Seleukidenreich

Das Seleukidenreich gehörte zu den Diadochenstaaten, die sich nach dem Tod Alexanders des Großen gebildet hatten. Während des 3. und 2. Jahrhunderts vor Christus beherrschte das Reich den Vorderen Orient und erstreckte sich in seiner größten Ausdehnung von Kleinasien bis Baktrien.

Die Seleukiden wurden Nachfolger der Achaimeniden, die in den zwei Jahrhunderten vor Alexander in diesem Gebiet geherrscht hatten. Der Name der Dynastie wird von ihrem Gründer Seleukos I. Nikator abgeleitet, der sich ab 320 v. Chr. in den asiatischen Satrapien des Alexanderreiches als König durchsetzte. In der westlichen Geschichtsschreibung treten die Seleukiden zum einen als Gegenspieler Roms während des Römisch-Syrischen Krieges (192–188) unter Antiochos III. dem Großen in Erscheinung, zum anderen als Fremdherrscher während des jüdischen Makkabäeraufstandes (167–142).

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Geboren & Gestorben

138 n. Chr.

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Gestorben: Mithridates I. (Parthien) stirbt /137 v. Chr.. Mithridates I., auch Arsakes VI. Energetes, genannt Philhellen (Freund der Griechen), war von 171 v. Chr. bis zu seinem Tod König von Parthien. Er stammte aus dem Arsakidengeschlecht und war der Sohn von König Phriapatios. Mithradates erweiterte das parthische Großreich durch die Eroberung des westlichen Irans, Mediens und Teilen des graeco-baktrischen Reiches. 141 v. Chr. schlug er den SeleukidenDemetrios II. Infolge dieses Sieges gelangte Mesopotamien unter parthische Herrschaft. Demetrios II. geriet in parthische Gefangenschaft.

116 n. Chr.

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Gestorben: Kleopatra II. stirbt oder 115 v. Chr.. Kleopatra II. war eine Königin von Ägypten aus der Dynastie der Ptolemäer. In ihrer Jugend erlebte sie den erst auf römische Intervention beendeten Einfall des seleukidischen Königs Antiochos IV. in Ägypten. Von 163 bis 145 v. Chr. regierte sie gemeinsam mit ihrem Brudergemahl Ptolemaios VI. bis zu dessen Tod. Danach heiratete sie ihren zweiten Bruder Ptolemaios VIII., der 141 v. Chr. auch ihre Tochter Kleopatra III. zur Gattin nahm und neben ihr zur zweiten Königin erhob. 132 v. Chr. zettelte sie einen Aufstand gegen ihren Bruder an, unterlag aber und musste etwa 128 v. Chr. nach Syrien flüchten. Nach einer Aussöhnung herrschte sie seit 124 v. Chr. wieder zusammen mit ihrem Bruder und ihrer Tochter über Ägypten. Nach dem Tod Ptolemaios’ VIII. (116 v. Chr.) übernahm sie mit Kleopatra III. und deren Sohn Ptolemaios IX. die Regierung, starb aber bald darauf.

83 v. Chr.

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Gestorben: Philipp I. Philadelphos stirbt. Philipp I. Philadelphos war König des Seleukidenreiches. Er war ein Sohn von Antiochos VIII. Grypos aus dessen erster Ehe mit Tryphaina und bestieg den Thron im Jahr 95 v. Chr. zusammen mit seinem Zwillingsbruder Antiochos XI. Epiphanes, nachdem der älteste Bruder Seleukos VI. Epiphanes durch ihren Vetter Antiochos X. Eusebes getötet worden war.

84 v. Chr.

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Gestorben: Antiochos XII. stirbt. Antiochos XII. Dionysos Epiphanes Philopator Kallinikos war von 87 v. Chr. bis zu seinem Tod König des Seleukidenreiches. Er war der fünfte Sohn von Antiochos VIII. Grypos, der den Thron bestieg. Seine Mutter war Tryphaina, die erste Gattin seines Vaters. Er folgte seinem Bruder Demetrios III. Eukairos als Herrscher der südlichen Teile des verbliebenen Seleukidenreichs, vor allem der Stadt Damaskus und ihrer Umgebung, nach und kämpfte gegen seinen Bruder Philipp I. Philadelphos, der im Norden regierte. Anfangs erhielt er Unterstützung von den Ptolemäern. Er wurde auf einem Feldzug gegen die Nabatäer getötet, die Damaskus wenig später eroberten.

88 v. Chr.

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Gestorben: Demetrios III. stirbt. Demetrios III., genannt Eukairos, Theos, Philopator und Soter, war von 95–88 v. Chr. König des Seleukidenreiches. Er war ein Sohn von Antiochos VIII. Grypos aus dessen erster Ehe mit Tryphaina.

Kunst & Kultur

247 v. Chr.

Religion & Kultur:
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Beginn des Parthischen Kalenders. Möglicherweise macht sich der parthische Herrscher Arsakes I. in diesem Jahr vom Seleukidenreich unabhängig.

Kleinasien

209 v. Chr.

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Antiochos III. beginnt im Rahmen seiner Anabasis mit der Wiedereroberung des Partherreichs für das Seleukidenreich.

Ägypten

204 v. Chr.

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Arsinoë III., die für ihren minderjährigen Sohn Ptolemaios V. die Regentschaft in Ägypten führen soll, wird in einer Palastrevolte von den Ministern Agathokles und Sosibios ermordet. Nach dem Bekanntwerden des Todes von Ptolemaios IV. beschließen Philipp V. von Makedonien und der SeleukideAntiochos III. vermutlich einen Raubvertrag zur Aufteilung Ägyptens.

Antike

66 v. Chr.

Römisches Reich:
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Gnaeus Pompeius wird auf Basis der Lex Manilia Oberbefehlshaber Roms im Krieg gegen Mithridates VI.. Er erobert neben das kleinasiatischem Reich weitere Teile Vorderasiens, etwa das bis dahin zum Seleukidenreich gehörende Syrien. Ohne hierfür beauftragt worden su sein, ordnet er die römische Einflusssphäre im Osten.

195 v. Chr.

Römisches Reich:
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Hannibal verlässt das römische Einflussgebiet in Nordafrika und geht ins Exil ins Seleukidenreich unter Antiochos III. dem Großen.

Europa

206 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: Antiochos III. greift nach seinem Sieg über das Partherreich das Griechisch-Baktrische Königreich an, um es im Rahmen seiner Anabasis wieder dem Seleukidenreich einzuverleiben.

218 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: Attalos I. nutzt die Abwesenheit des seleukidischen Feldherren Achaios, um sich kleinasiatische Gebiete anzueignen, verliert diese aber bald darauf wieder.

221 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: Sommer: Antiochos III., Herrscher des Seleukidenreichs, nutzt den Thronwechsel in Ägypten, um in die ägyptischen Besitzungen in Syrien einzufallen (Vierter Syrischer Krieg). Der Versuch, den ägyptischen Sperrriegel in der Bekaa-Ebene zu überwinden, scheitert jedoch.

241 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: Friedensschluss im Dritten Syrischen Krieg zwischen dem Seleukidenreich unter Seleukos II. und Ägypten unter Ptolemaios III.: Ägypten steigt endgültig zur Großmacht auf und erhält fast die gesamte kleinasiatische Küste zwischen Kilikien und Ephesos, außerdem die Küste Thrakiens und Seleukia, den Hafen Antiochias, sowie das Protektorat über die Kykladen. Das Seleukidenreich, das auch durch Angriffe der Parther im Osten geschwächt ist, gelangt an einen ersten Tiefpunkt seiner Geschichte.

242 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: In der Gegend von Damaskus kommt es zwischen Truppen des Seleukidenreiches und Ägyptens im Rahmen des Dritten Syrischen Krieges zu Gefechten.

Ereignisse

140 v. Chr.

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Die Parther unter Mithridates I. erobern Mesopotamien und nehmen den SeleukidenherrscherDemetrios II. gefangen.

142 v. Chr.

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Der SeleukidenherrscherAntiochos VI. wird durch Diodotos Tryphon abgesetzt, der selbst die Herrschaft übernimmt.

144 v. Chr.

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Der vierjährige Antiochos VI. wird nach dem Tod seines Vaters Alexander I. Balas von General Diodotos Tryphon zum Thronerben im Seleukidenreich bestimmt.

162 v. Chr.

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Der römische Gesandte im Seleukidenreich, Gnaeus Octavius, wird ermordet. Demetrios I. flieht aus seiner Geiselhaft in Rom, ermordet seinen minderjährigen Neffen Antiochos V. und dessen Regenten Lysias und macht sich selbst zum Herrscher im Seleukidenreich. Die Anerkennung des Römischen Reichs wird ihm allerdings verweigert, obwohl er sowohl den Mörder des Oktavius als auch den makedonischen Rebellen Andriskos an die Römer ausliefert.

163 v. Chr.

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Kommagene wird von den Seleukiden unabhängig. Erster Herrscher wird Ptolemaios.

Seleukidenreich

123 v. Chr.

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Der SeleukidenherrscherAntiochos VIII. besiegt den Usurpator Alexander II. Zabinas in der Feldschlacht entscheidend.

125 v. Chr.

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Kleopatra Thea verwehrt ihrem Mann Demetrios II., der im Vorjahr dem Alexander II. Zabinas in der Schlacht unterlegen ist, den Einlass in Ptolemais und Tyros. Als er schließlich ermordet wird, folgt sie ihm als Regentin des Seleukidenreiches nach. Ihren ältesten Sohn Seleukos V. lässt sie noch im gleichen Jahr ermorden. Sie regiert in der Folge für ihren jüngeren Sohn Antiochos VIII. Epiphanes.

147 v. Chr.

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Demetrios II. eröffnet den Kampf um das Seleukidenreich gegen den Usurpator Alexander I. Balas.

150 v. Chr.

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Usurpator Alexander I. Balas übernimmt mit einem entscheidenden Sieg über Demetrios I. die Herrschaft im Seleukidenreich. Im gleichen Jahr heiratet er Kleopatra Thea, die Tochter des ägyptischen Pharaos Ptolemaios VI.

161 v. Chr.

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Der seleukidische General Nikanor unterliegt den Makkabäern in der Schlacht bei Adasa.

Asien

96 v. Chr.

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Nach dem Tod seines Vaters Antiochos VIII. und dem Sieg über seinen Halbonkel Antiochos IX. wird Seleukos VI. kurzfristig Herrscher über das gesamte Seleukidenreich.

208 v. Chr.

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Das Partherreich wird vom Seleukidenreich unter Antiochos III. erobert.

212 v. Chr.

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Antiochos III. beginnt mit seiner Anabasis, einem großangelegten Feldzug, um die verloren gegangenen Randgebiete des Seleukidenreichs zurückzuerobern.

220 v. Chr.

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Hermeias, oberster Minister unter Antiochos III., dem König des Seleukidenreiches, wird wegen einer angeblichen Verschwörung hingerichtet. Antiochos gelingt es außerdem, die Truppen des rebellierenden Satrapen von Medien, Molon, zu besiegen; Molon begeht Selbstmord.

223 v. Chr.

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Seleukos III., König des Seleukidenreiches, wird während eines Feldzugs gegen Attalos I. von Pergamon ermordet. Nachfolger wird der 18-jährige Antiochos III. (der Große). Er setzt Achaios als Statthalter der westlich des Tauros gelegenen Provinzen ein.

Politik & Weltgeschehen

63 v. Chr.

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Gnaeus Pompeius Magnus lässt den SeleukidenkönigAntiochos XIII. umbringen. Damit geht das Diadochenreich (siehe Alexander der Große) der Seleukiden in Vorderasien unter. Philipp II. Philorhomaios als Letzter des Seleukidengeschlechts konnte den Thron nicht noch einmal erringen.

95 v. Chr.

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Nach der Niederlage und dem Tod des Seleukos VI. zerfällt das Seleukidenreich in mehrere Teile, deren Herrscher sich jahrelang befehden.

114 v. Chr.

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Die Parther erobern zum ersten Mal die Stadt Dura Europos, die bis dahin Teil des Seleukidenreiches war.

124 v. Chr.

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Antiochos VIII., Herrscher des Seleukidenreiches, heiratet die ägyptische Prinzessin Tryphaina, Tochter des ägyptischen Königs Ptolemaios VIII. und seiner Nichte Kleopatra III.

126 v. Chr.

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Der SeleukidenherrscherDemetrios II. verliert die entscheidende Schlacht gegen seinen Widersacher Alexander II. Zabinas.

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