Scall

Scall war ein von 1994 bis 2002 offiziell (inoffiziell bis 2009) betriebener Pagerdienst in Deutschland.



Geschichte




Scall wurde 1994 von der DeTeMobil GmbH, Bonn in Betrieb genommen. Im Jahr 2000 wurde der Scall-Dienst zusammen mit dem Cityruf-Dienst und Skyper an das Unternehmen eMessage verkauft. Diese stellte den Dienst Mitte 2002 offiziell ein.Einige Scall-Empfänger waren noch bis November 2009 per SMS aus dem T-Mobile-Netz erreichbar. Nun werden die noch zahlreich vorhandenen Scall-Empfänger zu Empfängern für die Frequenzen des 70-cm-Bandes im Amateurfunk umgebaut. Die Geräte, deren Ruf-ID mit einer „1“ beginnt, lassen sich auch noch als eCityruf-Empfänger im Cityruf-Netz betreiben.

Technik




Zu jedem Scall-Empfänger gehörte eine kostenpflichtige Telefonnummer mit der Vorwahl 01681. Auf das Einsteigermodell Scall XS konnte der Anrufer über Tasten- oder Spracheingabe lediglich die Ziffern 0-9 übertragen (die Rautetaste erzeugte einen Bindestrich). Später wurde für jeden Scallempfänger auch eine Voicebox, also eine Art Anrufbeantworter, der über das Festnetz zu erreichen war, eingerichtet. Zudem war es in den letzten Jahren möglich, über die Betreffzeile einer E-Mail an Empfängernummer@scall.de kostenlos Ziffernfolgen zu versenden.Die Modelle Scall XT und Scall XTS erlaubten das Empfangen von alphanumerischen Nachrichten, ähnlich den Diensten Cityruf, TelMI (mit Empfängern TelMI Top und TelMI Pro), Quix und Skyper.Ein Scall XT kostete im August 1997 139 DM, die Swatch-Uhr mit eingebautem Scall-Empfänger (Swatch the Beep) etwa 200 DM. Nachteilig war, dass Meldungen offiziell nur in einem Radius von 25 km (oft waren aber die realen Reichweiten deutlich größer) um den angegebenen Wohnort zu empfangen waren. Wollte ein Nutzer an einem anderen Standort Nachrichten empfangen, musste er über eine kostenpflichtige Telefonnummer (Vorwahl 01680) die entsprechende Postleitzahl eingeben. Außerhalb des aktuell angemeldeten Bereichs war das Gerät nutzlos. Im Gegensatz zum SMS wurde die Nachricht nicht asynchron zugestellt. In den letzten Jahren konnte man die Postleitzahländerung kostenlos über eine Webseite vornehmen.

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Unternehmensgeschichte

2000

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Am 1. Januar bündelt die Deutsche Telekom ihre internationalen Mobilfunkaktivitäten in der T-Mobile International AG. Zu der neuen Holding gehören zunächst neben T-Mobile in Deutschland noch die britische One2One (jetzt T-Mobile UK), die österreichische max.mobil. (jetzt T-Mobile Austria) sowie die Mehr- und Minderheitsbeteiligungen RadioMobil (jetzt T-Mobile Czech Republic), PTC (Polen) und MTS (Russland). Das Rufnummernspektrum wird erneut erweitert, T-Mobile-Kunden sind damit auch unter den Vorwahlen 0160, 0175, 01511 erreichbar. Im August ersteigert T-Mobile eine UMTS-Lizenz mit drei Frequenzblöcken. Im Juni führt T-Mobile als weltweit erster Betreiber den technischen Netzstart des Datenübertragungsstandards GPRS (General Packet Radio Service) durch. Das analoge C-Tel-Netz wird abgeschaltet. Die FunkrufdiensteScall, Skyper und Cityruf werden an die Berliner e*Message W.I.S. Deutschland GmbH (e*Message) verkauft und von dieser weiterbetrieben. (T-Mobile Deutschland)

1994

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T-Mobile verzeichnet Ende des Jahres 1,6 Millionen Kunden im analogen C-Netz und digitalen D1-Netz. Im März geht die erste Kurznachricht (Short Message Service, SMS) über das D1-Netz. Durch Abkommen mit anderen Mobilfunknetzbetreibern auf Basis des GSM-Standards können T-Mobile-Kunden in 21 Staaten mobil telefonieren. Der Paging-Dienst Scall wird eingeführt. (T-Mobile Deutschland)

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