Samniten

Die Samniten (auch: Sabeller, lateinisch Sabelli) waren ein italischer Volksstamm aus der Bergregion Samnium oberhalb des Golfs von Neapel. Zu ihnen gehörten die Abellinaten, Alfaterner, Kaudiner und Pentrer im engeren Sinne, im weiteren Sinne auch die Hirpiner um Maleventum, heute Benevent, und die Frentaner, deren Wohnsitze an der Adria lagen.

In ihrer Sprache, dem Oskischen, bezeichneten sie sich als Safineis, die Griechen nannten sie Saunitai und die RömerSamnites. Ihre Hauptstadt war Bovianum am Osthang der Apenninen.

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Antike

1 n. Chr.

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen > Römisches Reich: November: Lucius Sulla besiegt in der Schlacht am Collinischen Tor die Gefolgsleute des Marius und die Samniten. Danach wird ihm in Rom die Diktatur übertragen. (82 v. Chr.)
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Römisches Reich: Lucius Sulla besiegt in der Schlacht am Collinischen Tor die Gefolgsleute des Marius und die Samniten. Danach wird ihm in Rom die Diktatur übertragen.

91 v. Chr.

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Römisches Reich: Beginn des Bundesgenossenkriegs im Römischen Reich. In Mittel- und Süd-italien erheben sich zahlreiche italische Völkerschaften zum Kampf gegen die zunehmend als unerträglich empfundene römische Vorherrschaft, darunter Samniten, Marser und Lukaner. In dem von beiden Seiten erbarmungslos geführten Krieg sieht sich Rom bald zu Zugeständnissen gezwungen.

Geboren & Gestorben

90 n. Chr.

Gestorben:
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Sextus Iulius Caesar (Konsul 91 v. Chr.) stirbt oder 89 v. Chr. in Asculum. Sextus Iulius Caesar war ein Politiker der späten römischen Republik und vermutlich der Onkel des Diktators Gaius Iulius Caesar. Er bekleidete die Ämter des cursus honorum bis zum Konsulat und kämpfte im Bundesgenossenkrieg gegen die aufständischen Verbündeten Roms. Caesar schlug die Samniten und starb schließlich bei der Belagerung der Stadt Asculum.

Geschichte

430 v. Chr.

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: Niederlage gegen die Samniten in Kampanien (Etrusker)

Italien

320 v. Chr.

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Die Samniten schließen Frieden mit der Stadt Tarent. Sie gewinnen außerdem das strategisch wichtige, mit Rom verbündete Luceria in Apulien. Bei Luceria gelingt den Römern allerdings kurz darauf ein Sieg über das samnitische Heer, das von den Römern unter das Joch geführt wird.

Römische Republik

313 v. Chr.

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Die Römer gewinnen im Zweiten Samnitenkrieg die Städte Nola und Fregellae zurück. Eroberte Gebiete werden durch Festungen gesichert (Luceria, Saticula, Interamna, Suessa Aurunca, Caiatia, Sora).

Ereignisse

290 v. Chr.

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Die Samniten (darunter Städte wie Pompeji und Herculaneum) werden nach dem Dritten Samnitenkrieg (298 v. Chr.–290 v. Chr.) zur Heeresfolge verpflichtet. Anlage der Kolonie Hadria nahe der Adriaküste.

291 v. Chr.

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Im Dritten Samnitenkrieg stationieren die Römer in Venusia eine 20.000 Mann starke Garnison. Die Via Appia wird über Capua hinaus bis Venusia verlängert; die Stadt kontrolliert das Gebiet zwischen den Samniten und Tarent.

328 v. Chr.

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Rom besetzt die Stadt Fregellae und befestigt sie gegen die Samniten.

345 v. Chr.

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Die Samniten schließen ein Bündnis mit den Sidicinern -die Folge ist der Erste Samnitenkrieg.

Politik & Weltgeschehen

269 v. Chr.

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Die Römer schlagen eine Rebellion der Samniten gegen die Neuordnung nach dem Tarentinischen Krieg nieder.

Europa

263 v. Chr.

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Westliches Mittelmeer: Gründung der latinischen Kolonie Aesernia (heute: Isernia) im Gebiet der Samniten.

268 v. Chr.

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Westliches Mittelmeer: Die Römer gründen im 282 v. Chr. unterworfenen Gebiet der gallischen Senonen (Ager Gallicus) die Kolonie Ariminum. Der Ort wird später Ausgangspunkt für die Unterwerfung der Po-Ebene. Auch Beneventum im Gebiet der Samniten erhält eine latinische Kolonie.

272 v. Chr.

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Westliches Mittelmeer: Nach der Kapitulation der Bruttier und der Übergabe Tarents an Rom durch den Kommandanten Milo kommt es zum Friedensschluss im Tarentinischen Krieg: Tarent und die übrigen Städte Süditaliens schließen sich, ebenso wie die Samniten, Bruttier und Lukaner, von Pyrrhus verlassen, den überlegenen Römern als Bundesgenossen an. Die Mauern Tarents werden geschleift. Aus der Stadt werden reiche Schätze nach Rom verbracht, auch griechische Gelehrte, unter ihnen Livius Andronicus, ziehen von Tarent nach Rom.

276 v. Chr.

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Westliches Mittelmeer: Pyrrhus stellt in Syrakus eine Flotte gegen Karthago zusammen, doch stellen sich die Griechenstädte Süditaliens zunehmend gegen ihn. Beim Kampf gegen die Mamertiner in Rhegium wird er verwundet. In Locri plündert er den Tempelschatz zur Auffüllung seiner Kriegskasse, den syrakusanischen Politiker Thoenon lässt er töten. Trotz seiner Siege gegen die Karthager auf Sizilien sieht er sich gezwungen, die Belagerung Lilybaeums aufzugeben und auf das italienische Festland zurückzukehren. Seine Flotte wird dabei von karthagischen Schiffen attackiert. Unterdessen nehmen die Römer ihr Winterquartier im Gebiet der Samniten.

280 v. Chr.

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Westliches Mittelmeer: Frühjahr - Tarentinischer Krieg: Nachdem König Pyrrhus von Epirus im Vorjahr bereits eine Vorausabteilung nach Tarent geschickt hatte, landet er nun selbst mit 30.000 Mann und mehreren Kriegselefanten in Italien. Samniten und Lukaner schließen sich ihm an.

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