Sadomasochismus

Als Sadomasochismus wird in der Regel eine sexuelle Devianz verstanden, bei der ein Mensch Lust oder Befriedigung durch die Zufügung oder das Erleben von Schmerz, Macht oder Demütigung empfindet. Die Bezeichnung entsteht aus einer Zusammenziehung der beiden Begriffe Sadismus und Masochismus, die die jeweilige Ausrichtung hinsichtlich des aktiven beziehungsweise passiven Erlebens beschreiben. Unterschieden werden kann zwischen inklinierendem (lat. inclinare: sich zuwenden) beziehungsweise einvernehmlichen Sadomasochismus und nicht inklinierendem Sadomasochismus. Darüber hinaus gibt es sowohl therapeutisch als auch umgangssprachlich verschiedene Verwendungen des Begriffs, die zum Teil stark voneinander abweichen und sich vor allem durch die Frage unterscheiden, ob der Sadomasochismus eine mit anderen Vorlieben gleichberechtigte sexuelle Präferenz ist oder ob es sich grundsätzlich um eine behandlungsbedürftige Störung des Sexualverhaltens, eine Paraphilie, handelt.

Im Rahmen der sexualmedizinischen Diagnostik oder der Psychoanalyse wird Sadomasochismus dann als behandlungsbedürftig verstanden, wenn andere beeinträchtigt oder geschädigt werden, die sexuelle Befriedigung ohne sadomasochistische Praktiken erschwert ist oder unmöglich erscheint und bei dem Betroffenen dadurch ein entsprechender Leidensdruck entsteht. Sadomasochismus ist als Teil des Formenkreises der Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen als Störung der Sexualpräferenz in der „Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ (ICD) unter der Schlüsselnummer F65.5 gelistet.

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Gitane Demone wird in San Francisco, Kalifornien geboren. Gitane Demone ist eine US-amerikanische Musikerin (Keyboard, Gesang). Demones Wurzeln liegen im Punk und Gothic Rock, weitere Einflüsse finden sich im Jazz und bei Sängerinnen wie Billie Holiday. In den 1980er Jahren war Demone Mitglied der Bands Pompeii 99 und Christian Death, seither arbeitet sie mehr oder weniger als Solokünstlerin. Aufsehen erregt sie seit jeher nicht nur durch ihre Musik sondern auch durch ihre Erscheinung, angelehnt an S&M-Mode, was ihr Vergleiche mit Madonna einbrachte, als deren unartige „Cousine“ aus dem Untergrund.
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Gestorben: Algernon Swinburne stirbt in London. Algernon Charles Swinburne, auch kurz A. C. Swinburne, war ein englischer Dichter und Autor in der viktorianischen Zeit. Sein frühes dichterisches Schaffen kreiste um Themen wie Sadomasochismus, Todessehnsucht, lesbische Phantasien oder anti-christliche Einstellungen und wurde als großer literarischer Skandal aufgenommen.
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Geboren: Algernon Swinburne wird in London geboren. Algernon Charles Swinburne, auch kurz A. C. Swinburne, war ein englischer Dichter und Autor in der viktorianischen Zeit. Sein frühes dichterisches Schaffen kreiste um Themen wie Sadomasochismus, Todessehnsucht, lesbische Phantasien oder anti-christliche Einstellungen und wurde als großer literarischer Skandal aufgenommen.

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

2009

Gründung:
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Grausame Töchter ist eine 2009 gegründete Band, die in ihrer Musik Elemente aus den Bereichen EBM, Industrial, Punk, Filmmusik und Techno verarbeitet. Die Texte der Sängerin Aranea Peel drehen sich häufig um Themen wie Sadomasochismus und Beziehungskonflikte, die Sprache der Texte ist Deutsch.

Rundfunk, Film & Fernsehen

1990

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Rundfunk: Dezember -Der US-Ableger des Musiksenders MTV boykottiert das Musikvideo zu Madonnas Justify my Love wegen der darin enthaltenen expliziten Darstellungen sexueller Praktiken wie Sadomasochismus.

1986

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Film: Blue Velvet (Alternativtitel: Blue Velvet -Verbotene Blicke) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1986. Regie führte David Lynch, der auch das Drehbuch verfasste. Der Film lässt sich den Genres Thriller, surrealistischer Film und moderner Film noir zuordnen. Erzählt wird die Geschichte des Collegestudenten Jeffrey Beaumont, der unter die Oberfläche einer idyllischen amerikanischen Kleinstadt geführt und dort mit Gewalt, Korruption und sadomasochistischen Sexualpraktiken konfrontiert wird.

Stab:
Regie: David Lynch
Drehbuch: David Lynch
Produktion: Fred C. Caruso
Musik: Angelo Badalamenti
Kamera: Frederick Elmes
Schnitt: Duwayne Dunham

Besetzung: Kyle MacLachlan, Isabella Rossellini, Dennis Hopper, Laura Dern, Hope Lange, Dean Stockwell, Ken Stovitz, George Dickerson, Priscilla Pointer, Frances Bay, Jack Harvey, Brad Dourif, Jack Nance

1969

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Film: Die blinde Bestie, auch Blind Beast (jap. 盲獣, Mōjū) ist ein japanischer Erotik-Thriller mit Elementen des Dramas und des Horrorfilms von Yasuzō Masumura aus dem Jahr 1969, einem der namhaften Skandalregisseure des klassischen japanischen Kinos der 1960er Jahre. Der Film basiert auf einer 1931 veröffentlichten Kurzgeschichte von Hirai Tarō, besser bekannt unter dem Pseudonym Edogawa Rampo und handelt von einem Model, das entführt und einsperrt wird, schrittweise ihren Freiheitsdrang zugunsten sadomasochistischer Spiele aufgibt und letztlich so den Tod findet.

Stab:
Regie: Masumura Yasuzō
Drehbuch: Yoshio Shirasaka
Produktion: Kazumasa Nakano
Musik: Hikaru Hayashi
Kamera: Setsuo Kobayashi
Schnitt: Tatsuji Nakashizu

Besetzung: Eiji Funakoshi, Mako Midori, Noriko Sengoku

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