Salon-de-Provence

Die Kirche St.Michel in Salon-de-Provence

Salon-de-Provence (früher Salon-de-Crau) ist eine Stadt mit 44.187 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) in Südfrankreich, im Département Bouches-du-Rhône, der früheren Provinz Provence. Sie liegt zwischen Aix-en-Provence, Arles, Cavaillon und Marseille an der Autobahn A 7 (Lyon-Marseille). Auch der Luftwaffenstützpunkt BA 701 (base aérienne 701), auf welchem die Patrouille de France beheimatet ist, befindet sich auf dem Gemeindegebiet von Salon-de-Provence.



Geschichte




Im Altertum siedelten Salluvier auf dem Gebiet und betrieben vor allem Schafzucht und Salzhandel. Um 125 v. Chr. legten Römer die Sümpfe um den Touloubre trocken und gründeten auf dem Felsen von Puech ein Castrum, das einen Abschnitt der Via Aurelia sichern sollte. Um die Festung herum, dem heutigen Schloss Empéri, entwickelte sich eine erste Siedlung.Im Mittelalter gehörte die „villa Sallonne“ zum Heiligen Römischen Reich. Die Kaiser übertrugen die Herrschaft über Salon an die Erzbischöfe von Arles. Die Ortschaft büßte einen Teil ihrer Freiheiten ein und erhielt erst 1404 offizielles Stadtrecht. Unter Herrschaft der Provencegrafen, darunter des bekannten René dem Guten, erlebte Salon im fünfzehnten Jahrhundert einen wirtschaftlichen Aufschwung. Mit der Angliederung der Grafschaft Provence ans Königreich Frankreich nach dem Tode von König René 1481 verloren die Erzbischöfe einen Teil ihrer Autorität.Im sechzehnten Jahrhundert wurde Salon, wie auch der Rest Frankreichs, von den Hugenottenkriegen mitgenommen. Einer der berühmtesten Einwohner der Stadt war Nostradamus, der hier 1547 seine Centurien niederschrieb. Ein anderer wichtiger Zeitgenosse war Adam de Craponne, der 1559 den Canal de Craponne zur Bewässerung des trockenen Umlandes anlegte. 1564 besuchten König Karl IX. und seine Mutter Caterina de’ Medici die Stadt und verschafften ihr das heutige Leoparden-Wappen.Im achtzehnten Jahrhundert kam es in Salon zur Ansiedlung von Seidemanufakturen. Der wirtschaftliche Aufschwung begann im neunzehnten Jahrhundert mit der Entwicklung von Seifenfabriken und dem Handel von Öl, Seife und Kaffee. Der neue Reichtum der Stadt führte zum Bau von Stadthäusern und Schlössern. Von den Seifenfabriken sind heute noch zwei aktiv und der Seifenhandel nimmt nach wie vor eine wichtige Stellung ein. Seit 1938 ist Salon-de-Provence Sitz der französischen Luftwaffenschule und seit 1964 auch für die Stationierung der Patrouille de France bekannt.

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Sakina Karchaoui wird in Salon-de-Provence geboren. Sakina Karchaoui ist eine französische Fußballspielerin.
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Gestorben: Roger Carcassonne (Politiker) stirbt in Salon-de-Provence. Roger Carcassonne war ein französischer Politiker. Er war von 1946 bis 1971 Mitglied des Conseil de la République und des daraus hervorgehenden Senats.
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Geboren: Yohann Bagot wird in Salon-de-Provence geboren. Yohann Bagot ist ein französischer Straßenradrennfahrer.
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Geboren: Franck Esposito wird in Salon-de-Provence geboren. Franck Esposito ist ein ehemaliger französischer Schwimmer.
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Geboren: Bruno Martini (Handballspieler) wird in Salon-de-Provence, Frankreich geboren. Bruno Martini ist ein ehemaliger französischer Handballtorwart.

Städtepartnerschaft

1997

1992

1978

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Gubbio, Italien, seit

1974

1964

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Wertheim, Baden-Württemberg, seit

Politik & Weltgeschehen

1964

Politik > Städtepartnerschaften:
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Salon-de-Provence (Frankreich), seit (Wertheim)

Persönlichkeiten mit Bezug zur Gemeinde

1971

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Franck Esposito , ehemaliger französischer Schwimmer

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