Schytomyr

Schytomyr

Schytomyr (Ukraine)
Schytomyr

Schytomyr

Schytomyr (Oblast Schytomyr)
Schytomyr

Schytomyr

Schytomyr (ukrainisch Житомир; russisch Житомир/Schitomir, polnisch Żytomierz) ist eine Stadt mit knapp 300.000 Einwohnern in der nördlichen Ukraine, 120 km westlich von Kiew und 150 km südlich der Grenze zu Weißrussland.



Geschichte




Ihre Gründung geht etwa auf das 7. Jahrhundert zurück, als die eingewanderten slawischen Stämme sesshaft wurden. Die Ernennung zur Stadt, im 9. Jahrhundert, wird in altrussischen Chroniken des Jahres 1240 erwähnt. Seit dem 11. Jahrhundert gehörte die Region zum Staat der Kiewer Rus, dessen Hauptstadt Kiew war. Sie war auch von Polen und Wolhyniern bewohnt. 1320 gehörte Schytomyr zu Litauen, 1569 kam die Stadt an das vereinigte Königreich Polen-Litauen. Zu dieser Zeit siedelten sich hier zahlreiche Juden an.Viele Kapitel der Stadtgeschichte sind mit dem Befreiungskampf der Saporoger Kosaken gegen die polnische Herrschaft verbunden. Im Jahre 1648 wurde Schytomir für einige Jahre von den Kriegern Bohdan Chmelnyzkyjs (1595–1657) eingenommen. Nach dem Verlust Kiews an das Zarenreich wurde Schytomyr zum Sitz der Woiwodschaft Kiew. 1793 kam die Stadt auf Grund der Zweiten Polnischen Teilung an das Zarenreich und wurde Hauptstadt des Wolhynischen Gouvernements. 1899 wurde die bis heute bestehende Straßenbahn Schytomyr eröffnet.Schwere Kämpfe um Schytomyr entbrannten nach der Oktoberrevolution 1917 und im folgenden Russischen Bürgerkrieg sowie der ausländischen Intervention (1918–1921). Im Bürgerkrieg zwischen „weiß“ und „rot“ waren hier unter anderem Nikolai Alexandrowitsch Schtschors (1895–1919) und Grigori Kotowski (1881–1925) wichtige Truppenführer.Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion war Schytomyr 1941 bis 1944 als Generalbezirk Bestandteil des deutschen Reichskommissariats Ukraine und rückwärtiges Heeresgebiet. Im nördlichen Teil, durch den auch die „Nordbahn“ über Korosten nach Brest führte, war die deutsche Kontrolle aber durch Partisanenverbände erheblich beeinträchtigt. Dies galt zunehmend auch für die Südbahn über Berditschew und Schepetowka nach Kowel. 1943/44 kam es im Großraum Schytomyr zu heftigen und sehr verlustreichen Kämpfen zwischen der deutschen Wehrmacht und der letztlich siegreichen Roten Armee. An den Gefechten um Schytomyr beteiligten sich sowohl im Bürgerkrieg ab 1918 als auch während des Zweiten Weltkrieges mehr oder weniger erfolgreich Einheiten unter Befehl von Semjon Michailowitsch Budjonny (1883–1973) und Kliment Jefremowitsch Woroschilow (1881–1969). Südlich der Stadt befand sich von 1942 bis 1944 die deutsche Siedlungskolonie Hegewald....

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Anatolij Onoprijenko stirbt in Schytomyr. Anatolij Onoprijenko war ein ukrainischer Serienmörder. Er wurde als „Terminator von Tschernobyl“ bekannt.
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Geboren: Noize Generation wird in Schytomyr, Ukraine geboren. Noize Generation ist ein russisch-deutscher Musikproduzent, DJ und Remixer im Bereich der Electro-, Progressive- und Dance-Musik. Noize Generation steht bei dem Label Universal Music unter Vertrag.
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Geboren: Anastassija Tschernenko wird in Schytomyr geboren. Anastassija Michajljiwna Tschernenko,, ist eine ukrainische Profi-Triathletin, Gewinnerin des ukrainischen Triathlon-Cups 2010 und Reservemitglied der Ukrainischen Nationalmannschaft.
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Geboren: Julia Jelistratowa wird in Schytomyr geboren. Julija Oleksandriwna Jelistratowa-Sapunowa, ist eine ukrainische Triathletin. Sie ist U23-Europameisterin des Jahres 2009, amtierende Vize-Europameisterin auf der Olympischen Kurzdistanz (2016), mehrfache ukrainische Staatsmeisterin sowie Olympiateilnehmerin (2016).

Russland/Japan

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In Schitomir in Russland bricht ein Pogrom gegen Juden aus, das drei Tage dauert und unzählige Opfer fordert.

Tagesgeschehen

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Ukraine: Der österreichische Jesuit Georg Sporschill eröffnet in der Stadt Zhytomir, 120 km westlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew, ein Concordia-Haus für 72 verlassene Straßenkinder; der spätere Ausbau auf drei Häuser ist geplant. Sie Kinder sollen in sechs Großfamilien betreut werden und eine Ausbildung erhalten. 1991 hatte Sporschill mit drei ehrenamtlichen Mitarbeitern ein erstes Projekt in Bukarest begonnen und wegen des großen Bedarfs bald ausgebaut. Es wurde 2003 auf Moldawien erweitert, wo zehntausende Kinder auf der Straße leben.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2008

Boxkarriere:
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1. Platz im Halbfliegengewicht beim Klitschko Brothers Youth Tournament in Schytomyr (Jasurbek Latipov)

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