Seestraße (Dresden)

Die Seestraße ist eine Straße im Stadtzentrum von Dresden. Sie liegt in der Inneren Altstadt (Gemarkung Altstadt I).



Geschichte




Der ursprüngliche Name des 1324 erstmals erwähnten Verkehrswegs lautete Seegasse. Benannt ist sie nach dem Alten Teich/See, auch als Oberer See bezeichnet. Dieses Gewässer lag im Seegraben und wurde wahrscheinlich schon zu Beginn des 16. Jahrhunderts trockengelegt. Es war darüber hinaus Namensgeber des Seetors, der Oberseer Gemeinde und schließlich auch des unter anderem aus dieser Gemeinde hervorgegangenen Stadtteils Seevorstadt, der sich von der Annenkirche bis zur Bürgerwiese erstreckt.Die See- und Elbgasse (heute Schloßstraße) bildeten den einzigen geraden und durchgängigen Verkehrszug Dresdens. Allerdings blieb besonders der Abschnitt entlang der Seegasse lange Zeit unbedeutend. Das 1403 erstmals erwähnte Seetor an deren südlichem Ende war Teil der Dresdner Befestigungsanlagen und wurde infolge der mangelnden Auslastung 1550 zugemauert.Melchior Trost wandelte seinen Turm in ein Gefängnis um. Erst 1747/48 wurde es wieder geöffnet und nach Plänen von Johann Georg Maximilian von Fürstenhoff umgestaltet, woraufhin auch der Verkehr an der Seegasse zunahm. Das Seetor wurde ebenso wie die angrenzenden Festungsbauten 1821 abgebrochen.Ab etwa 1830 hieß die heutige Seestraße dann Innere Seegasse. Als Äußere Seegasse wurde damals der zwischen Prager Straße und Dippoldiswalder Platz gelegene Abschnitt der heutigen Waisenhausstraße bezeichnet. Bereits 1840 wurde die Äußere Seegasse der Waisenhausstraße zugeschlagen, woraufhin die Innere Seegasse wieder ihren ursprünglichen Namen bekam. Seit 1858 heißt sie schließlich Seestraße.Die Seestraße war als Teil des historischen Stadtkerns dicht bebaut. Bekannte Besitzer von Häusern an der Straße waren Hans Haubold von Einsiedel, George Bähr und Ludwig Christoph von Burgsdorff, bei dem 1813 auch Goethe zweimal zu Gast war. Von 1873 bis 1878 hatte dort das Bankhaus Gebrüder Arnhold seinen Sitz. Im Jahre 1903 wurde nahe dem südlichen Ende der Seestraße das 1945/46 zerstörte Bismarck-Denkmal von Robert Diez aufgestellt. Um 1900 fiel der Entschluss, die Seestraße wegen des gestiegenen Verkehrsaufkommens zu verbreitern, was den Abriss einiger Gebäude erforderlich machte, darunter des Besserschen Hauses an der Ecke zum Altmarkt. An der Seestraße 11/13 entstand 1926 zudem das Kino Zentrum-Lichtspiele, für das vier Häuser abgerissen wurden....

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Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2011

Skulpturen im öffentlichen Raum:
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Trichter an der Seestraße in Dresden, 1. Preis beim Wettbewerb, Realisierung (Franka Hörnschemeyer)

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