Schlacht am Waterberg

Die Schlacht am Waterberg am 11. August 1904, bei den Herero als Gefecht von Ohamakari bezeichnet, war die entscheidende Schlacht im Aufstand der Herero gegen die deutsche Kolonialherrschaft in der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika. Die Herero unterlagen in dieser Schlacht den deutschen Truppen und ihren einheimischen Verbündeten.

Auf deutscher Seite hatte der Generalleutnant Lothar von Trotha versucht, das am Waterberg versammelte Volk der Herero mit seinen Truppen einzukesseln und zu vernichten. Nachdem dies misslungen und zahlreichen Herero die Flucht nach Osten gelungen war, ließ von Trotha die Omaheke teilweise abriegeln und unterband durch nachsetzende Truppen die Wasserversorgung, so dass große Teile des Hererovolkes verdursten mussten. Dieses Vorgehen der deutschen Seite unmittelbar nach der Schlacht am Waterberg wird in der Wissenschaft als erster Völkermord des 20. Jahrhunderts bewertet.

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Afrika

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Schlacht am Waterberg: Deutsche Kolonialtruppen unter Lothar von Trotha bekämpfen im Hererokrieg einheimische Hereros, die nach Osten ausweichen.

Tagesgeschehen

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Okakarara/Namibia. Die Entwicklungshilfe-Ministerin von Deutschland Heidemarie Wieczorek-Zeul bekennt deutsche Schuld in Namibia beim Herero-Aufstand (1904–1906) in der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika während einer Rede zum Jahrestag der Schlacht am Waterberg. Etwa 60.000 Herero und 10.000 Nama kamen ums Leben. Sie ist auch die erste offizielle Vertreterin der Regierung, die an einer Gedenkfeier der Schlacht teilnahm.

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