Sassanidenreich

Das Sassanidenreich war das zweite persische Großreich des Altertums. In der jüngeren Forschung hat sich die etymologisch korrektere Schreibweise Sasaniden gegenüber der lange Zeit gebräuchlichen Schreibweise Sassaniden weitgehend durchgesetzt.

Das Reich erstreckte sich in der Spätantike ungefähr über die Gebiete der heutigen Staaten Iran, Irak, Aserbaidschan, Turkmenistan, Pakistan und Afghanistan sowie einige Randgebiete. Es existierte zwischen dem Ende des Partherreichs und der arabischen Eroberung Persiens, also von 224 bzw. 226 bis zur Schlacht von Nehawend im Jahr 642 beziehungsweise bis zum Tod des letzten Großkönigs Yazdegerd III. im Jahr 651.

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Geboren & Gestorben

713 n. Chr.

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Gestorben: ʿAlī ibn Husain Zain al-ʿĀbidīn stirbt. ʿAlī ibn Husain Zain al-ʿĀbidīn war Sohn al-Husains und damit Urenkel des Propheten Mohammed. Seine Mutter war Schahr Banu, die eine Tochter des letzten Sassaniden-Herrschers Yazdegerd III. gewesen sein soll. Er sollte somit nicht nur ein Nachkomme des Propheten Mohammed, sondern auch gleichzeitig ein (inoffizieller) Prinz von Persien gewesen sein. Deshalb wurde er auch Ibn al-Chiyaratain? / ‏ابن الخيرتين‎? /‚von den zwei Besten‘ genannt. Gemeint ist damit seine „doppelt-noble“ Abstammung – in beiden Fällen durch die weibliche Linie.

658 n. Chr.

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Geboren: ʿAlī ibn Husain Zain al-ʿĀbidīn wird geboren. ʿAlī ibn Husain Zain al-ʿĀbidīn war Sohn al-Husains und damit Urenkel des Propheten Mohammed. Seine Mutter war Schahr Banu, die eine Tochter des letzten Sassaniden-Herrschers Yazdegerd III. gewesen sein soll. Er sollte somit nicht nur ein Nachkomme des Propheten Mohammed, sondern auch gleichzeitig ein (inoffizieller) Prinz von Persien gewesen sein. Deshalb wurde er auch Ibn al-Chiyaratain? / ‏ابن الخيرتين‎? /‚von den zwei Besten‘ genannt. Gemeint ist damit seine „doppelt-noble“ Abstammung – in beiden Fällen durch die weibliche Linie.

556 n. Chr.

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Gestorben: Bouzes stirbt. Bouzes oder Buzes war ein oströmischer General, der während der Herrschaft Justinians (527–565) an den Kriegen gegen die Sassaniden teilnahm.

528 n. Chr.

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Geboren: Bouzes wird geboren. Bouzes oder Buzes war ein oströmischer General, der während der Herrschaft Justinians (527–565) an den Kriegen gegen die Sassaniden teilnahm.

475 n. Chr.

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Gestorben: Yeghishe Vardapet stirbt. Yeghishe Vardapet war ein armenischer Geschichtsschreiber. Er war der Autor eines Werkes, das die erfolgreiche Rebellion der christlichen Armenier im 5. Jahrhundert gegen die Herrschaft der sassanidischen Perser schildert. Im Zentrum seiner Geschichte steht die Schlacht von Avarayr 451 n. Chr.

Naher Osten

270 n. Chr.

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Hormizd I. folgt seinem Vater Schapur I. auf den Thron als Schah des Sassanidenreichs (möglicherweise auch erst 272).

Wissenschaft & Technik

271 n. Chr.

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Im Sassanidenreich wird die Akademie von Gundishapur gegründet, die sich zum wissenschaftlichen Zentrum des Landes entwickelt. Sie enthält unter anderem das älteste bekannte Lehrkrankenhaus, eine Bibliothek und eine Universität.

Persien

293 n. Chr.

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Bahram III. übernimmt nach dem Tod seines Vaters Bahram II. den Thron als Schah des Sassanidenreichs. Ein Großteil der Adligen versagt ihm die Huldigung.

Zeitleiste

298 n. Chr.

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Galerius gelingt ein wichtiger Sieg über die Sassaniden, der im Frieden von Nisibis zu erheblichen Gebietsgewinnen für die Römer führt. (Spätantike)

Asien & Afrika

350 n. Chr.

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Die Chioniten greifen den Osten des persischen Sassanidenreichs an.

Perserreich

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König Yazdegerd II. von Persien besiegt die armenische Armee in der Schlacht von Avarayr im heutigen West-Aserbaidschan. Nach dem Sieg sperrt Yazdegerd viele armenischen Priester und Adelige ein, sieht sich jedoch weiterhin mit armenischem Widerstand konfrontiert.

Ereignisse/Entwicklungen

484 n. Chr.

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Der Sassanidenkönig Peroz I. findet im Kampf mit den Hephthaliten den Tod. (5. Jahrhundert)

Religion

484 n. Chr.

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Auf der Synode von Beth-Lapat wird für die Christen im Sassanidenreich die Lehre des Nestorius für verbindlich erklärt.

414 n. Chr.

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Bischof Abdas von Susa zerstört einen zoroastrischen Tempel; daraufhin kommt es im Sassanidenreich zu antichristlichen Unruhen.

410 n. Chr.

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Das Konzil von Seleukia ist die erste Synode im Sassanidenreich.

Friedensschlüsse

532 n. Chr.

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Ewiger Frieden zwischen Ostrom und den Sassaniden

Afrika

616 n. Chr.

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Römisch-Persische Kriege: Angriff der Sassaniden auf Alexandria. Dessen Patriarch Johannes, der für seine Mildtätigkeit bekannt war, flieht nach Zypern.

Antike

610 n. Chr.

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Oströmisches Reich: Römisch-Persische Kriege: Die Sassaniden nutzen die Krise um den oströmischen Thronwechsel für einen Einfall in Syrien und Kleinasien.
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Oströmisches Reich: Die Ankündigung, sämtliche Militärzuteilungen um ein Viertel zu kürzen, löst zu Ostern Revolten bei den oströmischen Truppen an der persischen Front aus. Da die Perser durch Barbareneinfälle im Kaukasus gebunden sind, können sie die Lage nicht ausnutzen. Philippikos, der bereits vorher das Kommando im Osten ausgeübt hatte, wird wieder Oberbefehlshaber über die Orientarmee (siehe auch Römisch-Persische Kriege).

296 n. Chr.

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Römisches Reich: Das Römische Reich und das Sassanidenreich befinden sich erneut im Krieg. Caesar Galerius wird von König Narseh in der Nähe von Karrhai geschlagen.

293 n. Chr.

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Römisches Reich: Während Rom nominell Hauptstadt des Reiches bleibt, bauen die Herrscher vier andere Städte zu ihren Regierungssitzen aus: Nikomedia in Kleinasien, das heutige İzmit wird Hauptstadt der Präfektur Oriens. Hier kümmert sich Diokletian um die Bedrohung durch das Sassanidenreich. Sirmium in Pannonien, nahe dem heutigen Sremska Mitrovica, wird Hauptstadt der Präfektur Illyricum, welche Galerius untersteht. Mediolanum, heute Mailand, wird Hauptstadt von Maximians Präfektur Italia et Africa. Treveris, heute die deutsche Stadt Trier, wird Hauptstadt Constantius’, welcher die westliche Präfektur Galliae übernimmt.

280 n. Chr.

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Römisches Reich: Reichskrise des 3. Jahrhunderts: Nach Erfolgen gegen die Alamannen wird Proculus von den Bürgern Lugdunums (Lyon) zum Gegenkaiser ausgerufen. Nach Kaiser Probus’ Rückkehr aus den Kämpfen gegen das Sassanidenreich, drängt dieser Proculus nach Norden, wo er erfolglos versucht, Unterstützung von den Franken zu bekommen. Proculus wird verraten und an Probus ausgeliefert.

Afrika & Asien

619 n. Chr.

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Römisch-Persische Kriege: Die Perser erobern unter Chosrau II. Ägypten.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Der letzte römisch-persische Krieg endet in der Schlacht bei Ninive mit einem Sieg der Byzantiner über das Heer der Sassaniden.
Exponierte Ereignisse:
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Der römische Kaiser Julian bricht von Antiochia zum Feldzug gegen die Sassaniden auf.

Byzantinisches Reich

629 n. Chr.

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Friedensschluss zwischen dem Byzantinischen Reich unter Kaiser Herakleios und den Sassaniden unter Großkönig Ardaschir III.: Die Perser müssen alle eroberten Gebiete an Byzanz zurückgeben.

Europa

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Der oströmische Kaiser Maurikios wird nach sehr erfolgreichen Feldzügen gegen die Slawen ermordet und Phokas besteigt den Thron. Bei dem Umsturz durch den Feldherrn Phokas spielen die Zirkusparteien eine maßgebliche Rolle. Der SassanideChosrau II. beginnt kurz darauf eine Invasion des oströmischen Territoriums. Dadurch kann sich das Reich der Awaren erholen und bis zur Vernichtung durch Karl den Großen fast zwei Jahrhunderte später weiter bestehen. Mit dem Tod des Maurikios lässt teils die anglo-amerikanische Forschung die Epoche der Spätantike enden.

541 n. Chr.

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In der Führung der Ostgoten, die sich mühsam in Oberitalien gegen das oströmische Heer behaupten, kommt es zu Krisenerscheinungen: Der Nachfolger des Witichis, Hildebad, regiert nur gut ein Jahr, ehe er bei einem Bankett von einem Gepiden ermordet wird. Auf ihn folgt Erarich, ein Rugier, der vom ostgotischen Adel nicht anerkannt wird und daher noch 541 abtreten muss. Schließlich wird Totila, der Neffe des Hildebad neuer Führer der Ostgoten. Ihm gelingt schließlich eine Stärkung des Widerstandswillens seines Volkes, zumal Kaiser Justinian I. einen Teil seiner Truppen zum Kampf gegen die Sassaniden abziehen muss.
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Europa / Asien: Schlacht von Maranga zwischen dem Römischen Reich unter Julian und dem Sassanidenreich unter Schapur II.

Asien

636 n. Chr.

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Schlacht von Kadesia (nach neueren Überlegungen erst 638): Die Sassaniden unter Feldherr Rostam Farrokhzād unterliegen den Arabern unter ihrem Feldherrn Saad ibn Abi Waqqas und müssen Mesopotamien räumen. Rostam fällt im Kampf. Auch Ktesiphon fällt kurz darauf in arabische Hand.

630 n. Chr.

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21. März: Der byzantinische Kaiser Herakleios zieht triumphierend in Jerusalem ein und bringt die im Jahre 614 von den Persern erbeutete Kreuzreliquie in die Grabeskirche zurück.

630 n. Chr.

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Nach dem Tod von Ardaschir III. wird der General Shahrbaraz persischer Großkönig, doch stirbt er bereits gut 6 Wochen später. Es folgt Königin Boran. In einem Teil des Landes herrscht für kurze Zeit auch der Sassanide Chosrau III., nach ihm Hormizd V.
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Schlacht von Ninive: Entscheidender Sieg der Byzantiner unter Kaiser Herakleios im Byzantinisch-Persischen Krieg gegen die Sassaniden unter Großkönig Chosrau II. und seinem General Rhazates, der im Kampf fällt.

626 n. Chr.

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Bündnis zwischen dem Byzantinischen Reich und den Chasaren gegen das Sassanidenreich.

Ereignisse

642 n. Chr.

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Mit der Schlacht bei Nehawend bricht das Sassanidenreich unter dem Ansturm der Araber zusammen. (640er)

579 n. Chr.

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Hormizd IV. wird nach dem Tod von Chosrau I. Großkönig des Sassanidenreiches und führt den Krieg gegen Ostrom bis zu seinem Sturz 590 fort.

505 n. Chr.

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Auf Grund der Erfahrungen im Römisch-Persischen Krieg gegen den sassanidischen Großkönig Kavadh I. lässt der oströmische Kaiser Anastasios I. die Festung Dara ausbauen und benennt sie in Dara-Anastasiupolis um.

503 n. Chr.

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Nach anfänglicher Verhandlungsbereitschaft sendet der oströmische Kaiser Anastasios I. im Römisch-Persischen Krieg gegen den sassanidischen Großkönig Kavadh I. eine Armee von 52.000 Mann. Diese wird jedoch vernichtend geschlagen, die Niederlage dem Flavius Hypatius angelastet.

438 n. Chr.

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Im Sassanidenreich endet die Regierungszeit Bahram V. (420–438); es beginnt die von Yazdegerd II. (438–457).

Islamische Expansion

642 n. Chr.

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Nach der vernichtenden Niederlage in der Schlacht bei Nehawend gegen die muslimischen Araber bricht das Reich der Sassaniden im Iran zusammen. Großkönig Yazdegerd III. muss sich in den äußersten Osten seines Reiches zurückziehen, wo er sich noch 9 Jahre hält.

639 n. Chr.

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Die Araber zerstören bei ihrem Vormarsch im Sassanidenreich die antike Stadt Susa.

637 n. Chr.

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Nach dem Sieg bei Kadesia erobern die Araber die sassanidische Hauptstadt Ktesiphon.

Politik & Weltgeschehen

651 n. Chr.

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Mit dem Tod von Yazdegerd III. erlischt die persische Sassaniden-Dynastie. Er hinterlässt zwar einen Sohn, Peroz, der aber nach China fliehen muss.

622 n. Chr.

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Römisch-Persische Kriege: Kaiser Herakleios beginnt die oströmischen Gegenoffensive gegen die bis dahin siegreichen Perser unter Chosrau II.

609 n. Chr.

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Römisch-Persische Kriege: Die Sassaniden erobern Edessa.

604 n. Chr.

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Römisch-Persische Kriege: Den Sassaniden unter Chosrau II. gelingt die Zerstörung der oströmischen Festung Dara-Anastasiupolis.

563 n. Chr.

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um 563: Das Reich der Hephtaliten wird durch einen gemeinsamen Angriff von Göktürken und Sassaniden zerstört.

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