Saladin

Saladin (arabisch صلاح الدين يوسف بن أيّوب الدوينيّ Salah ad-Din Yusuf ibn Ayyub ad-Dawīnī, DMGṢalāḥ ad-Dīn Yūsuf b. Aiyūb ad-Dawīnī ‚Heil der Religion, Yusuf, Sohn Ayyubs aus Dwin mit dem Titel al-Malik an-Nasir / الملك الناصر / al-Malik an-Nāṣir / ‚der siegreiche Herrscher‘; * 1137/1138 in Tikrit; † 3. März oder 4. März 1193 in Damaskus) war ab 1171 der erste Sultan von Ägypten und ab 1174 Sultan von Syrien. Als kurdischstämmiger Führer gründete er die Dynastie der Ayyubiden.

Unter dem Namen „Sultan Saladin“ wurde er zu einem Mythos der muslimischen Welt und vorbildhaften islamischen Herrscher. Er eroberte im Jahr 1187 Jerusalem; als erfolgreicher Gegenspieler der Kreuzfahrer wurde er oft verklärt und romantisiert. In der modernen Geschichtsschreibung wird hingegen davon ausgegangen, dass er seine Rolle als Verteidiger des Islams auch zur Legitimation seiner machtpolitischen Ziele verwendete.

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Geboren & Gestorben

1137

Geboren:
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Saladin, Sultan und Begründer der Ayyubiden-Dynastie (+ 1193)

Naher Osten

1174

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Nach dem Tod Nur ad-Dins aus der Dynastie der Zengiden besetzt Saladin, ayyubidischer Herrscher von Ägypten, Damaskus und erklärt sich für dessen minderjährigen Erben As-Salih Ismail zum Regenten von Syrien.

Asien

1176

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Saladin schlägt die Zengiden vor der Stadt Damaskus und heiratet Nur ad-Dins Witwe. Damit setzt er seinen Herrschaftsanspruch über Syrien gegen Nur ad-Dins minderjährigen Sohn as-Salih Ismail durch.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Nach zwölftägiger Belagerung übergibt Balian von Ibelin die Stadt Jerusalem an Saladin.
Exponierte Ereignisse:
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Saladin beginnt die Belagerung von Jerusalem, der Hauptstadt des von den Kreuzfahrern gegründeten Königreichs Jerusalem.

Kreuzzüge

Dritter Kreuzzug:
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Richard Löwenherz schlägt das Heer Saladins in der Schlacht von Arsuf.
Dritter Kreuzzug:
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Schlacht von Akkon -verlustreiches Unentschieden zwischen Saladin und den Akkon belagernden Kreuzfahrern.
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Niederlage des christlichen Heers gegen Saladin in der Schlacht an den Hörnern von Hattin. Ein großer Teil des Königreichs Jerusalem fällt an die Muslime.

Politik & Weltgeschehen

1188

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Saladin belagert vergeblich Krak des Chevaliers, eine Burg des Hospitalordens in Syrien.

1179

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24. bis 30. August: Die Ayyubiden unter Saladin besiegen das Königreich Jerusalem und den Templerorden in der Schlacht an der Jakobsfurt vernichtend. Die gerade erst in Bau befindliche Kreuzfahrerburg Chastellet wird dabei bis auf die Grundmauern zerstört.
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Die Schlacht von Montgisard tragen ein kleines Heer des Königreichs Jerusalem unter König Balduin IV. und die Ayyubiden unter Sultan Saladin aus. Saladin wird mit seinem 26.000-Mann-Heer vom Wagemut der Kreuzfahrer überrascht, denen damit der großartigste Sieg der Kreuzzüge gelingt.

1171

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Nach dem Tod des letzten Fatimiden kalifen al-Adid herrscht Saladin allein als Sultan von Ägypten. Saladin stellt die sunnitische Orthodoxie in Ägypten wieder her und begründet die Dynastie der Ayyubiden.

1170

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Saladin belagert erfolglos die Templerfestung Gaza.

Heiliges Land

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Richard Löwenherz schließt im Vertrag von Ramla einen Waffenstillstand auf drei Jahre mit Sultan Saladin ab, damit endet der Dritte Kreuzzug.
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Richard Löwenherz schlägt Saladin in der Schlacht von Jaffa und sichert damit Jaffa für die Kreuzfahrer.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2007

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Saladin im Film: Im Film Arn – Der Kreuzritter trifft ein schwedischer Tempelritter auf Saladin, wobei sich später dann zwischen den beiden eine Art Freundschaft entwickelt.

1922

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Saladin im Film: verfilmte die Bavaria Film AG Lessings Nathan der Weise (siehe Nathan der Weise ). Der österreichische Schauspieler Fritz Greiner verkörperte Saladin, Regie hatte Manfred Noa. Bereits im Jahr seiner Entstehung wurde der Film von der Filmprüfstelle München abgelehnt. Auch in Polen und Österreich wurden Aufführungen nur unter Auflagen möglich. Nach dem Krieg galt er als verschollen. 1996 wurde eine vollständige gut erhaltene Kopie in Moskau gefunden und im Stil der 20er Jahre eingefärbt.

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