S7 Airlines

S7 Airlines
Logo der S7 Airlines
IATA-Code:S7
ICAO-Code:SBI
Rufzeichen:SIBERIAN AIRLINES
Grndung:1992 (als Siberia Airlines)
Sitz:Moskau, RusslandRussland
Drehkreuz:
Heimatflughafen:

Nowosibirsk-Tolmatschowo

IATA-Prefixcode:421
Fluggastaufkommen:9,51Mio.(2016)
Frachtaufkommen:34.924t(2016)
Allianz:oneworld
Vielfliegerprogramm:S7 Priority
Flottenstrke:82 (+ 5 Bestellungen)
Ziele:national und international
Website:www.s7.ru

S7 Airlines (bis März 2006 Siberia Airlines) ist eine russische Fluggesellschaft mit Sitz in Moskau und Basen auf den Flughäfen Moskau-Domodedowo, Nowosibirsk-Tolmatschowo und Irkutsk. Sie ist Mitglied der Luftfahrtallianz oneworld.



Inhaltsverzeichnis



Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Boeing 767-300ER der S7 Airlines
Bild: Unknownwikidata:Q4233718
Lizenz: PD ineligible

S7 Airlines ging im Mai 1992, noch unter dem Namen Siberia Airlines (russisch: авиакомпания Сиби́рь), aus einem Tochterunternehmen der Aeroflot mit Sitz in der russischen Stadt Nowosibirsk hervor.

Im Jahr 2003 hat die Airline erstmals den bisherigen Marktführer Aeroflot beim Fluggastaufkommen bei Verbindungen innerhalb Russlands überholt. 2005 führte die Fluggesellschaft nach eigenen Angaben über 32.000 Flüge durch und transportierte dabei 4,2 Millionen Passagiere und 25.788 Tonnen Fracht.

Seit dem 5. Mai 2006 firmiert die Gesellschaft, abgeleitet von ihrem IATA-Airline-Code, unter dem Namen S7 Airlines. Die frühere Beschriftung des Leitwerks, „Sibir“ in kyrillischer Schrift, und die ehemalige blau-weiße Bemalung der Flugzeuge wurde seitdem sukzessive durch die neue Firmenfarbe grün und den Schriftzug „S7“ ersetzt. Ältere Flugzeuge der Flotte, vor allem solche die im Folgenden mittelfristig ausgemustert wurden (beispielsweise die Iljuschin Il-86), erhielten nur einen Aufkleber mit dem neuen Logo.

Anfang 2008 gründete S7 Airlines die Tochtergesellschaft Globus Airlines, die mit Boeing 737-800 hauptsächlich Charterflüge durchführte. Bereits im Dezember 2008 verkaufte S7 Globus jedoch an die East Line Group.

In der Vergangenheit betrieb S7 Airlines eine große Zahl an Flugzeugen aus sowjetischer Produktion, diese – darunter auch die weit verbreitete Tupolew Tu-154 – wurden jedoch bis Ende 2008 vollständig ausgemustert.

Am 26. Mai 2009 wurde bekannt, dass die Gesellschaft nach einer Integrationsphase im Jahr 2010 der Luftfahrtallianz oneworld beitreten würde, in der unter anderem auch British Airways und American Airlines Mitglied sind. Der Beitritt erfolgte schließlich am 15. November 2010.

Im September 2016 übernahm die S7 Group, Eigentümerin der S7 Airlines für rund 150 Millionen Dollar das Raumfahrtunternehmen Sea Launch. Die Schweizer Firma bietet Raketenstarts von einer speziell adaptierten Bohrplattform an. Ab Ende 2018 sind Starts geplant.



Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eigene Flge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

S7 führt täglich rund 120 Flüge durch, mehr als ein Drittel davon ab Moskau. Die Gesellschaft bedient ein umfangreiches Netz an Zielen innerhalb Russlands und der übrigen GUS-Staaten sowie Flugziele unter anderem in China (Peking), Thailand (Bangkok), Spanien (Madrid und Teneriffa), Irland (Dublin) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (Dubai). In Deutschland werden seit 2009 München, Frankfurt am Main, Düsseldorf und Hannover angeflogen, seit Juni 2011 auch Berlin. In Österreich sind Salzburg und Innsbruck Ziele in der Wintersaison. Seit März 2017 wird Wien ganzjährig angeflogen.

Codesharing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Darüber hinaus unterhält S7 Airlines Codeshare-Abkommen mit den Oneworld-Partnern Royal Jordanian, Air Berlin und Niki .



Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelle Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kabine eines Airbus A320
Bild: Unknownwikidata:Q4233718
Lizenz: PD ineligible

Mit Stand Juni 2017 besteht die Flotte der S7 Airlines aus 82 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 10,7 Jahren:

FlugzeugtypAnzahlbestelltAnmerkungenSitzpltze
(Business/Economy)
Airbus A319-10019Einer in Oneworld-Sonderlackierung144 (-/144)
Airbus A320-200184 mit Sharklets ausgestattet158 (8/150)
Airbus A320neo5? offen ?
Airbus A321-200071 inaktiv; 3 mit Sharklets ausgestattet197 (8/189)
198 (8/190)
194 (-/194)
Boeing 737-80019mit Winglets ausgestattet166 (12/154)
Boeing 767-300ER02252 (12/240)
Embraer 170LR1715 inaktiv; Leasing von GE Capital Aviation Services78 (-/78)
Summe825

Ehemalige Flugzeugtypen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Tupolew Tu-154, wie sie früher von S7-Airlines genutzt wurde, noch in der Bemalung der Siberia Airlines
Bild: Unknownwikidata:Q4233718
Lizenz: PD ineligible

Darüber hinaus setzte die S7 Airlines / Siberia Airlines in der Vergangenheit noch folgende Flugzeugtypen ein:



Zwischenflle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

S7 Airlines verzeichnet in ihrer Geschichte drei Flugzeugverluste mit Todesopfern, von denen jedoch zwei nicht auf technisches oder menschliches Versagen seitens der Airline zurückzuführen sind:

  • Am 4. Oktober 2001 wurde eine Tupolew-154 auf Flug 1812 der Siberia Airlines, unterwegs von Tel Aviv nach Nowosibirsk, versehentlich von einer Rakete der ukrainischen Marine abgeschossen. An Bord der Maschine waren 65 Passagiere sowie zwlf Besatzungsmitglieder. Zunchst wurde ein Terroranschlag vermutet, spter stellte sich heraus, dass eine fehlgeleitete S-200-Boden-Luft-Rakete whrend eines Militrmanvers die Maschine traf.
  • Am 25. August 2004 verbten tschetschenische Terroristen fast gleichzeitig zwei Sprengstoffanschlge auf russische Linienflge. Eines der Flugzeuge war eine Tupolew Tu-154 der damaligen Siberia Airlines, die mit 46 Personen an Bord von Moskau nach Sotschi unterwegs war. Das Flugzeug wurde in der Luft zerstrt, alle Menschen an Bord verloren dabei ihr Leben.
  • Am 9. Juli 2006 verunglckte ein Airbus A310-300 der S7 mit dem LuftfahrzeugkennzeichenF-OGYP bei der Landung in Irkutsk. Das Flugzeug kam mit hoher Geschwindigkeit von der Landebahn ab und prallte anschlieend gegen ein Hindernis aus Beton und brannte aus. Von den 195 Passagieren und acht Besatzungsmitgliedern an Bord kamen 125 ums Leben. Die Schubumkehr des linken Triebwerks war deaktiviert. nderungen des Umkehrschubs rechts bewirkten versehentlich und unbemerkt erneuten Vorwrtsschub des linken Triebwerks sowie Wiedereinfahren der bereits ausgefahrenen bremsenden Strklappen an den Tragflchen und Deaktivierung des automatischen Bremssystems.


Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das Musikvideo der amerikanischen Rockband OK Go zu deren Lied „Upside down, Inside Out“ wurde ein Flugzeug der S7 Airlines eingesetzt, das 21 Parabelflüge durchführte, so dass die Band für die Aufnahmen insgesamt zwei Stunden und 15 Minuten schwerelos war.



Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ?Russische Luftfahrtagentur: Passagierstatistik russischer Fluglinien 2015/2016. Abgerufen am 4.Mai 2017 (PDF, russisch).
  2. ?Russische Luftfahrtagentur: Frachtaufkommen russischer Fluglinien 2015/2016. Abgerufen am 4.Mai 2017 (PDF, russisch).
  3. ? abcaero.de ? S7 Airlines schliet Integration in Oneworld ab 15. November 2010
  4. ?aero.de ? Russische S7 wird 2010 Mitglied in oneworld 26. Mai 2009
  5. ?aero.de: Russische S7 Airlines tritt oneworld bei 24. September 2010
  6. ?Russische Airline-Gruppe kauft Raumfahrtfirma, abgerufen am 29. November 2016
  7. ?Russische S7 Airlines kehrt nach Wien zurck. In: austrianwings.info.29.November 2016, abgerufen am 20.Juli 2017.
  8. ?vgl. Aero 12/2008, S. 50
  9. ?Ch-aviation - S7 Airlines (englisch), abgerufen am 24. Juni 2017
  10. ?S7 Airlines ? Our Fleet (englisch), abgerufen am 24. Juni 2017
  11. ?Sibir Airlines (englisch), abgerufen am 24. Juni 2017
  12. ?Flugunfalldaten und -bericht zu Sibir-Flug 1812 im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 28. August 2016.
  13. ?Passagierjets abgestrzt, Behrden gehen von Anschlag aus. spiegel.de, 25. August 2004, abgerufen am 19. September 2009.
  14. ?Ein zweifelhafter Zufall. spiegel.de, 25. August 2004, abgerufen am 19. September 2009.
  15. ?Terror oder Unglck? Rtselraten um Doppel-Absturz. faz.net, 26. August 2004, abgerufen am 18. September 2009.
  16. ?Flugunfalldaten und -bericht zu S7-Airlines-Flug 778 im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 28. August 2016; vgl. S7 Airlines Flight 778 in der englischen Wikipedia.
  17. ?Auf Parabelflug entsteht geniales Musikvideo, abgerufen am 12. Februar 2016

Logo der S7 Airlines

Moskau, RusslandRussland

Eine Boeing 767-300ER der S7 AirlinesBild: Unknownwikidata:Q4233718Lizenz: PD ineligible
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Kabine eines Airbus A320Bild: Unknownwikidata:Q4233718Lizenz: PD ineligible
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Eine Tupolew Tu-154, wie sie früher von S7-Airlines genutzt wurde, noch in der Bemalung der Siberia AirlinesBild: Unknownwikidata:Q4233718Lizenz: PD ineligible
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S7 Airlines (bis März 2006 Siberia Airlines) ist eine russische Fluggesellschaft mit Sitz in Moskau und Basen auf den Flughäfen Moskau-Domodedowo, Nowosibirsk-Tolmatschowo und Irkutsk. Sie ist Mitglied der Luftfahrtallianz oneworld.

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Katastrophen:
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Ein Airbus A310 der russischen Fluggesellschaft S7 Airlines schießt von Moskau kommend bei der Landung in Irkutsk über die Landebahn hinaus und rast ungebremst in eine Barriere aus Beton. Im Flugzeug befinden sich 195 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder, 131 Menschen kommen ums Leben, 55 werden schwer verletzt.

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