Sekundogenitur

Die Sekundogenitur (lat.secundus „folgend, zweiter“ und genitus „geboren“) ist die vom Zweitgeborenen oder einem weiteren Nachgeborenen eines adeligen Hauses begründete Nebenlinie. Es ist eine besondere Form der Erbteilung, die dem Nachgeborenen mehr Besitz und Prestige zukommen lässt als bei der normalen Abfindung. Die Gründung einer Nebenlinie ist möglich, falls nicht Primogenitur geübt wird.

Oft regelt ein Hausgesetz die Gründung einer Sekundogenitur, ihre Ausstattung (materiell, auch mit Territorium, meist weit geringer als die Hauptlinie) und ihr Verhältnis zur Hauptlinie (Nebenlinie bleibt oft rechtlich abhängig). Beispiele: Testament Johann Georgs I. von Sachsen, 1651 und Freundbrüderlicher Hauptvergleich von 1657.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Ferdinand IV. (Toskana) stirbt in Salzburg. Ferdinand IV. Salvator war ein Erzherzog von Österreich und ab 1859 der letzte Großherzog der Toskana aus der habsburgischenSekundogenitur der Linie Habsburg-Lothringen-Toskana. Nach der Abdankung seines Vaters in den Kämpfen um einen italienischen Nationalstaat war Ferdinand zwar nominell Großherzog geworden, konnte sein Amt aber nicht mehr ausüben, da 1860 das Großherzogtum dem Königreich Sardinien angeschlossen wurde. Er zog sich daraufhin ins Exil nach Salzburg und Lindau am Bodensee zurück.
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Gestorben: Wilhelm zu Schaumburg-Lippe stirbt auf Schloss Ratiborschitz bei Nachod. Wilhelm zu Schaumburg-Lippe, vollständiger Name Wilhelm Karl August zu Schaumburg-Lippe war ein deutscher Adeliger aus dem Hause Schaumburg-Lippe, k. u. k. General der Kavallerie. Ab 1857 gehörte ihm die Sekundogenitur der Herrschaft Nachod-Chwalkowitz, aus der er 1873 mit Genehmigung des Kaisers Franz Joseph I. einen Familienfideikommiss errichtete.
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Geboren: Ferdinand IV. (Toskana) wird in Florenz geboren. Ferdinand IV. Salvator war ein Erzherzog von Österreich und ab 1859 der letzte Großherzog der Toskana aus der habsburgischenSekundogenitur der Linie Habsburg-Lothringen-Toskana. Nach der Abdankung seines Vaters in den Kämpfen um einen italienischen Nationalstaat war Ferdinand zwar nominell Großherzog geworden, konnte sein Amt aber nicht mehr ausüben, da 1860 das Großherzogtum dem Königreich Sardinien angeschlossen wurde. Er zog sich daraufhin ins Exil nach Salzburg und Lindau am Bodensee zurück.
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Geboren: Wilhelm zu Schaumburg-Lippe wird in Bückeburg geboren. Wilhelm zu Schaumburg-Lippe, vollständiger Name Wilhelm Karl August zu Schaumburg-Lippe war ein deutscher Adeliger aus dem Hause Schaumburg-Lippe, k. u. k. General der Kavallerie. Ab 1857 gehörte ihm die Sekundogenitur der Herrschaft Nachod-Chwalkowitz, aus der er 1873 mit Genehmigung des Kaisers Franz Joseph I. einen Familienfideikommiss errichtete.
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Gestorben: Friedrich Heinrich (Brandenburg-Schwedt) stirbt in Schwedt. Friedrich Heinrich von Brandenburg-Schwedt war ein preußischer Prinz, „ehrenhalber“ preußischer Generalmajor und als Markgraf seit 1771 der letzte Inhaber der preußischen SekundogeniturSchwedt-Wildenbruch (vulgoBrandenburg-Schwedt“). Seine zahlreichen Liebesaffären brachten ihm den Beinamen „Der Schlimme Markgraf“ ein. Als Angehöriger der Schwedter Nebenlinie des preußischen Königshauses trug er wie alle preußischen Prinzen von Geblüt den Titel „Prinz von Preußen und Markgraf von Brandenburg“ mit dem Prädikat „Königliche Hoheit“.

Politik & Weltgeschehen

Deutsches Reich:
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Infolge des Testaments von Johann Georg I. entstehen mit dem Freundbrüderlichen Hauptvergleich die sächsischen Sekundogenitur-Herzogtümer Sachsen-Weißenfels, Sachsen-Merseburg und Sachsen-Zeitz.

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