Salgótarján

Salgótarján – Luftaufnahme
Bild: Unknownwikidata:Q4233718

Salgótarján [ˈʃɒlgoːtɒrjaːn] (deutsch selten Schalgotarjan/Schalgau, slowakisch Šalgov-Tarjany/Šalgotarján) ist Komitatssitz von Nógrád und liegt im Norden Ungarns in der Nähe der slowakischen Grenze.



Geschichte




Die Ortschaft existierte schon im Mittelalter, es gibt aber kaum Angaben. Vermutlich war die Siedlung damals ein kleines Dorf, beziehungsweise zwei kleine Dörfer, Salgó und Tarján.Die Burg Salgó (über die Sándor Petőfi ein Poem schrieb) wurde im 13. Jahrhundert gebaut. Auch die erste Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert.Die erste Erwähnung war kenyeretlen Tarján (dt. „brotloses Tarján“). Das ist wahrscheinlich ein Hinweis auf die damaligen ärmlichen Verhältnisse.Im 17. Jahrhundert hatte das Dorf schon 247 Einwohner, doch nach der Belagerung der Burg Fülek 1682 wurden die Siedlungen völlig entvölkert. Tarján blieb zehn Jahren unbewohnt. Die Bewohner kehrten dann nur langsam zurück. Die Ortschaft blieb für lange Zeit ohne Bedeutung.1850 wurde Braunkohle in der Nähe des Dorfes gefunden. Durch den beginnenden Bergbau wurde die Ortschaft wichtiger und entwickelte sich rasant. Eine Reihe neuer Fabriken und Unternehmen wurden gegründet, so zum Beispiel 1860 die Salgótarjáni Kőszénbánya Rt. (Salgótarján Braunkohle AG), die damals eines der bedeutendsten Unternehmen in Ungarn war. Durch den Zusammenschluss zweier Unternehmen entstand 1881 die Rimamurány-Salgótarjáni Vasmű Rt. (Eisenwerk Rimamurány-Salgótarján AG), welche damals das zweitgrößte Unternehmen der Stahlindustrie des Landes war.Durch die neue Fabriken kamen viele Arbeiter in die Stadt. Dadurch haben sich die ethnischen Verhältnisse der Stadt verändert.1922 wurde Salgótarján zur Stadt erhoben. Der erste Bürgermeister hieß Dr. Kálmán Förster.1950 zog der Sitz des Komitats Nógrád von Balassagyarmat nach Salgótarján. Noch im selben Jahr wurde Baglyasalja eingemeindet, später ebenso Zagyvapálfalva (1961), Zagyvaróna (1973), Somoskő und Somoskőújfalu (1977).Durch ein Referendum am 4. September 2004 in Somoskőújfalú wurde dieser Ort 2006 wieder selbständig.1994 bekam Salgótarján das Komitatsrecht.

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Ildikó Papp wird in Salgótarján geboren. Ildikó Papp ist eine ungarische Biathletin.
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Geboren: Zsuzsanna Bekecs wird in Salgótarján geboren. Zsuzsanna Bekecs ist eine ungarische Biathletin. Zwischen 1995 und 2002 nahm sie an allen Großereignissen des Biathlonjahres teil.
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Geboren: Ferenc Snétberger wird in Salgótarján geboren. Ferenc Snétberger ist ein ungarischer Jazz-Gitarrist.
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Geboren: András Botos wird in Salgótarján geboren. András Botos ist ein ehemaliger ungarischer Boxer und Boxtrainer.
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Geboren: István Gaál wird in Salgótarján geboren. István Gaál war ein ungarischer Filmregisseur.

Verwaltungsgliederung

1996

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Salgótarján (Ungarn)

Partnerschaften

1967

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Ungarn – Salgótarján, Ungarn, seit (Banská Bystrica)

Kunst & Kultur

1977

Ausstellung:
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Salgotarjan, Gal. (Kat.) (István Arató (Maler))

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