Schmalkaldischer Bund

Der Schmalkaldische Bund (auch Schmalkaldische Liga oder Liga von Schmalkalden genannt) war ein am 27. Februar 1531 in Schmalkalden geschlossenes Verteidigungsbündnis protestantischer Fürsten und Städte unter Führung von Kursachsen und Hessen gegen die Religionspolitik des katholischen Kaisers Karl V.

Der Bund konnte in den Jahren nach seiner Gründung seine Macht kontinuierlich ausbauen und erfolgreich weitere Mitglieder anziehen. Ab 1542 kam es jedoch vermehrt zu internen Unstimmigkeiten zwischen den Mitgliedern, die den Schmalkaldischen Bund zunehmend lähmten. Karl V. konnte im Schmalkaldischen Krieg 1546–47 den entscheidenden militärischen Gegenschlag führen und den Bund zerschlagen.

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Weitere Ereignisse im Reich

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Protestantische Fürsten und Städte unter der Führung von Kurfürst Johann von Sachsen und Landgraf Philipp I. von Hessen gründen auf dem im Vorjahr einberufenen Konvent in Schmalkalden den Schmalkaldischen Bund. Auch Herzog Philipp I. von Braunschweig-Grubenhagen, Herzog Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg, Fürst Wolfgang von Anhalt-Köthen, der Graf von Erbach sowie drei nieder- und acht oberdeutsche Reichsstädte unterzeichnen das Verteidigungsbündnis gegen die Religionspolitik Kaiser Karls V., das rasch zu einem Machtfaktor im Heiligen Römischen Reich wird.

Geschichte

721 n. Chr.

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starb in Noyon der Frankenkönig Chilperich II. und wurde ebenda bestattet.

Politik & Weltgeschehen

1546

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ab Juni: In Regensburg wird ein Reichstag abgehalten, auf dem Kaiser Karl V. Verbündete gegen den protestantischen Schmalkaldischen Bund sucht. Auf diesem Reichstag lernt Karl V. auch Barbara Blomberg kennen.

Ereignisse > Religion

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Das Regensburger Religionsgespräch, das am 27. Januar begonnen hat, endet erwartungsgemäß ohne Ergebnis. Es ist von Kaiser Karl V. nur einberufen worden, um seine Kriegsvorbereitungen gegen den Schmalkaldischen Bund zu verschleiern, und durch den Tod Martin Luthers am 18. Februar hat die Reformation ihren geistigen Führer verloren. (10. März)

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Der Sieg des kaiserlichen Heeres in der Schlacht bei Mühlberg entscheidet den Schmalkaldischen Krieg und führt zur Zerschlagung des Schmalkaldischen Bundes.

Reichstag zu Augsburg

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Im Reichsabschied legt Kaiser Karl V. das Augsburger Interim fest. Es ist ein Versuch, nach seinem Sieg über den Schmalkaldischen Bund eine religiöse Ordnung mit den Protestanten herzustellen. Die Zwischenlösung soll bis zum Entscheid des Konzils von Trient gelten. Sie setzt sich in der Praxis aber nicht durch.

Europa

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Die schmalkaldischen Fürsten schließen in Friedewald den Vertrag von Torgau mit Frankreich, der auf die Befreiung des Landgrafen Philipp von Hessen aus kaiserlichem Gewahrsam abzielt.
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Katholische Stände im Heiligen Römischen Reich gründen in Nürnberg ohne Wissen und Mitgliedschaft von Kaiser Karl V. die Katholische Liga als Gegenstück zum 1531 gegründeten protestantischen Schmalkaldischen Bund. Der Kaiser wird erst am 23. Juni von der Gründung informiert.

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