Seekabel

Ein Seekabel (gelegentlich auch Unterwasserkabel genannt) ist ein in einem Gewässer verlegtes Kabel zur Datenübertragung oder auch für die Übertragung elektrischer Energie. Seekabel zur Energieübertragung sind ab etwa 70 km Länge nicht mehr für die Übertragung von üblichem Dreiphasenwechselstrom geeignet, dann muss die aufwändigere Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) eingesetzt werden. Verlegt werden sie zumeist durch spezielle Schiffe, sogenannte Kabelleger.

Seekabel müssen wegen der technisch aufwändigen Wartung außerordentlich robust gebaut sein. Monopolare Seekabel für die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung müssen auf Seekarten markiert sein, da sie durch ihr Magnetfeld Kompassanlagen von Schiffen beträchtlich stören können. 2014 wurden 95 Prozent des Internetverkehrs zwischen Weltregionen durch Unterseekabel übertragen. Zwischen 2012 und 2014 wurde eine große Zahl von Unterseekabeln neu gebaut und die Zahl stieg von 150 auf weltweit 285 Kabel.

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Wissenschaft & Technik

1850

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Es wird erstmals ein Seekabel von England nach Frankreich verlegt.

Internationale Konferenzen

1884

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14. März: In Paris wird bei dem Telegrafenkongress eine internationale Konvention zum Schutz der unterseeischen Kabel vereinbart.

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1899

Gründung:
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Norddeutsche Seekabelwerke (NSW) GmbH mit Sitz in Nordenham ist ein Hersteller von Energie- und Telekommunikationsseekabeln, Luft-, und Spezialkabeln für die Offshore-Industrie und andere Unterwasser- und Landanwendungen sowie von Kunststoffprodukten wie Verpackungs- und Oberflächenschutznetzen POLY-NET und Antriebsriemen SECAflex.

Wirtschaft

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Aufnahme des direkten Telegraphenverkehrs zwischen Deutschland und den USA mittels Überseekabel. Die Strecke geht von Borkum nach New York City

1857

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Um 1857 wird ein fast 4.000 km langes Seekabel von Amerika nach England verlegt.

Politik & Weltgeschehen

1943

Schiffsabtretungen an die Deutsche Kriegsmarine, Luftwaffe und Wehrmacht (teils Mehrfachnennungen) > Kabelleger und Bergungsschiffe:
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M. Tr. Schussen, ausgerüstet mit einem Auslegerkran und Spillwinden zur Verlegung von Seekabeln. Einsatz 1941 in der Bregenzer Bucht für das Nachrichtenmittelversuchskommando (NVK) Kiel, vor Immenstaad und vor Fischbach. Bergung versenkter Hilfsschiffe in Friedrichshafen (Bodenseeschifffahrt im Zweiten Weltkrieg)

"Seekabel" in den Nachrichten