Schwabenspiegel

Der Schwabenspiegel ist ein um 1275 entstandenes Rechtsbuch für das außersächsische Deutschland von einem unbekannten Augsburger Franziskaner.

Er befasst sich in der mittelalterlichen Form eines Spiegels vornehmlich mit dem Land- und Lehnsrecht (auch Kaiserrecht). Der Schwabenspiegel geht auf Quellen aus der Bibel, römisches und Kanonisches Recht sowie auf Reichsgesetze zurück und lehnt sich an Sachsenspiegel und Deutschenspiegel an. Im Schwabenspiegel befindet sich in einem längeren Kapitel auch das für Juden geltende Sonderrecht, unter anderem der Judeneid, die Schirmherrschaft des Königs über die Juden, das Verbot der Gewaltanwendung gegen Juden und das sogenannte Hehlerprivileg. Aus dem Kanonischen Recht stammen das Verbot von Mischehen, die Begünstigung der Bekehrung und besondere Bekleidungsvorschriften.

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Europa

1275

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um 1275: Deutschenspiegel und Schwabenspiegel (verfasst von einem Augsburger Franziskaner) entstehen.

Antike

1282

Heiliges Römisches Reich:
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Die Erstausgabe des Land- und Lehnsrechtsbuchs bzw. Kaiserrechts (erst im 17. Jh. Schwabenspiegel genannt) erscheint spätestens in diesem Jahr.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1938

Werk:
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Die Kurzform des Schwabenspiegels. Wien-Leipzig (Hans Lentze)

1932

Publikation:
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Vorstudien zur Ausgabe des Buches der Könige in der Deutschenspiegelfassung und sämtlichen Schwabenspiegelfassungen, Berlin (Alfred Hübner)

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