Schachweltmeister

Der Titel Schachweltmeister ist die höchste Auszeichnung im Schachspiel, die – in der Regel – nach vorausgehenden Qualifikationsturnieren und schließlich durch einen Zweikampf um die Schachweltmeisterschaft vergeben wird. Als erster offizieller Schachweltmeister gilt der Österreicher Wilhelm Steinitz nach seinem Wettkampfsieg gegen Johannes Hermann Zukertort im Jahr 1886. Amtierender Weltmeister ist seit 2013 der Norweger Magnus Carlsen, der den Titel bei der Schachweltmeisterschaft 2013 von Viswanathan Anand eroberte.

Die Wettbewerbe zur Erlangung des Titels „Schachweltmeister“ wurden in Abgrenzung zur separaten Schachweltmeisterschaft der Frauen historisch auch als „Schachweltmeisterschaft der Männer“ bezeichnet. Seit einer entsprechenden Klärung in den späten 1980ern steht der Titel aber generell Männern und Frauen offen. Beschränkt für Altersstufen gibt es die Juniorenweltmeisterschaft (U20), die Jugendweltmeisterschaften in den Altersklassen U8–U18 und die Seniorenweltmeisterschaft – alle ebenfalls offen für beide Geschlechter, aber auch mit eigenen Wettbewerben für Spielerinnen. Dazu gibt es Weltmeisterschaften im Blitzschach, Schnellschach und Fernschach.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Bobby Fischer stirbt in Reykjavík, Island. Robert James „Bobby“ Fischer war ein US-amerikanischer Schachspieler. Er war von 1972 bis 1975 der 11. Schachweltmeister. Als 16-jähriger nahm er am Kandidatenturnier teil, dessen Sieger den Weltmeister herausfordern durfte. Den Titel gewann er 1972 in einem als Match des Jahrhunderts bezeichneten Wettkampf gegen Boris Spasski.
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Gestorben: Michail Moissejewitsch Botwinnik stirbt in Moskau. Michail Moissejewitsch Botwinnik (russisch? Михаил Моисеевич Ботвинник, wiss. Transliteration Michail Moiseevič Botvinnik) war ein russisch-sowjetischer Schach-Großmeister und der sechste Schachweltmeister. Als einzigem Weltmeister gelang es ihm, seinen Titel nach Wettkampfniederlagen zweimal in Revanchekämpfen zurückzugewinnen. Er gilt außerdem als eine der wichtigsten und einflussreichsten Personen, die die Sowjetische Schachschule ermöglicht und aufgebaut haben.
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Gestorben: Michail Tal stirbt in Moskau. Michail Nechemjewitsch Tal war ein lettischer/sowjetischer Schachspieler und von 1960 bis 1961 der achte Schachweltmeister.
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Geboren: Magnus Carlsen wird in Tønsberg geboren. Magnus Øen Carlsen ist ein norwegischer Schach-Großmeister und seit 2013 Schachweltmeister. Er ist die aktuelle Nummer eins der FIDE-Weltrangliste. Seine Elo-Zahl vom Mai 2014 ist mit 2882?Punkten die höchste in der Geschichte; sie übersteigt den bisherigen Rekord von Garri Kasparow im Juli 1999 mit 2851 Punkten. Von 2009 bis 2013 gewann er jedes Jahr den Schach-Oscar.
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Geboren: Sergei Alexandrowitsch Karjakin wird in Simferopol geboren. Sergei Alexandrowitsch Karjakin ist ein ukrainisch-russischer Schach-Großmeister, der bis 2009 für die Ukraine spielte und seitdem für Russland antritt. Er ist der Herausforderer von WeltmeisterMagnus Carlsen bei der kommenden Schachweltmeisterschaft 2016.

Abweichender Anspruch auf den WM-Titel

1928

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richtete die FIDE ihr erstes „offizielles“ Championat aus: einen Wettkampf zwischen Efim Bogoljubow und Max Euwe, 1929 nochmals zwischen den beiden gleichen Gegnern. Beide Male gewann Bogoljubow mit Ergebnis 5,5:4,5. Auf dem 5. Kongress der FIDE, in Amsterdam, an dem der Weltmeister Alexander Aljechin gleichfalls teilnahm, wurde Bogoljubow der Titel Champion der FIDE verliehen. Im Gegensatz zu den FIDE-Weltmeisterschaften 1993-2006 diente das Turnier tatsächlich nur der Ermittlung des Herausforderers von Weltmeister Aljechin.

1928

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richtete die FIDE ihr erstes „offizielles“ Championat aus: einen Wettkampf zwischen Efim Bogoljubow und Max Euwe, 1929 nochmals zwischen den beiden selben Gegnern. Beide Male gewann Bogoljubow mit einem Ergebnis von 5,5:4,5. Auf dem 5. Kongress der FIDE, in Amsterdam, an dem der Weltmeister Alexander Aljechin gleichfalls teilnahm, wurde Bogoljubow der Titel Champion der FIDE verliehen. Im Gegensatz zu den FIDE-Weltmeisterschaften 1993-2006 diente das Turnier tatsächlich nur der Ermittlung des Herausforderers von Weltmeister Aljechin.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1928

Übersetzungen:
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Übersetzung ins Russische Lehrbuch des Schachspiels von SchachweltmeisterEmanuel Lasker (Ilja Lwowitsch Maiselis)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1935

Erfolg:
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Schachweltmeister von 1927 bis (Alexander Alexandrowitsch Aljechin)

Sonstige Leistungen > Meilensteine

1997

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Deep Blue 2 (Hochleistungsrechner von IBM) schlägt als erster Computer einen Schachweltmeister in einem offiziellen Zweikampf. (Supercomputer)

Sport

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V. Anand löst durch seinen Sieg beim doppelrundigen WM-Turnier mit acht Teilnehmern Wladimir Kramnik als Schachweltmeister ab.
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In Bonn endet der Wettkampf des Schachweltmeisters mit einem Schachcomputer. Wladimir Borissowitsch Kramnik unterliegt dem Schachprogramm Deep Fritz mit 2:4. Es ist im Schach die zweite Niederlage eines Menschen gegenüber der Rechnerleistung.
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Garri Kasparow verliert nach fünfzehn Jahren den klassischen Schachweltmeistertitel an Wladimir Kramnik.
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Auf dem World Trade Center in New York beginnt die Schachweltmeisterschaft zwischen Titelverteidiger Garri Kasparow und Herausforderer Viswanathan Anand.
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Bei der Schachweltmeisterschaft 1985 gewinnt Garri Kasparow gegen Anatoli Karpow den Weltmeistertitel und wird der jüngste Weltmeister der Schachgeschichte.

Tagesgeschehen

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Sofia/Bulgarien: Durch einen Sieg in der zwölften Partie der Schachweltmeisterschaft 2010 verteidigt Viswanathan Anand mit 6,5 zu 5,5 Spielen seinen Titel gegen Wesselin Topalow.

"Schachweltmeister" in den Nachrichten