Sackaffäre

Die Sackaffäre (auf TürkischÇuval olayı oder Çuval hadisesi) ist ein Zwischenfall, der sich am 4. Juli 2003 unmittelbar nach dem Irak-Krieg ereignete. Hierbei wurden türkische Armeeangehörige, die in Zivilkleidung im Norden des Irak operierten, von US-Streitkräften gefangengenommen, mit Säcken über den Köpfen abgeführt und verhört. Die Soldaten wurden nach 60 Stunden freigelassen, nachdem die Türkei bei den Vereinigten Staaten Protest eingelegt hatte.

Obwohl sich keine der beiden Seiten entschuldigte, wurde eine Kommission eingesetzt, die den Vorfall untersuchte und eine gemeinsame Erklärung des Bedauerns veröffentlichte. Außerdem schrieb der US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld einen Brief an den türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdoğan, in dem er ebenfalls sein Bedauern über den Zwischenfall äußerte.

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Tagesgeschehen

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Irak. Im Norden Iraks nehmen US-Soldaten der 173. US-Luftlandebrigade in der Stadt Silemani mehrere dort operierende türkische Armeeangehörige fest; sie werden mit Säcken über den Köpfen abgeführt und verhört. Nach türkischen Protesten lässt die USA die Soldaten nach 60 Stunden wieder frei. Der Vorfall wird als Sackaffäre bekannt.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2006

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Film: Tal der Wölfe -Irak (Originaltitel: Kurtlar Vadisi -Irak) ist ein kontrovers diskutierter Spielfilm (Actiongenre) des türkischen Regisseurs Serdar Akar aus dem Jahr 2006. Die Handlung knüpft an die erfolgreiche Fernsehserie Tal der Wölfe an. Dort kämpft der Filmheld, Polat Alemdar, als Geheimagent des fiktiven türkischen Geheimdiensts KGT gegen die Mafia. Im Kinofilm reist er in den Irak, um die als Demütigung der Türkei erlebte Sackaffäre an den US-Truppen zu rächen.

Stab:
Regie: Serdar Akar
Drehbuch: Raci Şaşmaz Bahadır Özdener
Produktion: Raci Şaşmaz
Musik: Gökhan Kırdar
Kamera: Selahattin Sancaklı
Schnitt: Kemalettin Osmanlı

Besetzung: Necati Şaşmaz, Billy Zane, Ghassan Massoud, Bergüzar Korel, Gürkan Uygun, Kenan Çoban, Diego Serrano, Erhan Ufak, Gary Busey, Spencer Garrett

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