Saratow

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Stadt
Saratow
???????
FlaggeWappen
Flagge
FderationskreisWolga
OblastSaratow
StadtkreisSaratow
BrgermeisterOleg Grischtschenko
Gegrndet1590
Stadt seit1590
Flche378km
Bevlkerung837.900 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)
Bevlkerungsdichte2217 Einwohner/km
Hhe des Zentrums50m
ZeitzoneUTC+4
Telefonvorwahl(+7) 8452
Postleitzahl410000?410086
Kfz-Kennzeichen64, 164
OKATO63401
Websitewww.saratovmer.ru
Geographische Lage
Koordinaten5132?N, 460?OKoordinaten:5132?0?N, 460?0?O
Lage im Westteil Russlands
Lage in der Oblast Saratow
Liste der Stdte in Russland

Saratow (russisch Саратов, Aussprache?/i) ist eine Stadt in der gleichnamigen russischen Oblast. Sie hat 837.900 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010) und liegt am rechten, sogenannten „Bergufer“ der mittleren Wolga. Saratow ist ein wichtiges Kultur- und Wirtschaftszentrum sowie Universitätsstadt und bildet zusammen mit dem auf der anderen Seite der Wolga gelegenen Engels eine Agglomeration mit rund 1,2 Millionen Einwohnern.



Inhaltsverzeichnis



Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saratow befindet sich im europäischen Teil Russlands. Die Stadt liegt an den Rändern des Hügellandes der Wolgaplatte und erstreckt sich bis an das Ufer der Wolga, die hier zum Wolgograder Stausee gestaut wird. Das Stadtzentrum befindet sich unweit des Wolgaufers. Die Wolga ist hier etwa drei Kilometer breit und wird nahe dem Stadtzentrum von der Brücke von Saratow überquert.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saratow ist Verwaltungssitz der Oblast Saratow, welche den Großraum Saratow umfasst. Während die Oblast Saratow in 38 Rajons (Kreise) unterteilt ist, gliedert sich die Stadt selbst in sechs Stadtteile (ebenfalls Rajon genannt).

RajonOriginalnameEinwohner (2009)
Wolschski????????74.000
Sawodskoi?????????189.056
Kirowski?????????135.537
Leninski?????????262.412
Oktjabrski???????????119.962
Frunsenski???????????49.986

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saratow
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
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-7
-13
29
-6
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0
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10
3
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2
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-4
-9
Temperatur in C, Niederschlag in mm
Quelle:Roshydromet
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschlge fr Saratow
JanFebMrAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Max. Temperatur (C)?6,5?5,60,313,321,925,727,826,219,710,42,0?3,511,1
Min. Temperatur (C)?13,1?12,5?6,23,610,614,917,115,49,92,8?2,9?9,12,6
Niederschlag (mm)432928274044454439334743?462
Regentage (d)965567666689?79
T
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m
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t
u
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?13,1
?5,6
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0,3
?6,2
13,3
3,6
21,9
10,6
25,7
14,9
27,8
17,1
26,2
15,4
19,7
9,9
10,4
2,8
2,0
?2,9
?3,5
?9,1
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Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saratow wurde 1590 als Zarenfestung gegründet. Vorher war die Stadt „Hauptstadt“ der Goldenen Horde, des mongolischen Teilreichs in Osteuropa und Westsibirien. Einige Historiker vermuten, dass der Name der Stadt aus dem Tatarischen stammt und so viel wie „Gelber Berg“ bedeutet.

Nach einem Ukas des Zaren Fjodor Iwanowitsch begann im Jahre 1590 an der Wolga der Bau einer Bewachungsfestung, nachdem an der Wolga bereits 1586 Samara und 1589 Zarizyn gegründet wurden. Diese Festung sollte die Steppengebiete des Zarentum Russland an der Wolga schützen und die Überfälle der Reitervölker aus den Nachbargebieten eindämmen. Ebenso wichtig war die Sicherung des Wasserweges von Kasan nach Astrachan, der hier verlief. Die Festung wurde unter der Leitung des Heerführers Grigori Sassekin errichtet. Saratow war dabei nicht mehr nur wichtiger Militärstützpunkt, sondern auch großes Handelszentrum als Umschlagplatz des russischen Handels mit dem Orient geworden.

Von der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und bis zu den Deportationen im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg lebten in Saratow zahlreiche Wolgadeutsche, deren Tätigkeit auch in der Architektur der Stadt Spuren hinterlassen hat. Sie kamen überwiegend aus Bayern, Baden, Hessen, der Pfalz und dem Rheinland und folgten in den Jahren 1763 bis 1767 der Einladung der deutschstämmigen Zarin Katharina II. Nach dem Überfall des „Dritten Reiches“ auf die Sowjetunion im Juni 1941 ließ Josef Stalin das Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR am 28. August 1941 den Erlaß „Über die Umsiedlung der im Wolgagebiet ansässigen Deutschen“ beschließen. Die Wolgadeutschen wurden der kollektiven Kollaboration beschuldigt, nach Sibirien und Zentralasien deportiert und dort in Arbeitslager der „Arbeitsarmee“ (Трудармия) gezwungen, wobei Tausende starben.

Während ihrer Blütezeit im 19. Jahrhundert gehörte die Stadt zu den größten des Russischen Reiches.

Adam Olearius: Moskowitische und Persianische Reise (1647), Vierter Teil, 6. Kapitel, Beschreibung des Aufenthalts der schleswig-holsteinischen Gesandtschaft in Kasan
Bild: Kaidor
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Bezogen auf die 1630er Jahre gibt es über Saratow schriftliche Zeugnisse aus einer Reisebeschreibung in deutscher Sprache, die auch eine Abbildung der Stadt enthält.

Die Stadt im Jahr 1916
Bild: Kaidor
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Die Moskauer Straße
Bild: Kaidor
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Im Herbst 1856 wurde in Saratow ein Priesterseminar und 1857 ein Knabenseminar gegründet, das als Vorbereitungsschule für das Priesterseminar dienen sollte. Im Knabenseminar waren jährlich 25 Plätze für Kolonistenkinder reserviert; dabei wurden Waisen und Söhne aus armen Familien bevorzugt. Von den Absolventen des Knabenseminars besuchten nur etwa 20 % das Priesterseminar, die überwiegende Mehrheit ging als Lehrer in die Kolonien. Vier Absolventen des Saratower Priesterseminars, Anton Johannes von Padua Zerr (1849 bis 1932), Dr. Josef Aloisius Keßler (1862 bis 1933), Dr. Alexander Frison (1873 bis 1937) und Dr. Markus Glaser (1880 bis 1950) wurden Diözesanbischöfe.

Im Ersten Weltkrieg war Saratow im Januar 1915 Zielort für Deportationskonvois von Deutschen, Juden, Ungarn, Österreichern und Slawen, die in den westlichen, frontnahen Gebieten des Reiches als mögliche Gefahr eingestuft wurden.

Nach der Auflösung des Gouvernements Saratow 1928 war Saratow in der Russischen SFSR zunächst Zentrum der Oblast Untere Wolga, aus der bereits im selben Jahr der bis 1934 bestehende Krai Untere Wolga wurde. 1932 wurde das Krai-Zentrum nach Stalingrad verlegt. 1934 wurde der Krai Saratov gebildet und schließlich 1936 die bis heute bestehende Oblast Saratow.

Der erste Mensch im Weltall Juri Gagarin studierte an der Technischen Universität in Saratow und landete nach seinem legendären Flug 1961 auch in der Oblast Saratow.

Bevlkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pokrowskaja-Kirche
Bild: Kaidor
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JahrEinwohner
1897137.147
1939372.002
1959584.092
1970757.330
1979855.702
1989904.643
2002873.055
2010837.900
2014840 785
2016843.460

Anmerkung: Volkszählungsdaten



Sehenswrdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saratow ist ein bedeutendes Kulturzentrum an der Wolga. Die gesamte Altstadt ist sehr malerisch und hier gibt es zahlreiche prächtige Gebäudeensembles aus vielen Jahrhunderten, so etwa in der ehemaligen Deutschen Straße, heute Uliza Nemezkaja, jetzt Kirow-Prospekt genannt. Auf dem Kirow-Prospekt, heute eine reine Fußgängerzone, oder auf der Promenade am Wolgaufer flanieren Touristen und Einheimische. Prächtige Beispiele des Jugendstils sind in Saratow allerorts zu finden wie etwa die Villa Reinike von Fjodor Schechtel, die er 1912 errichtete. Eine besonders sehenswerte Kirche ist die Anfang des 20. Jahrhunderts erbaute Kirche der Gottesmutter-Ikone ''Lindere mein Leid''. Lohnend ist eine Autofahrt über die drei Kilometer lange alte Wolgabrücke, die das Zentrum von Saratow mit der am gegenüberliegenden Wolgaufer liegenden Stadt Engels verbindet.

Brücke von Saratow über die Wolga
Bild: Kaidor
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Radischtschew-Kunstmuseum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Radischtschew-Kunstmuseum
Bild: Kaidor
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Eine der größten Touristenattraktionen der Stadt ist das am 29. Juli 1885 eröffnete Radischtschew-Kunstmuseum mit über 16.000 Exponaten. Es wurde von Alexei Petrowitsch Bogoljubow (1824–1896), dem Enkel von Alexander Nikolajewitsch Radischtschew, gegründet. Es ist eines der größten Museen der Welt für russische Kunst.

Saratower Vlkerkundemuseum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 1886 gegründete Museum mit einer großen archäologischen Sammlung befindet sich in einem prächtigen klassizistischen Gebäude.

Saratower Oper[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saratower Oper wurde 1803 gegründet, nicht nur wegen der prächtigen Architektur ist sie einzigartig und genießt schon lange internationalen Ruhm.



Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte der Oblast Saratow
Bild: Kaidor
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Im Raum Saratow wird vor allem im Wolgatal umfangreich Landwirtschaft betrieben. Im Industriebereich befinden sich in Saratow vor allem Maschinenbau-, chemische und erdölverarbeitende Unternehmen. Auch aufgrund der deutschen Traditionen der Stadt sind zahlreiche deutsch-russische Joint Ventures im Raum Saratow tätig.



Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktie eines belgischen Unternehmens, das im Saratow der Zarenzeit Straßenbahnen betrieb
Bild: Kaidor
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Saratow besitzt mit dem Flughafen Saratow einen internationalen Flughafen mit vereinzelten Direktverbindungen ins Ausland sowie regelmäßigen Flügen in andere russische Metropolen. Daneben spielen verkehrstechnisch Eisenbahn-Fernverkehrsstrecken sowie nicht zuletzt auch die Wolga als stark befahrene Binnenschifffahrtsstraße eine große Rolle. Der öffentliche Personennahverkehr wird von Buslinien, Trolleybussen und Straßenbahnen getragen. Die Stadt ist Verwaltungssitz der Wolga Regionaldirektion der Russischen Staatsbahn. Die Direktion betreibt nicht nur alle Eisenbahnlinien samt zugehöriger Infrastruktur im Großraum Saratow, sondern auch ein über 4237 Kilometer langes Schienennetz.

Autobahnen und für russische Verhältnisse gut ausgebaute Fernstraßen führen von der Stadt aus direkt in die umliegende Großstädte. Über eine Zweigstrecke der russischen Fernstraße R22 Kaspi ist Saratow mit dem Umland der russischen Hauptstadt Moskau verbunden. Auf dieser Strecke verläuft auch die Europastraße 38 (von Hluchiw, Ukraine nach Qysylorda, Kasachstan). Die Stadt ist über die Fernstraße R158 mit Nischni Nowgorod, Saransk und Pensa verbunden. Hier wird sie von der R228 gekreuzt, die von Sysran nach Wolgograd führt.



Kultur und Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saratower Oper
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Saratow gilt im Wolgaraum als Stadt der Kultur, zum einen wegen der langen und bedeutenden Tradition der Stadt, zum anderen natürlich wegen der umfangreichen Kunstsammlung, die mit 16.000 Exponaten und mit Werken alter Meister von globaler Bedeutung ist. Daneben gibt es aber auch zahlreiche Theater, Kinos und weitere große Kultur- und Vergnügungsstätten. Zum Kulturaustausch gibt es in der Stadt eine Vertretung des Goethe-Instituts und ein Deutsches Haus. In Saratow gibt es eine Oper, die schon längst über die russischen Grenzen hinaus von sich reden macht. Das Saratower Dramatische Theater kann auf eine über 200-jährige Geschichte zurückblicken.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die russisch-orthodoxe Kathedrale der Heiligen Dreifaltigkeit
Bild: Kaidor
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1906 wurde die orthodoxe Kirche der Gottesmutter-Ikone „Lindere mein Leid“ errichtet.

In Saratow entstand am 11. Februar 2002 aus der „Römisch-katholischen Administratur für die Katholiken des lateinischen Ritus im Süden des europäischen Russlands“ das katholische Bistum St. Clemens. 2004 wurde das Bistum staatlich anerkannt und ist dadurch eine Art „eingetragener Verein“. Die Bischofskirche ist St. Peter und Paul.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weiterführende Bildungseinrichtungen in Saratow sind:

  • Staatliche Universitt Saratow (Tschernyschewski-Universitt)
  • Baukolleg Saratow
  • Saratower Hochschule des Innenministeriums Russlands
  • Saratower Militrinstitut fr biologischen, chemischen und Strahlenschutz
  • Saratower Militrisches Medizininstitut
  • Saratower Staatliche Agrotechnische Universitt
  • Saratower Staatliche Akademie fr Veterinrmedizin und Biotechnologie
  • Saratower Staatliche Medizinuniversitt
  • Saratower Staatliche Rechtsakademie
  • Saratower Staatliche Wawilow-Agraruniversitt
  • Saratower Staatliche Sozialkonomische Universitt
  • Saratower Staatliche Technische Universitt
  • Saratower Staatliches Konservatorium
  • Saratower Staatliches Pdagogisches Fedin-Institut
Stolypin-Platz
Bild: Kaidor
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Die Saratower Theaterschule ist weit über die Grenzen Russlands hinaus bekannt. Hier wurden viele bekannte Schauspieler ausgebildet.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den bekanntesten Sportvereinen der Stadt gehört der Eishockey-Club HK Kristall Saratow, der am Spielbetrieb Wysschaja Hockey-Liga (WHL) teilnimmt. Seine Heimspielstätte ist die 1969 eröffnete Mehrzweckhalle Sport Palast Kristall, die knapp 5.000 Zuschauerplätze hat und außer für Eishockeyspiele auch für Veranstaltungen in diversen Hallensportarten sowie für Konzerte und Ausstellungen genutzt wird. Die Halle wird ebenfalls Basketballklub BK Awtodor Saratow genutzt, der in der VTB United League spielt.

Im Fußball ist bzw. war die Stadt durch den Verein PFK Sokol Saratow vertreten, der für mehrere Saisons in der höchsten russischen Klasse, der Premjer-Liga, spielte, gegenwärtig jedoch zwischen der eine Klasse tieferen Ersten Division und der Zweiten Division pendelt. Die Stadt besitzt mit dem 1962 eröffneten und bis zu 15.000 Zuschauer fassenden Lokomotiv-Stadion eine eigene Spielstätte.



Kriegsgefangenenlager des Zweiten Weltkrieges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt bestand das Kriegsgefangenenlager 238 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs, das im Herbst 1947 als Lager 368 nach Engels verlegt wurde. Schwer Erkrankte wurden in den beiden Kriegsgefangenenhospitälern 3631 und 5138 versorgt. Südlich der Stadt befand sich ein Friedhof, auf dem 70.000 Kriegsgefangene bestattet wurden, ein weiterer Friedhof mit 2.000 Toten war auf einem der umliegenden Hügel angelegt.



Shne und Tchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Söhnen und Töchtern der Stadt Saratow gehören u. a. die Schriftsteller Nikolai Tschernyschewski (1828–1889), Konstantin Fedin (1892–1977), Nadeschda Mandelstam (1899–1980), Alexander Bek (1903–1972) und Erika Müller-Hennig (1908–1985), die Politiker Alexei Rykow (1881–1938), Georgi Oppokow (1888–1938), Roman Abramowitsch (* 1966) und Olga Batalina (* 1975), die Mathematiker Alexander Weinstein (1897–1979), Alexander Norden (1904–1993), Wiktor Wagner (1908–1981) und Alexander Olschanski (* 1946), der Physikochemiker und Nobelpreisträger Nikolai Semjonow (1896–1986), die Schauspieler Boris Babotschkin (1904–1975), Boris Andrejew (1915–1982), Oleg Tabakow (* 1935), Jewgeni Mironow (* 1966) und Filipp Jankowski (* 1968), die Eishockeyspieler Anatoli Fedotow (* 1966), Sergei Nikolajew (* 1972), Denis Platonow (* 1981) und Generaloberst Boris Gromow (* 1943).



Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ? abItogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. ?islennost? i razme??enie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszhlung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevlkerung). Tabellen 5, S. 12?209; 11, S. 312?979 (Download von der Website des Fderalen Dienstes fr staatliche Statistik der Russischen Fderation)
  2. ?http://atlas.socpol.ru/portraits/sar.shtml
  3. ?http://diglib.hab.de/wdb.php?dir=drucke/263-2-hist-2f&pointer=409
  4. ?Adam Olearius (1656): Vermehrte Newe Beschreibung Der Muscowitischen und Persischen Reyse: So durch gelegenheit einer Holsteinischen Gesandschafft an den Russischen Zaar und Knig in Persien geschehen; Worinnen die gelegenheit derer Orter und Lnder/ durch welche die Reyse gangen/ als Liffland/ Ruland/ Tartarien/ Meden und Persien/ sampt dero Einwohner Natur/ Leben/ Sitten/ Hau, Welt uns geistlichen Stand/ mit fleiss aufgezeichnet/ und mit vielen meist nach dem Leben gestellten Figuren gezieret/ zu befinden. Welche Zum andern mahl heraus gibt Adam Olearius Ascanius/ der Frstlichen Regierenden Herrschafft zu Schlewig Holstein Bibliothecarius und Hoff Mathematicus. (bzw. urn). Katalogeintrag Wolfenbtteler Digitale Bibliothek (WDB)
  5. ?Alfred Eisfeld: Die Deutschen in Ruland und in der Sowjetunion, Eckartschriften Heft 97, sterreichische Landsmannschaft, Wien 1986 , Seite 58
  6. ?Sergej G. Nelipowitsch: Die Politik der militrischen Fhrung Russlands gegenber den Deutschen whrend des Ersten Weltkrieges 1914?1918. In: Alfred Eisfeld et al. [Hrsg.] Deutsche in Russland und in der Sowjetunion 1914?1941. Lit Verlag, Berlin 2007.
  7. ?Blog des Bischofs Clemens Pickel
  8. ?Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977.

Saratow (russischСаратов, Audio-Datei / HörbeispielAussprache?/i) ist eine Stadt in der gleichnamigen russischen Oblast. Sie hat 837.900 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010) und liegt am rechten, sogenannten „Bergufer“ der mittleren Wolga. Saratow ist ein wichtiges Kultur- und Wirtschaftszentrum sowie Universitätsstadt und bildet zusammen mit dem auf der anderen Seite der Wolga gelegenen Engels eine Agglomeration mit rund 1,2 Millionen Einwohnern.

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Fjodor Michailowitsch Smolow wird in Saratow, Russische SFSR, UdSSR geboren. Fjodor Michailowitsch Smolow ist ein russischer Fußballspieler.
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Geboren: Zedd wird in Saratow, Russische SFSR, Sowjetunion, bürgerlich Anton Zaslavski geboren. Zedd ist ein russisch-deutscher Musikproduzent und DJ des Electro House und Dubstep. Zedd steht bei den Labels Interscope Records, OWSLA und Dim Mak Records unter Vertrag. Den größten Erfolg hatte er bisher mit seiner Single Clarity, die die Top Ten der US-Charts erreichte und mit einem Grammy ausgezeichnet wurde.
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Geboren: Artjom Nikolajewitsch Tschebotarjow wird in Saratow geboren. Artjom Nikolajewitsch Tschebotarjow ist ein russischer Boxer. Er wurde 2010 Europameister der Amateure im Mittelgewicht.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1912

Werk:
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Reineke-Villa, Saratow (Fjodor Ossipowitsch Schechtel)

1799

Werk:
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Krönung von Zar Paul I. und Maria Fjodorowna (Saratow, Staatliches Kunstmuseum) (Martin Ferdinand Quadal)

Kunst & Kultur

1925

Ausstellungen:
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Beteiligung an der Ersten Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung in Moskau, Saratow und Leningrad (Karl Holtz)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2000

Ehrung:
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Ehrendoktor der Saratower Staatlichen Technischen Universität (Ulli Arnold)

Strategien der USA / NATO

1945

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beauftragte US-Präsident Harry S. Truman die US Air Force einen Operationsentwurf für einen möglichen Krieg mit der UdSSR auszuarbeiten. Im Dezember wurde unter Führung von General Dwight Eisenhower der Plan Operation Totality (JIC 329/1) ausgearbeitet, der bei einem sowjetischen Überraschungsangriff den Abwurf von bis zu 30 Atombomben auf 20 sowjetische Städte vorsah. Hierzu zählten: Moskau, Gorki, Kuibyschew, Swerdlowsk, Nowosibirsk, Omsk, Saratow, Kasan, Leningrad, Baku, Taschkent, Tscheljabinsk, Nischni Tagil, Magnitogorsk, Molotow/Perm, Tiflis, Stalinsk/Nowokusnezk, Grosny, Irkutsk und Jaroslawl.Damit sollte Zeit für eine Mobilmachung der konventionellen Streitkräfte gewonnen werden. Dieser Plan wurde bis Mai 1948 mehrmals ergänzt, im Dezember 1948 sah er bereits den Abwurf von 133 Atombomben auf 20 sowjetische Städte vor. Im Falle einer Eskalation einer Krise war auch ein Präventivschlag (First Strike) gegen die Sowjetunion vorgesehen. (Nuklearstrategie)

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