Seele

Der Ausdruck Seele hat vielfältige Bedeutungen, je nach den unterschiedlichen mythischen, religiösen, philosophischen oder psychologischen Traditionen und Lehren, in denen er vorkommt. Im heutigen Sprachgebrauch ist oft die Gesamtheit aller Gefühlsregungen und geistigen Vorgänge beim Menschen gemeint. In diesem Sinne ist „Seele“ weitgehend gleichbedeutend mit dem Begriff Psyche. „Seele“ kann aber auch ein Prinzip bezeichnen, von dem angenommen wird, dass es diesen Regungen und Vorgängen zugrunde liegt, sie ordnet und auch körperliche Vorgänge herbeiführt oder beeinflusst.

Darüber hinaus gibt es religiöse und philosophische Konzepte, in denen sich „Seele“ auf ein immaterielles Prinzip bezieht, das als Träger des Lebens eines Individuums und seiner durch die Zeit hindurch beständigen Identität aufgefasst wird. Oft ist damit die Annahme verbunden, die Seele sei hinsichtlich ihrer Existenz vom Körper und damit auch dem physischen Tod unabhängig und mithin unsterblich. Der Tod wird dann als Vorgang der Trennung von Seele und Körper gedeutet. In manchen Traditionen wird gelehrt, die Seele existiere bereits vor der Zeugung, sie bewohne und lenke den Körper nur vorübergehend und benutze ihn als Werkzeug oder sei in ihm wie in einem Gefängnis eingesperrt. In vielen derartigen Lehren macht die unsterbliche Seele allein die Person aus; der vergängliche Körper wird als unwesentlich oder als Belastung und Hindernis für die Seele betrachtet. Zahlreiche Mythen und religiöse Dogmen machen Aussagen über das Schicksal, das der Seele nach dem Tod des Körpers bevorstehe. In einer Vielzahl von Lehren wird angenommen, dass eine Seelenwanderung (Reinkarnation) stattfinde, das heißt, dass die Seele nacheinander in verschiedenen Körpern eine Heimstatt habe.

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Geboren & Gestorben

1964

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Gestorben: Jeanne Cuisinier stirbt. Jeanne Cuisinier war eine französische Ethnologin. Sie forschte unter anderem in Kelantan und bei den Mường in Französisch-Indochina. Ihr Hauptwerk Sumangat untersucht asiatische Seelenvorstellungen und -kulte, speziell in Indochina und Indonesien in Südostasien. Ihr Werk Danses magiques de Kelantan untersucht magische Tänze in Malaysia.
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Gestorben: Gamaliel Bradford stirbt in Wellesley. Gamaliel Bradford war ein amerikanischer Schriftsteller. Bekannt wurde insbesondere als Biograf; mit einer von ihm selbst als „Psychographie“ bezeichneten Methode versuchte er, in Kurzporträts historischer Persönlichkeiten, ihre „Seele“ darzustellen.
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Geboren: Gerald G. Jampolsky wird in Long Beach, Kalifornien geboren. Gerald Gersham Jampolsky ist ein US-amerikanischer Arzt und esoterischer Autor, der sich vor allem mit der seelischen Heilung befasst und dessen Hauptbotschaft ist: „Liebe heilt am besten“.
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Gestorben: Duncan MacDougall stirbt. Duncan MacDougall war ein US-amerikanischer Arzt aus Haverhill, Massachusetts, der im frühen 20. Jahrhundert versuchte, das „Gewicht der Seele“ durch Wiegen sterbender Patienten zu bestimmen.

1890

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Geboren: Jeanne Cuisinier wird geboren. Jeanne Cuisinier war eine französische Ethnologin. Sie forschte unter anderem in Kelantan und bei den Mường in Französisch-Indochina. Ihr Hauptwerk Sumangat untersucht asiatische Seelenvorstellungen und -kulte, speziell in Indochina und Indonesien in Südostasien. Ihr Werk Danses magiques de Kelantan untersucht magische Tänze in Malaysia.

Religion

1550

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In Valladolid findet der Gelehrtenstreit, die sog. Disputation von Valladolid zwischen dem spanischen Hofchronisten Juan Ginés de Sepúlveda und dem Dominikanermönch Bartolomé de Las Casas statt, um über die Frage, ob die indigenen Völker der Neuen Welt eine Seele haben oder nicht, zu diskutieren.

Rundfunk, Film & Fernsehen

1994

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Film: Fluke ist ein Familienfilm, der von einem Menschen handelt, der vorher ein gestresster Geschäftsleiter war, aber dessen Seele nach einem tödlichen Auto-Unfall in den Körper eines Hundewelpen wandert. Als Hund bessert sich dieser Mensch und weiß erst in dieser Gestalt seine Familie wirklich zu schätzen.

Stab:
Regie: Carlo Carlei
Drehbuch: James Herbert (Roman)
Carlo CarleiJames Carrington
Produktion: Hilda Stark Paul Maslansky
Musik: Carlo Siliotto
Kamera: Raffaele Mertes
Schnitt: Mark Conte

Besetzung: Samuel L. Jackson, Matthew Modine, Nancy Travis, Eric Stoltz, Max Pomeranc, Ron Perlman, Jon Polito, Bill Cobbs

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1997

Gründung:
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Aenima ist eine portugiesische Band aus Almada. Ihr Musikstil ist von frühen Ethereal-Bands wie Cocteau Twins, Dead Can Dance oder Faith and the Muse inspiriert. Charakteristisch ist zudem die melancholisch-verträumte Stimmung der Musik, die von der Shoegazing-Bewegung beeinflusst ist. Der Bandname ist abgeleitet von anima, dem lateinischen Wort für ‚Seele‘.

Übersicht

1999

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Bd. 30 : SamuelSeele, 813 S. (Theologische Realenzyklopädie)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2001

Werk:
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das Bildobjekt con’tinuo präsentiert im Steirischen Herbst; diese intermediäre Arbeit nimmt u. a. Bezug auf die Kreisfigur S über die Anima des mittelalterlichen Philosophen und Alchimisten Ramon Llull (Norbert Walter Peters)

1891

Werk:
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Traktat über die Seele, und Diskussion der Nützlichkeit von Gebet und Opfern für Tote, erhalten (Bibliothek des Vatikans), dt. Übers. O. Braun, Moses Bar-Kepha und sein Buch von der Seele, Freiburg

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