasin, Emanoil Petrut, Zephi Alsec, Helmut Schreiber, Thomas Wolff, Romulus Barbulescu, Jurie Darie, Ion Dichiseanu

1945

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Film: Cornered ist ein in Schwarzweiß gedrehter US-amerikanischer Film noir von Edward Dmytryk aus dem Jahr 1945. Er gehört mit Alfred Hitchcocks Berüchtigt und Charles Vidors Gilda zu einer Reihe von amerikanischen Filmen, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Aktivitäten der nach Südamerika geflohenen europäischen Faschisten thematisierten.

Stab:
Regie: Edward Dmytryk
Drehbuch: John Paxton John Wexley
Produktion: Adrian Scott
Musik: Roy Webb
Kamera: Harry J. Wild
Schnitt: Joseph Noriega

Besetzung: Dick Powell, Walter Slezak, Micheline Cheirel, Nina Vale, Morris Carnovsky, Edgar Barrier, Steven Geray, Jack La Rue, Gregory Gaye, Luther Adler

1939

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Film: S.O.S. Feuer an Bord (Original: Only Angels Have Wings) ist ein US-amerikanischer Abenteuerfilm von Howard Hawks aus dem Jahr 1939. Im Auftrag von Columbia Pictures trat Hawks dabei auch als Drehbuchautor und Produzent in Erscheinung. Während Cary Grant und Jean Arthur in diesem Film über eine in Südamerika arbeitende Gruppe von Flugzeugpiloten die Hauptrollen spielten, gelang Stummfilm-Star Richard Barthelmess in einer Nebenrolle ein Comeback und Rita Hayworth schaffte, ebenfalls in einer Nebenrolle, nach vielen Jahren in kleinen B-Filmen endlich ihren Durchbruch in Hollywood.

Stab:
Regie: Howard Hawks
Drehbuch: Howard Hawks, Jules Furthman, Eleanore Griffin, William Rankin
Produktion: Howard Hawks
Musik: Dimitri Tiomkin
Kamera: Joseph Walker
Schnitt: Viola Lawrence

Besetzung: Cary Grant, Jean Arthur, Richard Barthelmess, Rita Hayworth, Thomas Mitchell, Sig Ruman, Victor Kilian, John Carroll, Allyn Joslyn, Noah Beery Jr.

Tagesgeschehen

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Santiago de Chile/Chile: Der Vulkan Puyehue bricht aus. In der Folge kommt es aufgrund der ausgestoßenen Aschewolke in großen Teilen Südamerikas zu weitreichenden Störungen und Ausfällen im Flugbetrieb.
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Südpazifik und Südamerika: Längere totale Sonnenfinsternis.
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Santiago de Chile/Chile: Das Land wird als zweiter lateinamerikanischer Staat nach Mexiko und als erster südamerikanischer Staat Mitglied der OECD.
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São Paulo/Brasilien: Durch einen tornadoähnlichen Sturm kommen in Südamerika mindestens 17 Menschen ums Leben. Das Unwetter zieht mit heftigem Regen, Hagelschauern und starken Winden über Nordargentinien, Uruguay, Paraguay und den Süden Brasiliens hinweg.
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Buenos Aires/Argentinien: Start der Rallye Dakar, welche erstmals in Südamerika stattfindet und durch Argentinien und Chile führt.

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